Manga Reviews

This page displays all manga reviews from our members in the order in which they have been published.

Anime Reviews

Takane to Hana

Avatar: zenjuna#1
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Humor
  • Romantik
Angelegt als Einzelband hat Takane to Hana in Japan den siebzehnten und im deutschsprachigen Raum den elften Band erreicht. Hat die Mangaka Yuki Shiwasu also alles richtig gemacht und einen überzeugenden Manga präsentiert?

Handlung:
siehe oben^^ und den Beitrag von chihiroyin
Im weiteren Verlauf der Geschichte fördert der Großvater von Takane dessen Entwicklung. Um zu sehen, was Takane erreicht, wenn er nicht mehr mit den Segnungen der Familie versehen ist, wird ihm seinen Wohnung, sein Geld, das Auto und der Arbeitsplatz weggenommen. Als Ersatz bekommt er dafür ein Ein-Zimmer-Appartement, öffentlichen Personennahverkehr und eine Sachbearbeiterstelle in der Sasabe Handelsgesellschaft.
Takane stellt sich sehr widerwillig dieser Herausforderung und akzeptiert ebenso widerwillig die Unterstützung durch Hana und deren Familie und Freunde. Es tauchen auch erstmals Freunde aus der Vergangenheit von Takane auf.

Souma gesteht Hana seine Liebe, aber Hana weist ihn zurück Er akzeptiert Hanas Gefühle, gibt jedoch seine Hoffnung nicht auf bei Hana zu landen und unterstützt sie trotzdem weiter in der Beziehung zu Takane.
Um Fortschritte in der Omiai zu Erzielen bietet die Immobiliengesellschaft der Familie Nonomura ein Haus an. Dieses Haus geht in den Besitz der Familie über unter der Bedingung dass sie für ein Jahr jederzeit Besichtigungen zulässt.
Takane bekommt von seinem Großvater einen Schlüssel und die Adresse seiner neuen Wohnung mitgeteilt. Bedingung ist, dass er es schafft ein Jahr dort wohnen zu bleiben.
Charaktere:
Unsere Hauptcharaktere Takane Saibara (Bishonen) und Hana Nonomura (Moe) wurden aus den Standardcharakterkisten genommen. Damit dies nicht zu fade wirkt wird bei beiden noch eine Prise Tsundere hinzugefügt und schon ist die Charakterbeschreibung fertig. Natürlich gibt es auch hier eine Entwicklung zu einer größerern Tiefe.
Die Nebencharaktere Hikaruko, Mizuki und Souma als Freunde von Hana, sowie Nicola und Rino als Freunde von Takane werden im Laufe der Geschichte immer weiter ausgearbeitet und bekommen eine gute Hintergrundgeschichte. Ihre Screentime ist angemessen und unterstützt die Entwicklung der Hauptcharaktere.
Auch die beiden Familien Saibara und Nonomura werden mit ihren Charakteren vorgestellt und mit der notwendigen Tiefe versehen.

Illustration:
Die Illustration verbessert sich im Laufe der Jahre und ist nicht auf dem Anfangslevel stehen geblieben.
Den jeweiligen Stimmungen und Situationen werden die Charaktere entsprechend angepasst. Die Duelle zwischen Hana und Takane sind sehr lebendig gestaltet. Die Hintergründe vermissen teilweise etwas an Detaillierung.

Fazit:
Yuki Shiwasu hat in dem Manga nichts weltbewegendes geschaffen. Duelle/Kämpfe zwischen den beiden "Liebenden" werden auch in vielen anderen Manga zur genüge dargestellt. Was diesen Manga aus der Masse heraushebt ist die Cleverness, Schlagfertigkeit und Standhaftigkeit von Hana gegenüber von Takane. Problematisch ist der Altersunterschied der beiden Protagonisten (16 J./26 J.), hier hat die Mangaka Takane eine ordentliche Prise Enthaltsamkeit gegönnt.
Trotz, oder gerade deswegen, nimmt der Manga einen sehr gut mit und lässt den Leser mitfiebern wie es weiter geht. Klare Empfehlung.zum Lesen.
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Eden's Zero

Avatar: Slaughtertrip#2
Hiro Mashima möchte ich gerne als »Schuster, der bei seinen Leisten bleibt« bezeichnen. Hält man einen Manga von ihm in Händen, weiß man, was einen erwartet – nämlich ein abenteuerlicher, komödiantischer und mit viel Fanservice angereicherter Fighting Shonen. Man könnte dies als eindimensional bezeichnen, aber auch als Ausspielen seiner Stärken.

Ähnlichkeiten zu seinen anderen Werken sind beabsichtigt und eines seiner Markenzeichen. Das beginnt bereits mit großen und kleinen Easter Eggs (das markante Gesicht von Ichiya sieht man mehr als nur einmal), geht weiter mit Cameos von z.B. den mit dem Kopf wackelnden Reittieren aus »Rave« (diese sind genauso bizarr, wie sie klingen) und endet mit Charakteren, die nicht zufällig an altbekannte Lieblinge erinnern. Die starke und selbstsichere Elsie Crimson könnte kaum mehr Ähnlichkeiten zu Erza Scarlet aufweisen (Crimson [Purpur] und Scarlet [scharlachrot]? Geschickt eingefädelt!), der Hauptcharakter trägt denselben Vornamen wie Shiki Ryuho aus »Monster Hunter: Orage«, und mit Happy gibt es sogar eine Cyborgversion des gleichnamigen Fairy-Tail-Katers. Dass hier eine ganze Horde der Rasse, welcher Plue angehört, auftaucht, hat mir besonders viel Freude bereitet. Das Geheimnis, welches sich hinter der Tür Nr. 3173 verbirgt, ist genauso spannend wie die wahre Identität der aus »Rave« stammenden Elie, deren Codename aus derselben Ziffernfolge besteht. Diese ganzen Ähnlichkeiten, Referenzen und Gastauftritte tragen dazu bei, dass man sich als Fan von Hiros Manga bei »Edens Zero« – obwohl es sich hierbei um ein völlig neues und eigenständiges Werk handelt – von Anfang an wie zu Hause fühlt.

Wie auch in seinen bekannteren Werken skizzierte Hiro auch hier eine Welt, in die man am liebsten selbst eintauchen möchte. Er entschied sich dieses Mal für ein Space-Setting, bei dessen Gestaltung er sich kreativ selbst übertraf. Die Geschichte beginnt auf dem Freizeitpark-Planeten Granbell, welcher von Robotern bevölkert ist. Das ist nur einer von vielen Planeten, die die Helden während ihrer Abenteuer bereisen. Und trotz des ungewöhnlichen Settings holt Hiro die Leser immer wieder in ihre Komfortzone zurück. Gleich auf dem ersten Planet, den Shiki besucht, wird Halt in einer Gilde gemacht. Wenn man seine Augen offen hält, kann man dort Natsu Dragneel und seine Freunde erblicken – ein leicht zu erspähendes Easter Egg. Im Gegensatz zur Gilde aus »Fairy Tail« ist diese Abenteurer-Gilde, zu der auch Rebecca Bluegarden, der weibliche Hauptcharakter, gehört, eine große Firma, deren Mitglieder sich kaum kennen. Während die Helden ein großes Ziel – die Suche nach der Göttin der Galaxie – und viele kleine Ziele – z.B. die Suche nach den Four Shining Stars – auf ihrer Reise verfolgen, erleben sie an Bord der Edens Zero sowohl im Weltraum als auch nach der Landung auf den schrägsten Planeten die phantasievollsten Abenteuer. Diese Planeten mit all ihren Eigenarten kennenzulernen, macht den großen Reiz dieser Schnitzeljagd durchs Universum aus.

Die Charaktere versprühen immer einen gewissen Charme und sind keine Stangenware. Einzig und alleine das Hauptcharakterpärchen könnte in den Geschichten von Hiro etwas abwechslungsreicher sein. Shiki und Rebecca sind »Edens Zeros« Pendants zu »Fairy Tails« Natsu und Lucy, »Raves« Haru und Elie oder auch »Monster Hunter: Orages« Shiki und Irie. Nichtsdestotrotz sind diese wieder sehr liebevoll ausgearbeitet. Shiki ist zwar der typische Shonen-Held, besitzt jedoch einen sehr ausgeprägten Hang, Freunde finden zu wollen. Er wuchs als einziger Mensch auf Granbell auf und bekam die Wichtigkeit von Freundschaft von seinem Adoptivvater eingetrichtert. Wenig überraschend sind die Protagonisten auch hier mit allerlei Fähigkeiten ausgestattet. Die von Shiki ist ziemlich außergewöhnlich, und es ist immer wieder interessant zu sehen, auf welche Weise er diese einsetzt. Er ist nämlich ein Anwender einer Kraft, welche sich Ether Gear nennt und im Prinzip nichts Weiteres ist als Magie. Mit seinem Ether Gear Satan Gravity kann er unter anderem das Gewicht von Lebewesen und Objekten verändern. Indem er die Gravitation manipuliert, kann er seinen Körper zudem in alle möglichen Richtungen fallen lassen, was eine ganz besondere Art zu fliegen ist. Mit Rebecca folgt Hiro dem Trend der Zeit und entwarf sie als eine Art außerirdische Bloggerin. Sie ist eine sogenannte B-Cuberin, nimmt Videos ihrer Abenteuer auf und veröffentlicht diese. Darin ist sie – zum Leid von Rebecca – nur nicht sehr erfolgreich, was – zum Freud des Lesers – zu vielen lustigen Szenen führt. Shiki benutzt sie als Mittel zum Zweck und erhofft sich durch das Filmen seiner Abenteuer ein paar Klicks mehr. Die restlichen Charaktere besitzen ebenfalls die verrücktesten Ether-Gear-Fähigkeiten, haben eine interessante Hintergrundgeschichte oder sind auf sympathische Weise bizarr - oder alles zusammen.

Ein Punkt, der mich schon etwas stört, ist der gefühlt immer mehr vorkommende Fanservice in den Manga von Hiro. War es ihm bei »Rave« schon fast peinlich, zu viel Haut der Protagonistinnen zu zeigen, damit die Mamas der jungen Leser nicht vorschnell über seine Geschichten urteilen (so schrieb er es jedenfalls in seinem Manga nieder), gehören enge, zerfetzte oder auch freizügige Kleidungsstücke, das komplette Fehlen von Klamotten und typische Badeszenen bereits zur Grundausstattung seiner Werke. Zugutehalten muss man ihm dennoch, dass er es trotzdem immer schafft, diese Szenen entweder gut in die Story einzubinden oder daraus ein paar nette Gags zu formen.

Die Bewertung eines Mangas von Hiro ist relativ einfach. Kennt man einen, kennt man alle (stilistisch). Mag man einen, mag man alle. Seine Fanbase wird sich über diesen Manga freuen, doch eine neue Zielgruppe wird er damit nicht ansprechen können. Er geht auf Nummer sicher, und das kann ich verstehen. Er möchte nämlich sicherlich nicht von jemandem gesagt bekommen: »Schuster, bleib bei deinen Leisten!«
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Monster Soul

Avatar: Slaughtertrip#3
Wenn ich Monster Hunter: Orage bei einem von mir kürzlich verfassten Review als „Zwischenmahlzeit“ bezeichnet hatte, was ist dann Monster Soul? Im Vergleich dazu hat dieser Manga nur halb so viele Bände. Eine Portion Soletti vielleicht?

Monster Soul spielt in einer vom Krieg zwischen Menschen und Monstern gezeichneten Welt. Die Geschichte selbst beginnt, nachdem bereits alle Schlachten geschlagen wurden und die Zivilisation wieder ein friedliches Dasein fristet. Jedoch ist dies nur oberflächlich, und es herrscht noch lange nicht eitel Sonnenschein zwischen den beiden Parteien. Spannungen sind immer wieder zu spüren; die Angst vieler Menschen vor manch garstig aussehenden Kreaturen deutlich erkennbar. Im Mittelpunkt stehen die Mitglieder der Black Airs, die im Krieg zwar eine aktive Rolle eingenommen hatten, jedoch keinen Unterschied zwischen Menschen und Monster machen. Seit dem Ende des Krieges leben sie zurückgezogen und nehmen eine eher passive Rolle ein. Ob sie es wollen oder nicht: Sie helfen dabei, die Kluft, die sich zwischen den beiden Gattungen aufgetan hat, zumindest etwas zu verkleinern.

Die Kapitel von Monster Soul lassen sich im Grunde genommen in zwei Kategorien einteilen. Die ersten drei Chapter beinhalten jeweils eine Kurzgeschichte, um die Charaktere und die kriegsgebeutelte Welt besser kennenzulernen. Die nächsten bzw. letzten vier Chapter setzen eine etwas längere Geschichte um. In dieser müssen die Shonen-Helden den typischen Antagonisten, der die Welt in Chaos stürzen möchte, bekämpfen. Die Geschichten selbst sind relativ simpel gehalten, warten jedoch mit der einen oder anderen netten Idee auf. Für gute und kurzweilige Unterhaltung ist also gesorgt.

Wie man es von den Werken Hiro Mashimas kennt, ist auch Monster Soul ein abenteuerlicher, komödiantischer Fighting Shonen. Die Charaktere zeichnen sich hier jedoch mehr durch ihre Artenvielfalt als durch ihre Fähigkeiten – welche natürlich dennoch nicht fehlen dürfen – aus. Man trifft auf offensichtliche Monster wie Vampire, Werwölfe und Mumien, aber auch auf Feen, seltsame Reittiere und „Zwiebelmonster“. Alle Haupt- und viele Nebencharaktere haben ihre kleinen und feinen Hintergrundgeschichten. Viel darf man zwar nicht erwarten, für einen so kurzen Manga ist dies jedoch absolut ausreichend.

Zur Bekämpfung des Bösen und zur Herstellung beidseitiger Akzeptanz und Toleranz nimmt mit Aki ein typischer Heißsporn die Rolle des Hauptcharakters ein. Dem Leser werden zwar von Beginn an seine Fähigkeiten erläutert, doch seine wahre Kraft wird bis zum Finale verschwiegen. Mit seinen Freunden Touran, James und Mamii gibt es drei weitere sympathische Charaktere, die allesamt mit einer tragischen Vergangenheit, welche sie übrigens schon längst verarbeitet haben, aufwarten können. Und auch hier taucht mit Joba ein für die Manga von Hiro typischer „süßer Knuffel“ auf. Seine Relevanz in der Geschichte geht jedoch nicht über sein Dasein als ebenjener „süße Knuffel“ hinaus.

Ich denke, das „Problem“ dieses Mangas ist tatsächlich, dass die Geschichte zu gut ist, um die Fans mit nur sieben Kapiteln abzuspeisen. Ich sehe hier viel ungenutztes Potential. Alleine mit dem vergangenen Krieg zwischen den Menschen und den Monstern hätten mehrere Bände gefüllt werden können. Das meiner Meinung nach interessanteste Thema ist jedoch der unbegründete Hass, den die Menschen auf die Monster hegen, et vice versa. Im Prinzip hätte man hieraus auch einen sozialkritischen Antidiskriminierungs-Manga machen können, dessen Moral von der Geschichte von Hiro durch seine sympathische Erzählweise und Shonen Jumps „Friendship, Effort, Victory!“-Motto den jungen Lesern nähergebracht hätte werden können. Das wäre aber wohl etwas zu viel verlangt für diese Art Manga. Dann muss ich mich halt mit einer Portion Soletti zufrieden geben.
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Monster Hunter: Orage

Avatar: Slaughtertrip#4
Monster Hunter Orage ist ein Werk, an dem Hiro Mashima zeitgleich mit Fairy Tail gearbeitet hat und lose auf der namensgebenden RPG-Reihe basiert. Der Manga wurde mit dem Start des damaligen „Shonen Rival“-Magazins veröffentlicht.

Capcom, der Verleger von Monster Hunter, konnte sich glücklich schätzen, mit Hiro einen Mangaka an der Seite gehabt zu haben, der die digitale Welt des Spiels auf Papier übertragen und mit seinem charakteristischen Stil vermengt hatte. Er schaffte es, der fantasievollen Vorlage Leben einzuhauchen und dadurch die Werbetrommel für die Spielereihe kräftig zu rühren.

Und hier ist auch schon das Stichwort gefallen: Werbung. Man ist es bereits gewohnt, dass ein Anime oft nur produziert wird, um für den darauf basierenden Manga zu werben. Hier wurde ein ähnlicher Schritt vollzogen. Der Manga sollte vermutlich nur Werbung für das Videospiel sein. Dabei möchte ich diesem jedoch keine Qualität absprechen, die er durchaus besitzt. Im Gegensatz zu Hiros Großtaten, an denen er mehrere Jahre lang zeichnete, erscheint mir Monster Hunter wie eine abgespeckte Form davon. Ein kurzes Abenteuer, welchem man sich „zwischendurch“ widmet. Sind Rave und Fairy Tail Weltreisen, ist Monster Hunter ein Kurzurlaub übers Wochenende. Neigt sich der Urlaub jedoch seinem Ende entgegen, denkt man sich oft: „Schade, dass der Urlaub schon vorbei ist“ oder „Könnte der Urlaub nicht noch ein wenig länger sein?“ Dieselben Gedanken schwirren einem durch den Kopf, sobald man die letzte Seite des mit nur vier Bänden abgeschlossenen Mangas umblättert. Man möchte mehr sehen – mehr von den Charakteren, mehr Monster, mehr von der Welt an sich. Es beschleicht einen das Gefühl, es handle sich hierbei nur um einen Prolog. In gewisser Weise hat die Werbung also ihr Ziel erreicht.

Aber um was geht es hier überhaupt? Captain Obvious würde sagen: „In ‚Monster Hunter‘ werden Monster gejagt.“ Aus dieser Prämisse, die banaler nicht sein könnte, und einer relativ kurzen Geschichte hat Hiro möglichst viel Potential herausgeholt, um sein Publikum mit einem spannenden und abwechslungsreichen Manga zu beglücken. Dreh- und Angelpunkt sind hierbei der Haupthandlungsstrang um Shiki Ryuho, dem Helden der Geschichte, und der Nebenhandlungsstrang um Kuron Belusas, Shikis Rivalen. Das Abenteuer von Kuron entpuppt sich dabei als nicht minder interessant als das von Shiki. Beide Handlungsstränge besitzen zwar gewisse Berührungspunkte, die sich vor allem in der Nähe zu Irie Jeskar, Shikis Gefährtin bzw. Kurons großer Liebe, bemerkbar machen, die Storyline von Kuron findet jedoch ihren Abschluss, ohne wesentliche Auswirkungen auf die von Shiki zu haben.

Da ich soeben mit Shiki, Kuron und Irie ein bisschen Namedropping gemacht habe, möchte ich noch kurz ein wenig näher auf die Charaktere eingehen. Man erkennt sofort die Handschrift von Hiro, wobei ich hier nicht von billigen Kopien der Charaktere aus seinen anderen Werken sprechen möchte. Viele, wenn auch nicht alle, Charaktere können mit einer eigenständigen Persönlichkeit und einer interessanten Hintergrundgeschichte aufwarten. Besonders hervorzuheben wäre hier der undurchsichtige Bösewicht Shadow, der Forscher und Schriftsteller Kirck oder der rätselhafte Gordon. Allzu viel Tiefe darf man von den Nebencharakteren nur nicht erwarten, da der Manga schon alleine aufgrund seiner Kürze in dieser Hinsicht nicht viel mehr hergeben kann. Die Anzahl der Charaktere wurde auf ein Minimum beschränkt, damit sich auch bei diesem kurzen Manga die Persönlichkeiten von Shiki und Co herauskristallisieren können. Enttäuschend sind eher die Monster, welche fast nur aus Drachen bestehen. Hiro möchte ich jedoch keine Schuld in die Schuhe schieben, da er sich an die Vorlage halten musste und deshalb in seinem kreativen Handlungsspielraum etwas eingeschränkt war.

Nachdem ich nun lange genug ein Loblied auf den Manga gesungen habe, muss ich die Musik leider kurz unterbrechen und auf ein paar schiefe Noten zu sprechen kommen. So spannend diese kurze Geschichte anfangs auch inszeniert ist, so linear und überraschungsarm präsentiert sie sich am Ende. Die Höhepunkte sind zwar quer durch die ganze Geschichte gestreut, jedoch lassen diese vor allem in den letzten Chaptern vermissen.
Die Manga von Hiro sind meistens Fighting Shonen der harmlosen Art – wenige Charaktere sterben, und die Mehrzahl der Feinde wird zu Freunden, da man immer die Chance bekommt, seine Seele von seinen Sünden reinzuwaschen. Hiros Werke haben immer viel Herz und Witz und sind mit einem Band der Freundschaft, welches sich nicht zerreißen lässt, umschlungen. Umso verwunderter war ich, dass auf die meisten Monster ohne eine triftige Begründung Jagd gemacht wird. Diese werden um des Tötens willen getötet. Das trübt doch ein wenig das Bild, welches ich ansonsten von Hiros Werken bekommen hatte.

Wer Fairy Tail oder Rave mochte, wird auch Monster Hunter mögen. Im Vergleich zu diesen umfassenden Werken ist Monster Hunter eher eine Zwischenmahlzeit. Genauso schmackhaft, nur vielleicht nicht ganz so sättigend. Mit Edens Zero arbeitet Hiro aber bereits an seiner nächsten Hauptspeise, an der sich die Fans den Bauch vollschlagen können.
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Shounen Oujo

Avatar: Noel#5

„Mimic Royal Princess“ Band 1-5 von Utako Yukihiro und Zenko Musashino

⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein matriarchalisches Königreich, Intrigen, Verrat und ausgerechnet ein Junge, der Doppelgänger für die zukünftige Königin werden soll

***Nicht beendete/von der Mangaka abgesetzte Reihe***
Grundidee & Setting:

Die Handlung spielt im fiktiven Königinnenreich Morrigan, das als einziges dem Matriarchat unterliegt. Hier haben Frauen das Sagen und die Männer müssen gehorchen. Natürlich regt sich dementsprechend auch Widerstand und bald kommt es zu Intrigen, Verrat und Mord, die politische Umbrüche in Gang setzen.
Die junge Prinzessin Alexia soll ausgerechnet in diesen unruhigen Zeiten den Thron besteigen, da ihre Mutter schwerkrank ist. Kurzerhand stellt sie einen Jungen als ihren Doppelgänger ein, der ihr bis aufs Haar gleicht, um die Zukunft ihres Hauses zu sichern. Dabei stellt auch sie sich die Frage, ob es vielleicht noch andere Mitglieder der königlichen Familie gibt, von denen nur niemand weiß. Alexia unterweist den Jungen, Albert, zusammen mit ihrem Hauslehrer Guy in der Etikette des Hofes, bringt ihm bei, sich wie sie zu verhalten und zu verkleiden, sich dasselbe Wissen anzueignen.

Gerade als Albert endlich diese Herausforderung zu meistern scheint, findet ein Attentat auf Alexia statt. Nun muss Albert sich entscheiden: Soll er fliehen und ein ganzes Reich dem Untergang weihen? Oder bleibt er und regiert in der Rolle von Prinzessin Alexia weiter?

Patriarchalische Gesellschaften kennt man zu Genüge, leben wir doch immer noch in einer von Männern dominierten Welt, auch wenn wir schon fast bei der Gleichberechtigung angekommen sind. Das Ganze andersherum zu sehen, hat mich als Leser noch einmal überrascht. Scheinbar hat man sich schon zu sehr an das sonst vorherrschende Patiarchat (v.a. in historischen bzw. daran angelehnten Werken) gewöhnt.
Was mir bei Mimic Royal Princess besonders gefällt, ist die Darstellung der Konflikte, die schon von Anfang an zu spüren sind. Auch optisch wir hier die am 18. Jahrhundert gelungen und authentisch in Szene gesetzt, auch wenn die Mangaka eigene Aspekte mit einbindet.


Zeichnungen & Storytelling:

Die Zeichnungen sind detailliert und schön anzusehen, während die Hintergründe teils vereinfacht wirken und mit den Schattierungen etwas gespart wurden. Der Fokus liegt dafür mehr auf den Charakteren, ihrem Äußeren, ihrer Mimik usw.
Die Kampfszenen sind gut in Szene gesetzt, wenn auch nicht so rasant wie in anderen Manga, die ich schon gelesen habe, dafür ist der Manga vom Genre her auch ein Drama und es geht mehr um die Charakterentwicklung und das Fortschreiten der Geschichte an sich.


Handlungsaufbau:

Als Albert sich entscheidet, in der Rolle von Alexia weiterleben, um die Zukunft des Landes zu retten, bringt er ein großes Opfer. Und er ahnt nicht, dass der Verrat noch weitere Opfer fordern wird und er bald zusammen mit Guy fliehen muss. Aus dem Exil versuchen die beiden, Verbündete zu gewinnen, damit sie nach Morrigan zurückkehren können, das jetzt von den Männern kontrolliert wird.
Während die ersten beiden Bände noch ausschließlich in Morrigan spielen, befindet sich Albert im dritten auf der Flucht vor den Attentätern des Verräters. Besonders schade ist es, dass Albert und Guy im fünften Band endlich nach Morrigan zurückkehren, die Reihe aber dort endet bzw. abgebrochen wurde. So hat man das Gefühl, gut ein Drittel der Handlung fehlt einfach.


Charaktere:

Albert und Alexia könnten nicht gegensätzlicher sein, obwohl sie als Zwillinge einander bis aufs Haar gleichen.

Während Albert sich anfangs noch sträubt und sich weigert, für Alexia die Doppelgängerin zu spielen, merkt man doch schnell, wie sehr er Morrigan als seine Heimat dennoch liebt. Zum Teil liegt das daran, das er in Armut aufgewachsen ist und alle dadurch gleich waren – egal ob Mann oder Frau. Zudem will er etwas gegen die Ungerechtigkeiten unternehmen. Das zeigt sich vor allem später, wenn er als Alexia große Opfer bringen muss und als jemand lebt, der er überhaupt nicht ist.
Alexia lernen wir nur kurz kennen, doch sie liebt ihr Land und will alles tun, um eine gute Königin zu werden. Dabei hat sie als einzige Tochter auch eine schwere Last zu tragen: Sie muss unbedingt Kinder zur Welt bringen, um die Zukunft des Hauses zu gewährleisten.

Daneben gibt es noch die Verbündeten von Albert wie Guy, die ihm treu zur Seite stehen oder sein Kindheitsfreund Theodor. Hier hätte ich mir allerdings noch mehr Entwicklungen erhofft.

Die Antagonisten sind dafür gelungen und vielschichtig. Bis man als Leser durchschaut, wer hier die Fäden zieht und wieso, vergeht etwas Zeit. Hier hat die Mangaka gekonnt die Spannung aufrechterhalten.


Fazit:

Die Idee des Matriarchats ist simpel, aber dennoch effektiv, während die Handlung durch spannende Entwicklungen und interessante Charaktere vorangetrieben wird.

Insgesamt vergebe ich für Mimic Royal Princess 3,6 (4) Sterne, obwohl die Handlung leider an der spannendsten Stelle abbricht, bevor es auch nur zum Finale kommt.

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Ibitsu

Avatar: zenjuna#6
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Humor
  • Erotik
Zum zehnjährigen Jubiläum von Ibitsu :)
Ist Ibitsu das gepflegte Psychodrama mit Ecchi-Einlagen verbunden mit einer tragischen Handlung?
Kazuto Okada führt uns in eine Welt, in der die zwischenmenschlichen Beziehungen keiner Norm folgen. Die Charaktere leben in dysfunktionalen Familien und ihr Verhalten ist stark grenz wertig.
Basierend auf dieser Grundlage gelingt es dem Mangaka einen fesselnden und zugleich verstörenden Manga zu entwickeln. Die Handlung schreitet mit jedem Kapitel voran ohne sich in "Nebenkriegsschauplätzen" zu verhaspeln. Sind zu Beginn noch eine humoristische Momente vorhanden wandelt sich dies zum Ende hin zu sehr tragischen.

Handlung:
Die siebzehnjährige Oberschülerin Moritaka Madoka trifft während des morgendlichen Zugverkehres auf den 22-jährigen Kageguchi Keigo. Bei seinem Versuch Madoka anzugrapschen sticht sie ihm eine Sicherheitsnadel in die Hand und bringt im beim nächsten Stop zur Polizei. Bei dem Verhör wird sein Rucksack ausgeschüttet und hierbei kommen allerlei Sexspielzeuge zum Vorschein, woraufhin Madoka ihre Anzeige widerruft.
Durch ein komprimierendes Bild bringt sie Keigo dazu, dass sie bei ihm einziehen kann. Hierbei lernt sie sein Hobby lebensgroße menschliche Puppen zu bauen kennen.
In der Folgezeit entwickelt sich ein ambivalentes Verhältnis zwischen beiden, das durch äußere Einflüsse stark geprägt wird.

Charaktere:
Wir haben hier einen Cast aus der willensstarken Hauptprotagonistin und dem schwächlichen Hauptprotagonisten, sowie diversen Nebencharaktere mit unterschiedlichsten Ausprägungen. Der Mangaka verzichtet weitgehend auf Stereotype.
Zum Verstehen der Handlungsweisen der Nebencharakter sind diese ausreichend ausgearbeitet und mit genügend Tiefe versehen.

Illustration:
Die Illustration des Mangas bewegt sich im durchschnittlichen Bereich, ohne größere Höhen und Tiefen.

Fazit:
Ibitsu ist ein Manga der zu Unrecht ein Schattendasein führt (siehe die Mitgliederstatistik).

Ist die Erwartungshaltung der Eltern so bestimmend? Ist die Konformität im Schulalltag dermaßen restriktiv? Können Menschen dermaßen schnell gebrochen werden? Diese Fragen stellen nur einen Teil der aufgeworfenen Fragen des Mangas dar.

Wer die Antworten finden möchte, sollte den Manga lesen. Die 63 Kapitel halten einen gefangen und zum Schluss wünscht man sich ein gewisses Ende, das teilweise erfüllt wird. Auch wenn man nicht auf Psychodrama steht und Ecchi nichts abgewinnen kann, sollte man diesem Manga eine Chance geben.
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Oya ga Urusai no de Kouhai to Gisou Kekkon Shite Mita.

Avatar: Ixs
Editor
#7
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  • Charaktere
  • Yuri
Machi Morimotos Eltern hören nicht auf, sie zum Heiraten zu drängen, obwohl sie kein Interesse daran hat, jemanden zu heiraten und sicherlich keinen der überaus erfolgreichen jungen Männer, von denen ihre Eltern ihr immer wieder Profil schicken. Scheinbar aus einer Laune heraus schlägt Morimotos alte Freundin Hana Agaya vor, die gleichgeschlechtliche Eheverordnung von Shibuya City zu nutzen und Morimotos Eltern auf diese Weise zum Schweigen zu bringen.

Um diese Heiratsurkunde zu beantragen, müssen beide Ehepartner tatsächlich in Shibuya leben und Hanas Wohnung wird derzeit renoviert, sodass sie ohnehin eine neue Unterkunft braucht. Plötzlich scheint es, als würde Hana viel mehr aus dieser vorgetäuschten Ehe herausholen als Morimoto.

I Married My Best Friend to Shut My Parents Up“ ist weitaus leichter und lockerer als Naoko Kodamas vorheriges Werk „Netsuzou Trap: - NTR -“, sowohl in Bezug auf die Stimmung, als auch inhaltlich. Kodama scherzt darüber das „NTR“ ein „Dark Kodama“-Werk und dass dieser Manga ein „Light Kodama“-Werk ist. Überraschenderweise scheint sogar nur ein vollständiger Band von „I Married My Best Friend to Shut My Parents Up“, die Idee an ihre Grenzen zu bringen. Die Geschichte ist in ihrer Struktur sehr minimal und dieser Band mit Standardlänge enthält sogar einen völlig unabhängigen One-Shot, um seine Länge zu füllen. Nebenbei bemerkt, die Charaktere in dem One-Shot sahen den Charakteren in der Hauptgeschichte so ähnlich, dass es mich anfangs durch die plötzliche Änderung des Setting wirklich verwirrt hat. Kodamas Stärken scheinen nicht darin zu bestehen, eine Vielzahl von visuell unterschiedlichen Charakteren zu zeichnen.
Die Struktur dieser Geschichte ist unglaublich simpel: Morimotos Problem mit ihren Eltern ist geklärt, sie fühlt sich unwohl als Hana zuerst einzieht, erwärmt sie sich aber für die Idee, Hana beginnt damit sich auf Morimoto einzulassen und macht erste Annäherungsversuche. Es ist absolut keine Überraschung, dass Hana dies tut und das sie die ganze Zeit, die sie sich kennen, echte romantische Gefühle für Morimoto gehegt hat. Morimoto weist die Annäherungsversuche zunächst zurück, scheint dann aber „nachzugeben“ und beginnt ein Leben mit Hana, das mehr als Mitbewohnerinnen ist, aber nicht ganz so wie ein verheiratetes Paar.
Nachdem dies Thema geklärt ist, endet der Manga „I Married My Best Friend to Shut My Parents Up“ mit einem Kapitel, in dem Hana plötzlich Bedenken hat, kurz wegläuft, Morimoto sie zurückholt und der Status Quo wiederhergestellt ist, Ende der Geschichte.
Ich fand gerade die unglaublich uninspirierte Ausführung des Tropes der „vorgetäuschten Ehe“ hier ziemlich enttäuschend, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Morimoto von ihren Eltern einen echten (aber letztendlich kurzen) Schlag erleidet, weil sie eine andere Frau geheiratet hat und nicht einen ihrer handverlesenen männlichen Freier. Ich hatte das Gefühl, dass Kodama viel mehr Charaktertiefe zum Ausloten hat, selbst für eine Arbeit mit einem einzigen Band wie diesem.

Ich habe kein Interesse daran, „NTR“ weiterzulesen, daher wird es wahrscheinlich lange dauern, bis ich einem anderen Werk von Kodama einen weiteren Chance gebe und sehe, ob sie herausgefunden hat, wie sie ihre Charaktere deutlich unterschiedlicher zeichnen kann und die Brüste, die Kodama zeichnet, gehören ehrlich gesagt zu den schlimmsten „realistischen“ Brüste, die ich je in einem Manga gesehen habe. So sehr, dass ich mir zunächst sicher war, dass Kodama ein Mann ist. Insgesamt ist „I Married My Best Friend to Shut My Parents Up“ aber nur ein kurzer One-Shot. Die Geschichte ist zwar nichts Besonderes, aber auf jeden Fall mal eine unterhaltsame Abwechslung für zwischendurch.
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Tsukiatte Agete mo Ii ka na

Avatar: Ixs
Editor
#8
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Yuri
Miwa geht bereits aufs College, obwohl sie noch nie eine Beziehung hatte, weiß sie bereits, dass sie Frauen mag. Saeko, ihre neue Klassenkameradin und Bandclubmitglied, hatte bereits einige Beziehungen, aber keine von ihnen war wirklich zufriedenstellend, zumal die meisten mit Männern waren. Auch Saeko weiß, dass sie nur Frauen mag. Die Persönlichkeiten der Beiden sind nicht von der Art, dass man glauben würde, dass sie für eine Beziehung taugen.

Aber vielleicht klappt es, wenn die Beiden ehrlich zueinander sind?

Die Schöpferin Tamifuru erwähnt am Ende des ersten Bandes, dass sie sich gefragt hat, warum so viele Romanzen genau an den Punkt enden, wenn das Paar zusammenkommt. Sicher, es ist der dramatischste Teil, aber dann bekommt man auch keine Geschichten über die ersten Jahrestage oder über das eigennützige Verhalten, das erst stattfinden, wenn die Charaktere tatsächlich miteinander ausgehen. „Lust auf ein Date?“ schließt sich einer wachsenden Zahl romantischer Mangas an, die auf deutsch verfügbar sind, wobei der Schwerpunkt der Geschichte auf der Beziehung liegt und dessen was die Beziehung für Miwa und Saeko bedeutet, nachdem sie angefangen haben miteinander auszugehen.
Es gibt ein paar kleine Details in „Lust auf ein Date?“ die mir auffielen, weil sie in Yuri-Manga ungewöhnlich sind. Wie beispielsweise die Tatsache, dass sowohl Miwa als auch Saeko bereits wissen, dass sie Frauen mögen. Das überraschte mich, da ich es gewohnt bin den Trope zu lesen bei den eine „erfahrenere“ Lesbe eine Beziehung mit jemand eingeht, der gerade erst vor seinem Coming-Out steht.
Ein Teil meines eigenen Lebens hat (unbeabsichtigt) mit meinen homosexuellen Freunden zu tun, aber gefühlt sehe ich das Homosexuelle-Milieu nie in Manga. Ich frage mich, ob es an Zeitmangel in der Geschichte liegt oder ob es etwas über die Unterschiede in der Homosexuellen-Kultur in Japan gegenüber Deutschland aussagt. Es ist bemerkenswert, wenn in einer Serie wie „Bloom Into You“ zusätzlich zu dem Cast im Oberschulalter ein erwachsenes, lesbisches Paar zu sehen ist. Da die beiden Gruppen jedoch kaum miteinander interagieren, ist dies eher ein Bonus für den Leser als ein Teil des Lebens der Charaktere.
In ähnlicher Weise ist in der neuen Serie „Love Me For Who I Am“ ein großer Teil des Cast homosexuell, aber die Geschichte konzentriert sich hauptsächlich auf ihre Interaktionen innerhalb der Kerngruppe der Charaktere, nicht auf die Nebencharaktere. Saeko und Miwa sind die einzigen homosexuellen Charaktere, die wir in „Lust auf ein Date?“ kennenlernen und der Manga fokussiert sich sehr stark auf seine Protagonistinnen. Mit Freunden über Beziehungsprobleme zu sprechen, ist etwas, das man in heterosexuellen Romanzen immer wieder sieht. Aber da sich Yuri-Serien oft nur auf das Paar konzentrieren, wie in „Kiss & White Lily for My Dearest Girl“, fiel mir das Umfeld der Charaktere in „Lust auf ein Date?“ sofort auf.
Bei so viel Zeit wie sich der Manga mit Saeko und Miwa beschäftigt, ist es schwierig, die Beiden nicht zu mögen und mit ihnen zu sympathisieren, selbst wenn sie einige typische, frühe Beziehungshürden überwinden. Miwa will die Dinge „richtig“ machen, Saeko hält das nicht für notwendig, will aber auch darauf achten, dass sie Miwa nicht dazu drängt, etwas zu tun, was sie nicht will usw. Diese Serie ist auch ein wenig expliziter als die Yuri-Titel die üblicherweise lizenziert werden. Der Manga macht deutlich, dass die beiden Sex haben (sogar mit einer sehr kurzen Erklärung, wie sie Sex haben, da andere Charaktere immer wieder danach fragen), aber es wird nicht wirklich viel gezeigt.

Insgesamt habe ich mich viel schwerer als erwartet in diese Charaktere und ihre aufstrebende Beziehung hineinversetzen können, aber ich bin dennoch gespannt zu sehen, wohin ihre Beziehung führt. Band 1 bietet einen soliden Einstieg und ist auf jeden Fall einen Blick wert.
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di[e]ce

Avatar: Noel#9

„Di[e]ce“ Band 1-6 von Otoh Saki (Mangaka/Autor) & Kana Yamamoto (Autor)

Ein anfangs nicht unblutiger Action-Manga, dessen Story mehr in die Tiefe geht, als man anfangs erwartet und nicht nur Drama, sondern auch eine Anti-Kriegs Botschaft mitbringt

Grundidee & Setting:

Der 16. Geburtstag von Haruki und Kazuki beginnt wie ein normaler Schultag, bis eine seltsame Lautsprecherdurchsage ertönt, die verkündet, dass alle Lehrer und Schüler das Schulgebäude unverzüglich verlassen sollen, zusammen mit einem Countdown. Nur ist dieses abgeriegelt und als nach der Durchsage ein Kirchenlied durch die Lautsprecher dröhnt, drehen die Schüler plötzlich durch.

Haruki und Kazuki versuchen, zusammen mit ihrem Sandkastenfreund Yuki aus dem Gebäude zu entkommen, wobei sie nicht umhin kommen, gegen die wahnsinnigen Schüler zu kämpfen. Dann erhalten sie unverhofft Hilfe, sollen aber gleichzeitig glauben, dass sie sich in einem Spiel auf Leben und Tod, Die[e]ce genannt, befinden. Demnach sind irgendwo im Gebäude Hinweise versteckt, wie sie fliehen können, währenddessen läuft der Countdown zur Zerstörung der Schule.
Das ist noch das erste Di[e]ce, dass sie durchstehen müssen und als Kazuki von seinem besten Freund Haruki getrennt wird, will er diesen unbedingt wiederfinden. Dabei sind sie die beiden entgegengesetzte Spielfiguren in Die[e]ce, wortwörtlich, die denen von Schachfiguren nachempfunden sind.

So sind Haruki und Kazuki beide Kings, die mächtigsten Figuren, die einander töten müssen, um das Spiel zu beenden. Daneben werden sie noch von Läufer, Springer, Turm und Bauer unterstützt, die ganz eigene Funktionen einnehmen.

Neben Action, Drama, etwas Splatter und tatsächlich einigen Boys-Love Andeutungen (die aber solche bleiben), schwingt vor allem zu Ende der Geschichte noch ein Anti-Kriegs Botschaft mit, die das Handeln von Kazuki noch zusätzlich unterstreicht.

Zeichnungen & Storytelling:

Die Zeichnungen sind sehr detailliert und ebenso schön anzusehen. Vor allem bei den Charakteren merkt man, wie viel Mühe hier allein auf das Charakterdesign gelegt wurde. So kann man die entgegengesetzten Spieler noch mühelos auseinanderhalten, obwohl sie eigentlich exakt gleich aussehen (und dann wieder doch nicht). Die Kämpfe sind ebenso meisterhaft umgesetzt, auch an Hintergründen oder Effekten gibt es nichts auszusetzen.

Handlungsaufbau:

Ist der erste Band noch wie ein reiner Action-Manga aufgebaut, trotz der Rätsel rund um Di[e]ce, verändern sich Kazuki und Haruki, je länger sie voneinander getrennt sind. Sie finden neue Verbündete, oder vielmehr Spielfiguren, die sich auf ihre Seite stellen. Dennoch verzweifelt vor allem Kazuki immer mehr am Spiel. Obwohl er anfangs sogar noch Gefallen am Spiel hat, es als Spaß empfindet und erst später realisiert, dass es tatsächliche echte Menschen waren, die sie getötet haben.
Während so anfangs noch kleinere Di[e]ce von beiden bestanden werden müssen, gibt es noch andere Instanzen im Spiel, die den Kings zu einem bestimmten Moment Informationen über alles anbieten. Beide Kings nehmen diese Informationen an und erfahren, dass es schon tausende Di[e]ce zuvor gab und der Umfang statt großer Kriege nur auf eine festgelegte Teilnehmerzahl, einen festen Ort usw. beschränkt wurde. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit, denn noch kann Kazuki allein dadurch nicht das Spiel beenden. Erst muss er noch erfahren, aus welchem Grund er und Haruki die Kings sind, denn sie wurden keinesfalls willkürlich ausgewählt, sondern mehr als nur eingeplant. Aber es gibt noch weitere „Eingreifer“, die das Spiel beeinflussen, entweder um es ebenfalls zu beenden, um auf eine Seite zu wetten oder aus anderen Motiven.

Das Finale allerdings bzw. die Auflösung fand ich am Ende dann doch etwas zu einfach und schlecht durchdacht. Es wirkte, als hätte man die Reihe schnell zu Ende bringen wollen.

Charaktere:

Kazuki, der anfangs nicht nur hitzköpfig ist, sondern sich nur zu gerne in einen Kamp stürzt, verändert sich wohl am meisten. Er bereut nicht nur seinen eigenen Taten in Di[e]ce, sondern will das Töten und Morden für alle beenden. Dabei wird deutlich, dass er schon von Anfang an ein sehr direkter Mensch war, der sich nur in die Illusion geflüchtet hat, alles sei nur ein Spiel und es gäbe für alles ein „Reset“.

Haruki entgegen scheint sich eher zum Negativen zu entwicklen und sogar Gefallen an Di[e]ce zu finden. Ebenso will er erst Kazuki auf seine Seite ziehen, um das gesamte Land zu vernichten, später gibt er vor, ihn töten zu wollen. Dass er tatsächlich andere Beweggründe hat, die seinen eigenen Willen beeinflussen, zeigt sich erst später. Dennoch ist er deutlich abgebrühter als Kazuki und nimmt seine Rolle als King schneller an.

Daneben sind vor allem Sion (Kazukis „Läufer“) und Yuki (ein „Bauer“) von Bedeutung. Vor allem Sion steht Kazuki aufopfernd zur Seite und das nicht nur, weil er von kleinauf dazu ausgebildet wurde. Er sieht mehr als nur „seinen König“ in ihm.
Yuki hingegen ist ebenso treu, denkt allerdings lange Zeit, er wäre nur durch Zufall in alles hereingeraten. Dabei hat auch er besondere Fähigkeiten, die er nach seinem „Erwachen“ ebenso für Kazuki einsetzen will.

Die weiteren Charaktere bekommen zwar teils noch eine Hintergrundgeschichte, bleiben aber eher blass und fungieren meist nur noch als Beschützer oder Kämpfer.


Fazit:

Das anfängliche Setting hat sich von blutiger Action ähnlich einem Escape-Game auf Leben und Tod zu einer Story mit mehr Tiefgang und Drama entwickelt. Dabei kam auch die Frage auf, wann es gerechtfertigt ist, Krieg zu führen und mit welchen Mitteln, wobei vor allem der Protagonist Kazuki im Mittelpunkt steht.
Genau diese Entwicklung hin zu verschiedenen Konflikten, die die Charaktere durchstehen müssen, haben mich überzeugt. Ebenso, dass man viele von ihnen ins Herz schließt, obwohl niemand von ihnen nur gut oder böse ist.

Insgesamt vergebe ich für Die[e]ce trotz kleiner Schwächen 3,7 (4) Sterne.

Post was last edited on 08.05.2020 um 15:07.
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Defense Devil

Avatar: Noel#10

„Defense Devil“ Band 1-10 von Yang Kyung-Il (Art) & Youn In-Wan (Story)

Eine Reise zwischen Dämonen- und Menschenwelt, mit guten und bösen Dämonen, Priestern, einer Prise Strafverteidigung, Humor und Fanservice – ein bunter Mix, der in der Mitte etwas schwächelt und mehr Potential gehabt hätte

Grundidee & Setting:

Der Dämonenprinz Kucabara wurde aufgrund seiner Gutmütigkeit und wegen seinem Interesse an den Menschen aus der Dämonenwelt verbannt und seiner Kräfte beraubt. Gefangen in „Event Horizon“, der Grenzwelt zwischen Menschen- und Dämonenwelt, helfen er und sein Untergebener Bichura dort gestrandeten Seelen, deren Schuld beziehungsweise Unschuld nicht sicher ist. Als ihr „Anwalt“ (Defense Devil) schließt er Verträge mit ihnen ab, wenn er von ihrer Unschuld überzeugt ist, damit sie in die Menschenwelt zurückkehren können, falls er ihren „Fall“ gewinnt. Dabei fällt ihm auf, dass immer öfter Todesgötter Einfluss auf die Entwicklungen der Menschenwelt nehmen, was nach dem Gesetz der Dämonenwelt eigentlich strengstens untersagt ist. Während er einer Seele nach der anderen hilft, ihre Unschuld zu beweisen, erkennt er langsam, wie weit diese Verschwörung reicht und das der Dämon, der schuld an seiner Verbannung war, die Fäden hinter dem Ganzen zieht.

Die Story ist ein Mix aus Fantasy, Action, Witz und Fanservice (sprich sexy in Szene gesetzte knapp bekleidete Charaktere). Letzteres ignoriere ich beim Mangaka längst, da es sich in jedem seiner Werke wiederholt. Immerhin hat das keinen Einfluss auf die Handlung an sich und begeistert den ein oder anderen männlichen Leser vielleicht – schade dass „Shonen“ immer noch auf diese ausgerichtet ist, obwohl es von allen Geschlechtern gelesen wird.

Zeichnungen & Storytelling:

Die Zeichnungen befinden sich auf dem gewohnt hohen, extrem detaillierten Niveau, hier weiß der Mangaka nicht nur die Umgebung, sondern auch die Charaktere (vor allem in Kämpfen) meisterhaft in Szene zu setzen. Auch an den Schattierungen und Effekten gibt es nichts zu bemängeln.

Handlungsaufbau:

Anfangs ist die Handlung nach Kucabaras Fällen aufgeteilt und wir begleiten ihn als Anwalt der Dämonenwelt. Das zieht sich aber nur bis zur Hälfte des zweiten Bandes, dann begreift Kucabara langsam die Reichweite es Ganzen, er erfährt mehr über die Beweggründe der Todesgötter, trifft religiöse Priester, die Dämonen jagen und töten. Dabei trifft er auch auf Idamaria, eine „Jüngerin“ Gottes mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, hinter denen noch mehr zu stecken scheint. Von da an wird es für ihn schwieriger zwischen Feind und Freund zu unterscheiden und auch seine neuen Verbündeten stehen ihm misstrauisch gegenüber.

Als er sich mit Bichura und Idamaria zu einer Rettungsmission in die Dämonenwelt aufmachen soll, entwickelt sich alles doch anders als gedacht und es wird zu der von Kucabara lang ersehnten Rückkehr, bei der er Rache an seinem jüngeren Bruder Legato nehmen will, der für seine Verbannung verantwortlich ist.
Die folgenden Kapitel, die in der Dämonenwelt handeln, empfand ich leider großteils als Filler. Die drei durchqueren die verschiedenen Höllen der Dämonenwelt, in denen die Sünder bestraft werden, bestehen Aufgaben, besiegen Gegner nach Gegner und finden neue Verbündete – was sich schon fast wie eine Quest in einem RPG gelesen hat.
Erst ab dem achten Band findet sich der rote Faden wirklich wieder, die Handlungsstränge laufen ineinander und langsam werden die Motive der verschiedenen Charaktere deutlich. Bis es dann zu einem überraschendem, besser durchdachten und sehr actionreichen Finale mit allerhand Wendungen kommt. Hier wurde das Spannungstief zum Glück überwunden.

Charaktere:

Kucabara wirkt zuerst wie der typische naive, etwas dumme aber gutmütige Shonen-Protagonist mit verborgenen Kräften. Allerdings lässt er immer wieder durchblicken, dass er tatsächlich schlau ist und es wirkt, als ob er sich manchmal absichtlich verstellen würde. Dennoch hat mir bei ihm das gewisse Etwas gefehlt, er ist zu blind in jede Gefahr gelaufen, hat mir zu selten nachgedacht.
Bichura übernimmt für ihn den Part des Untergebenen, der für seinen Herren mitdenkt und und sich um ihn sorgt. Oft konnte ich ihn nur zu gut verstehen, versucht er doch langsamer an die Sache heranzugehen und ist weniger impulsiv und nicht so naiv. Dafür ist er umso treuer und nicht weniger gutherzig als sein Herr, auch wenn er es nur ungern zugibt.
Idamaria, die auch noch Protagonistin ist, war über weite Strecken sehr anstrengend und zickig. Zwar ist ihre Abneigung den Dämonen gegenüber absolut verständlich, aber Kucabara unterscheidet sich so sehr von den wirklich „Bösen“, dass es selbst ein Blinder erkennen würde und hilft ihr teils unter Einsatz seines Lebens. Dafür hat mir bis zum Schluss einfach die Dankbarkeit gefehlt, zwar merkt man, dass sie seine Hilfe dringend nötig hat, aber sie blieb mir über weite Teile zu gleichgültig, blass und wurde zu oft nur von ihrem Hasse auf die Dämonen angetrieben.

Die Nebencharaktere sind da weitaus interessanter. Es gibt mehr als nur einen, der von den Bösen zu den Guten wechselt und fast mehr zum Fortschreiten der Geschehnisse beiträgt als die Protagonisten. Und auch der anfangs durch und durch böse wirkende Antagonist hat tiefer gehende Beweggründe, während vermeintliche Verbündete ebenfalls etwas anderes sind als sie vorgeben. Bei drei dieser Charaktere wurde sehr gute Arbeit geleistet, wie ich sagen kann.

Fazit:

Das anfängliche Setting von „Defense Devil“ hat mich stark angesprochen, es schien mal etwas Neues zu sein, das ich so noch nicht gelesen habe. Schlussendlich war diese namensgebende Arc aber sehr kurz und ging dann in eine eher typische Heldengeschichte über, bis das Finale die gesamte Handlung noch einmal auf den Kopf stellte und mich aus dem Spannungstief herausholte.

Während die Hauptcharaktere mir teils zu flach geblieben sind, habe ich einige interessante Nebencharaktere entdeckt, die das Ganze noch mal gesteigert haben.

Insgesamt vergebe ich wegen dem Spannungstief in der Mitte leider nur 3,6 Sterne, denn man hätte die gesamte Story meiner Meinung nach entweder auf weniger Bände abkürzen könnnen oder die Handlung anders gestalten müssen.

Post was last edited on 21.04.2020 um 10:05.
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Adachi to Shimamura

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Iruma Hitomas Adachi and Shimamura ist eine beliebte und erfolgreiche Serie, die in den letzten sieben Jahren in acht Bänden veröffentlichte wurde, zwei Manga-Adaptionen hervorbrachte und eine Anime-Adaption erhalten wird, die derzeit im Laufe dieses Jahres Premiere haben soll. Die Light Novel gibt endlich ihr englisches Debüt und ich fand den ersten Band leider mittelmäßig. Es gibt einige schöne Momente und ich verstehe warum diese Serie so beliebt ist, aber viel zu viel Inhalt fühlte sich ziellos oder sogar unnötig an.

Die Light Novel folgt zwei Oberschülerinnen, Adachi und Shimamura, die beide Delinquenten sind. Die beiden treffen sich als sie beide dasselbe Versteck wählen, den zweiten Stock in der Turnhalle, und die beiden werden Freundinnen, verbringen ihre Unterrichtszeit damit, anderen Menschen auszuweichen und im zweiten Stock Tischtennis zu spielen. Dieses Konzept lässt schnell nach, da der Autor das Bedürfnis hat, es zu oft zu wiederholen. Schließlich übernimmt die eigentliche Handlung, wenn man es so nennen kann, und der Rest des Bandes folgt den beiden Mädchen auf ihren unwichtigen Abenteuern, ins Einkaufszentrum gehen, fischen und Karaoke singen. Nun, es ist nichts Falsches an einem entspannten Slice of Life, wenn Mädchen alltägliche Dinge tun, aber Adachi and Shimamura scheitern in diesem Bestreben größtenteils.
Es gibt den Anschein eines narrativen Bogens, aber bedeutungslose Ereignisse verwirren ihn. Nach fast jeder Szene fragte ich mich, warum es enthalten war, worum es ging, was die Konsequenzen waren, welche Auswirkungen es auf die gesamte Geschichte hatte, und es gab kaum eine Antwort. Sicher, es gab süße Momente, wie Shimamura hinten auf Adachis Fahrrad mitfährt oder die zwei Mädchen Händchen halten, aber alles fühlt sich so ablenkend an. Diese Unzulänglichkeiten werden umso schlimmer, als die Geschichte unter all dem Müll eigentlich ziemlich unterhaltsam ist.
Kapitel drei, „Adachi, Questioning“, ist ein absoluter Höhepunkt der Geschichte. In diesem Abschnitt hat Adachi einen Traum von Shimamura und kämpft darum, sich mit ihm und ihren Gefühlen abzufinden. Ihr innerer Konflikt beinhaltet Selbstversicherungen, dass sie nicht lesbisch ist. Diese Behauptung beginnt schnell zu zerbrechen, als sie sich bemüht, sich zu beherrschen. Dieses Kapitel ist realistisch, wenn auch etwas sensationslüstern, und fängt diese unangenehme Erfahrung von Lesben im Teenageralter perfekt ein. Wenn man nur dieses Kapitel und ein wenig vom Beginn der Novel für den Kontext liest, findet man eine fantastische Geschichte.
Eine weitere Sache in dieser Serie ist Irumas Prosa. Die Light Novel liest sich außergewöhnlich gut, sehr abwechslungsreich, und hebt sich von den meisten anderen Light Novels ab. Die Perspektive wechselt zwischen den Titelfiguren in jedem Kapitel hin und her und bietet den Lesern ein schönes Stück, während sich die Mädchen über die Handlungen oder Gedanken des anderen wundern. Solche Momente sind das einzige Mal, dass der Autor uns einen Sinn für Logik oder Konsequenz zeigt. Meine einzige Beschwerde mit der Prosa ist das übermäßige Vertrauen in das Erzählen der Gedanken der Charaktere. Diese Kommentare sind normalerweise sarkastisch und werden für komödiantische Effekte verwendet, werden aber etwas anstrengend.
Die Geschichte mag dünn und verworren sein, aber die Charaktere sind zumindest konsistent. Leider sind sie durchweg schrecklich und reichen von unwahrscheinlich bis geradezu nervig. Sowohl Adachi als auch Shimamura sind unglaublich unsozial, wobei ersterer etwas ängstlicher und verschlossener ist. Keiner von beiden hat die Fähigkeit, sich über unangenehme Gespräche hinaus mit anderen Menschen anzufreunden. An mehr als einem Punkt rennt Adachi tatsächlich vor einer unangenehmen Situation davon. Ihre Introvertiertheit liest sich nicht gut. Beide Mädchen wirken kalt und unfreundlich, nicht berührend, süß oder zuordenbar. Ich kann mir nicht vorstellen, was sie möglicherweise in ihrer Freundschaft miteinander sehen, und dies ist ein schwerwiegender Fehler des Autors. Aber nichts, kein Aspekt ihres Charakters, könnte sie möglicherweise schlimmer machen als Chikama Yashiro.
Yashiro ist eine kleine, selbsternannte, zeitreisende Außerirdische aus der Zukunft, die Shimamura ihre Freundschaft aufzwingt. Wenn das hier unangenehm und fehl am Platz klingt, dann ist das schon in Ordnung, das steht auch so im Buch. Kein anderer Charakter weist auf ein Maß an Fantasie hin. Sie behalten zumindest einen Anschein von Realität bei, selbst wenn ihre Persönlichkeiten unrealistisch gefühllos sind. Yashiro fühlt sich wie eine seltsame Ergänzung aus einer Fanfiction an. Sie ist nicht nur im Rest der Geschichte fehl am Platz, sondern auch aggressiv störend. Bei mehr als einer Gelegenheit zwingt sie Shimamura ihre Gesellschaft auf und unterbricht lautstark die bereits schwierige Situation. Der schlimmste dieser Vorfälle ereignet sich, als Adachi Shimamura schließlich dazu bringt, einem gemeinsamen Ausflug in das Einkaufszentrum zuzustimmen, nur um sich von einem brutalen Außerirdischen ihre Gesellschaft aufzwingen zu lassen. Am Ende ist die einzige Emotion, die die Mädchen empfinden, die Iruma zu vermitteln vermag, Wut und Ärger, da die Leser nach dem Lesen der Kapitel über die störende Kreatur geradezu wütend werden.

Adachi and Shimamura
ist ziemlich durchschnittlich. Es gibt einzelne Momente der Niedlichkeit, von denen keiner eine Bedeutung hat, und ein Kapitel mit einer tatsächlich spannenden Geschichte. Andere Werke, wie Yuru Yuri, haben gezeigt, dass unwichtige Teile der „Slice of Life“-Geschichten mit ansprechenden Charakteren und lustigen Situationen gedeihen können, Adachi and Shimamura jedoch nicht. Ich habe jedoch noch Hoffnung auf die bevorstehende Anime-Adaption. Verrückte und nervige Possen wie die von Yashiro werden in einem visuellen Medium, in dem Charaktere übertrieben sein können, wahrscheinlich besser rüberkommen als im Text. Darüber hinaus denke ich, dass der zusätzliche Dialog, den die TV-Serie erfordert, den Mädchen helfen wird, sich für den Betrachter weniger distanziert anzufühlen. Ich empfehle das Lesen dieses Buches nicht unbedingt und stattdessen abzuwarten, ob der Anime noch mehr zu bieten hat oder ob zukünftige Bände das schlechte Geschichtenerzählen verbessern können.
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Oroka na Tenshi wa Akuma to Odoru

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"Die mit dem Teufel tantzt" ist ein unerwartete positive überrachung.

Handlung: Die Handlung beginnt recht simpel, der Dämon Masatora Akutsu wurde aus der Hölle auf die Erde geschickt, um jemanden zu finden welcher die Dämonen motiviert gegen die Invasion des Himmels vorzugehen. Auf der Erde angekommen trifft er Lilly Amane. Was er jedoch nicht weiß, sie ist ein Engel. Nachdem er sie rettet, von einem Bus angefahren zu werden, Merkt sie das er ein Dämon ist... nach einem Kampf, den Akutsu verliert, bietet Amane ihm an ihr dabei zu Assestieren (Dienen) Dämonen zu exorzieren. Nicht begeistert und mit einem Fluch belegt Stimmt er zu. Von nun an Jagen sie (zwar nicht oft) Dämonen. Der haupt Augenmerk liegt aber von nun an bis Kapitel 20 eher in der Charakter entwickung und ihrer Beziehungen.

Man sollte sich nicht von den Handlungen in den Ersten 2 Kapiteln von Lilly abschrecken lassen. Dies ist nur am anfang so und ändert sich ab kapietel 3
Spoiler : Da sie das Tat um ihn unter Kontrolle zu bekommen und sie es nicht anders von ihrer Familie am eigenen Leib kennt.


Charaktere: Masatora Akutsu ist er Männliche Hauptprotagonist. Er ist ein humanoider Dämon
Spoiler: Wie man später sieht (nachdem er seine Kräfte entfalltet) könnte man ihn auch als Gefallenen Engel sehen, da er genau so wie Engel flügel besitzt.
welcher von seinem Abeitgeber auf die Erde geschickt worden um eine Person zu finden welche die Dämonen Motiviert. Er hat im verhältnis zu anderen Demönen einen sehr netten und vor allem Motivierten Charakter. Akutsu ist generell eine Person welche sich um andere Kümmert uns sorgt (Außer wenn es um Engel geht), wie man zum beispiel daran sieht das er es über alles hasst seine eigene Rasse abzuschlachten. Zusätzlich hat er auch einiges auf dem Kasten wen es um Strategie oder generell um seinen Intellekt geht. Über sein Aussehen lässt sich sagen, das er ein gutaussehender Junger man ist. Er ist ca. 170-175cm groß, hat mittelange Schwarze haare und eine gut gebaute Figur. Besonders sind hier noch seine Ohren, diese sind auch außerhalb seiner Dämonenform Elfenartig.

Lilly Amane ist die Weibliche Hauptprotagonistin. Sie ist ein starker Engel und wurde von ihrer Familie auf die Erde geschickt um Dämonen zu Exorzieren. Nach der Ersten begegnung kamm Aname sehr Sadistisch, wie jeder Engel, rüber. Man merkt aber schnell das dies nur eine Fassade ist.
Spoiler. Z.b daran das sie keine Dämonen tötet sonder nur ihre Kräfte Versiegelt
Sie ist eigentlich im verhältniss zu anderen sehr grausamen Engeln sehr mitfühlend und freundlich, hat aber trotztem ihre eigenen Ziehle und ist auch bereit einiges dafür zu Tun. Amane versucht in den ersten 3-5 Kapiteln ihre harte Fassade aufrecht zu halten, doch nach dem Krieg wer kann wen dazu bringen sich zu verlieben (den sie verliert) lässt sie ihre Fassade fallen. Sie steht wenn es um sachen wie Intellekt geht Akutzu im nichts nach, wobei man sagen muss das sie ihm ein bisschen unterlegen ist. Vom Aussehnen lässt sich Amane als Junge kleine Frau beschreiben. Sie ist 144cm größ, hat lange blonde Haare, rote Augen und eine ganz leicht kurvige Figur. Besonders sind ihre Flügel welche sie versteckt.
Spoiler: Amane ist eigentlich ein sehr schwacher untergeordneter Engel und besitzt dacher keine richtigen Flügel, diese sind nur eine Illusion.


Fazit: Für eine Romcom ist der Manga sehr gut. Die haupt Charaktere sind sehr Interresant gestalltet und nicht allzu klischeehaft, wohingegen die neben Charaktere außer eine Außnahme alle sehr mager und eigentlich schon irrelevant ausfallen. Dies typischen peinlische momente gibt es zwar auch, doch dadurch das beide durchaus Intelligent sind werden die Probleme schnell aus der Welt geraumt ohne irgendein Drama. Zu der Story kann ich sagen, ist schon ziemlisch nett eine Story in einer Romcom zu haben welche auch gut gezeichnete und interresante Aktion szenen beinhaltet, wobei die Story trotz das sie eigentlich ziemlisch gut ist eher im hintergrund steht und eher nur für die Charakterentwickung da ist. Man muss auch sagen das sie jetzt nicht perfekt ist und doch ein paar hervorsehbare Momente hat. Persönlich lässt sich noch hervorheben das die Typischen Rollen hier vertauscht wurden. Zum schluss läst sich aber sagen ein meines Erachtens ein sehr guter Manga vor allem für Romcom fans und leute weche sich für Dämonen und Engel Interresieren.
Post was last edited on 19.04.2020 um 05:31.
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Tsurezure Biyori

Avatar: Ixs
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#13
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Ich habe viel Yuri Manga gelesen. Und während die zunehmende Anzahl von Leser, die Yuri-Manga lieben, zunimmt, was für einen Hardcore-Fan wie mich erstaunlich ist, wird es immer schwieriger, Yuri-Serien zu finden, die wirklich originell sind. Leider fällt Tsurezure Biyori (Our Wonderful Days) von Kei Hamuro in die Kategorie der durchschnittlichen Yuri-Manga. Ich sage nicht, dass der Manga schlecht ist. Er ist wirklich süß. Aber um es ganz klar auszudrücken, es besteht aus nichts, was ich nicht schon gesehen hätte.

Dieser Manga handelt von einer Gruppe von High School-Freundinnen. Die Hauptfiguren sind Koharu, ein fröhliches, sorgloses Mädchen, und Mafuyu, ein zurückhaltendes, aber kluges Mädchen. Diese beiden waren sehr gute Freundinnen in der Grundschule, bis Mafuyu wegzog. Jetzt sind sie wieder zusammen in derselben Schule und ihre Freundschaft beginnt sich wieder zu entfalten. Seht ihr? Nicht die einzigartigste Prämisse. Neben Haru und Mafuyu gibt es zwei weitere Charaktere namens Nana und Minori, die ihre eigene enge Beziehung haben.
Es ist im Grunde ein „Slice of Life“-Geschichte, das den täglichen Routinen der Mädchen folgt, wenn sie zur Schule gehen und abhängen. Es gibt Aktivitäten nach der Schule, Besuche in den Häusern des jeweils anderen und alltägliche Gespräche zwischen den Charakteren. Was den Yuri-Aspekt betrifft, erhalten wir sehr subtile Hinweise darauf, dass Mafuyu in Koharu verknallt ist, aber es wird nie ausdrücklich darauf hingewiesen.
Ich mag Slice of Life. Ich habe in den letzten Jahren wahrscheinlich eine ganze Menge davon konsumiert. In Our Wonderful Days gab es jedoch nichts, was es zu einer wirklich außergewöhnlichen „Slice of Life“-Serie machen könnte. Es bietet nichts Neues, weil die Prämisse so simpel ist.
Davon mal abgesehen mag ich die Dynamik der Charaktere. Mein Favorit ist Nana. Sie ist der „Comic Relief“-Charakter, ein nicht so zuverlässiger Typ, aber etwas an ihr bringt mich zum Lachen. Andererseits beziehe ich mich wirklich auf Mafuyu. Sie ist ruhig und weiß nicht, wie sie mit Menschen umgehen soll, die sehr extrovertiert sind. Aber sobald sie sich wohl fühlt, ist sie sarkastisch und geht manchmal sogar ein bisschen aus sich heraus. Die Interaktionen von Nana und Mafuyu sind ziemlich humorvoll.
Selbst mit sympathischen Charakteren fehlte Our Wonderful Days neben der Originalität noch etwas in einer anderen Kategorie: Yuri. Es gibt Subtext wie ich erwähnt habe. Es ist nur so, dass einiges so subtil ist, dass man es getrost vergessen kann, wenn man nicht die Yuri-Brille aufsetzt. Um es noch schlimmer zu machen ist es extrem langsam in der Entwicklung. Nicht alles muss offen lesbisch sein, wie zum Beispiel Citrus, aber ich hatte erwartet, dass die Liebe der Mädchen aufgrund der Beschreibung stärker sein würde. Mafuyus Schwärmerei für Koharu wird im Laufe der Zeit immer deutlicher, aber die romantischen Elemente (wenn man es überhaupt so nennen kann) werden erst gegen Ende des ersten Bandes richtig aufgenommen.

Zugegeben, Koharus und Mafuyus zukünftige Beziehung ist süß. Ich denke, sie würden ein großartiges Paar abgeben. Einige Teile ließen mich sogar leise seufzen. Nana und Minori sehen aus, als ob auch etwas aus ihnen werden könnte. Sie leben in derselben Wohnung und Minori benimmt sich bereits wie Nanas Frau. Ich möchte sehen, wohin das führt. Ich hoffe nur, dass der nächste Band etwas mehr Würze hinzufügt und die Dinge schneller voranbringt. Insgesamt macht die Geschichte von Our Wonderful Days aber keine größeren Fehltritte. Eine süße Serie, aber nur durchschnitt.
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Honzuki no Gekokujou: Shisho ni Naru Tame ni wa Shudan o Erandeiraremasen Dai 1-bu - Hon ga Nai nara Tsukureba Ii!

Avatar: zenjuna#14
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Wieder einmal wird uns ein Manga mit einer Wiedergeburt angeboten. Ist Honzuki no Gekokujou daher ein hervorstechender Manga?

Inhalt:
Urano Motosu wird von ihren geliebten Büchern während eines Erdbebens erschlagen. Im letzten Atemzug wünscht sie sich wiedergeboren zu werden.
Da sich Urano die Welt natürlich nicht aussuchen konnte startet die Geschichte bei der sechsjährigen Mayn wie sie sich in einem Fiebertraum windet. Hiebei werden die beiden Persönlichkeiten Urano und Mayn zusammen geführt. Auf ihrer nun folgenden Suche nach Büchern, um sich ihre Langeweile während der Genesung zu vertreiben, findet Mayn keinerlei Buch in dem Hause ihrer Eltern. Auch nach der Genesung sieht sie keinerlei Schriftzeichen an den Häusern oder Händlerständen. Einzig die Preise werden mit Zahltafeln angezeigt.
Bei ihren weiteren Nachforschung stellt Mayn fest, dass papierähnliche Produkte extrem teuer und dementsprechend auch die wenigen Bücher für sie unerschwinglich sind. Einzig die Noblen können über eine gewisse Anzahl von Büchern verfügen.
So starte Mayn unterstützt von Lutz ihre Suche nach adäquaten Ersatz. Über Tontafeln, Holzbrettern, ... führt es sie schließlich zur Entwicklung/Produktion von Japanpapier. Nebenbei führt sie diverse dekorative Produkte und Süßspeisen in dieser Welt ein. Hiermit ermöglicht sie ihrer Familie und der von Lutz sich nebenbei ein lukratives Einkommen für deren Produktion zu sichern.
Aufgrund ihres kränklichen Wesen leidet Mayn immer wieder unter Fieberschüben. Diese Krankheit wird Consuming genannt. Hierbei besitzen die davon Betroffenen zuviel Magie. Bei dem Verkauf von dekorativen Haarnadel lernt sie hierbei Frida, Enkeltochter des Guildmaster, kennen. Frida leidet ebenfalls unter dieser Krankheit und kann sie mittels magischer Hilfmittel unter Kontrolle halten.

Charakter:
Der Cast ist recht übersichtlich und ansprechend ausgearbeitet. Mayn und Frida sind niedlich ohne Ende, aber sehr charakterstark. Lutz ist eine Seele von Mensch und steht Mayn zur Seite. Die Erwachsenen sind soweit es nötig ist entsprechend aus gearbeitet und erhalten im Laufe der Kapitel immer mehr Tiefe.

Illustration:
Detailliert und mit ansprechenden Zeichenstil. Die Charaktere sind sehr gut zu unterscheiden.

Fazit:
Honzuki no Gekokujou sticht nicht gerade heraus aus der Menge von Isekai-Manga. Der Zeichenstil liegt etwas über dem Durchschnitt, lässt aber auch keine allzu große Wünsche offen. Die Hauptcharaktere wurden mit einer ausreichenden Tiefe versehen, so dass auch hier nicht allzu große Lücken auftun. Mir hat der Manga sehr gut gefallen,, da die Handlungsweisen der Charakter nachvollziehbar und nicht mit Fremdschämen für ihre Handlungsweise verbunden sind. Traut euch euch auf diesen Manga einzulassen.
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ROADQUEEN: Eternal Roadtrip to Love

Avatar: Ixs
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#15
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ROADQUEEN: Eternal Roadtrip to Love von Mira Ong Chua folgt Leo, dem coolen, sexy und etwas dummen Idol der Princess Andromeda Academy. Während sie unzählige Bewunderinnen hat, die regelmäßig ihre Liebe zu ihr bekennen, kümmert sich Leo nur um ihr geliebtes Motorrad Bethany. Als die mysteriöse und sinnliche Vega, die Person, die Leos wildem Charme widerstehen kann, Leo austrickst und ihr Motorrad stiehlt, fällt Leo in eine Depression. Glücklicherweise gibt es eine Hoffnung für sie, eine Möglichkeit, Bethany zurückzugewinnen und Vega zu beweisen, dass sie anständig sein kann. Leo hat eine Woche Zeit um von Vega ihr Motorrad zurückzugewinnen, sonst ist es für immer verloren.

Die Prämisse in ROADQUEEN ist lächerlich, aber konzentriert. Mira Ong Chua verbindet die Heiterkeit der Situation mit einem kraftvollen und plakativen Dialog. Die Komödie ist scharf, modern und unglaublich lustig. Egal, ob Leo halbherzige Pläne schmiedet, um ihr Motorrad zurückzubekommen, nur damit sie nach hinten losgehen, die Komödie wird die Leser auf jeden Fall zum Lachen bringen. Doch selbst mit dieser komödiantischen Neigung gibt es einige weitere emotionale und menschliche Momente. Zum Glück dreht sich die Handlung nur um Leo und Vega, ohne wertvolle Zeit mit Nebencharakteren oder fremden Entwicklungen zu verschwenden.
Es gibt auch viele nette Service-Momente. Die Fake Dates von Vega und Leo zeigen romantische und einfache Szenen wie Leo Vega in Videospiele einführt oder ihr Frühstück macht. Angesichts der Bewertung und Sprache älterer Teenager hatte ich ehrlich gesagt etwas weniger erwartet. Ich freue mich jedoch, dass der größte Teil des Service aus diesen niedlichen Momenten besteht. Es gibt jedoch noch mehr sexuellen Inhalt in einer Bonusgeschichte, die im Band und in einem Panel des Hauptcomics enthalten sind. Es ist jedoch nicht zu grotesk oder nachdenklich und im letzteren Beispiel hilft es Vegas Charakter und Geschichte effektiv zu veranschaulichen.
Während die Geschichte süß und lustig ist, gibt es einige Aspekte, die mir nicht gefallen haben. Fake Dates sind eine der am wenigsten interessanten und vorhersehbarsten Tropen. In dem Moment in dem dies vorgeschlagen wird, weiß der Leser genau, dass sich die beiden Charaktere verlieben werden. Trotzdem, die Geschichte ist unterhaltsam. Geschichten, die sich auf Fake Dates konzentrieren leiden mehr unter dem Trope als sie profitieren.
Die Unwahrscheinlichkeit seiner Charaktere schadet ROADQUEEN auch. Leo ist grausam gegenüber vielen anderen Schülerinnen, wenn sie sie zurückweist und ist äußerst überzeugt von sich. Während die Geschichte von ihrer Erlösung handelt und sie sich im Laufe der Zeit entwickelt, ist sie in frühen Kapiteln unerträglich. Vega ist nicht viel besser, da ihre anfänglichen Handlungen Leo zutiefst schaden. Obwohl sie wohl gerechtfertigt ist, ist die Enthüllung ihrer Motive nicht das letzte Kapitel, so dass sich die Leser fragen, warum sie so gefühllos und manipulativ ist.
Das Artwork von ROADQUEEN hat einen nostalgischen Stil mit Designs und Themen aus Anime der 1990er Jahre. Mir sind besonders viele Verbindungen zu Sailor Moon aufgefallen. Es gibt wahrscheinlich mehr, aber mein Wissen über Anime und Manga beschränkt sich hauptsächlich auf Yuri-Werke. Dies könnte jedoch zu Gunsten des Mangas gewirkt haben. Ich kann die Hommagen bemerken, schätzen aber trotzdem das ROADQUEEN von einigen Titeln inspiriert wurde. Ob es sich um ein Referenz oder ein Derivat handelt, hängt von der Meinung des Einzelnen ab, aber in jedem Fall ist das Artwork ansprechend. Die Charakterdesigns sind cool, retro und ausdrucksstark. Letztendlich ist das Artwork eine der stärksten Seiten von ROADQUEEN.
Einer der Vorteile einer (formal) unabhängigen Arbeit besteht darin, dass ROADQUEEN zumindest in der Terminologie sehr lesbisch sein darf, trotzdem ist Mira Ong Chua nicht erpicht darauf ihre Charaktere als Lesben zu identifizieren. Es ist eine nette Abwechslung von der Mehrheit von Yuri, die Lesben vermeidet. Es gibt auch bestimmte sexuelle Anziehungskraft und Gefühle, da Leo Pin-Up-Poster hat und die zusätzliche Geschichte sich darauf konzentriert, dass Vega versucht Leo zu verführen. Ich schätze aufrichtig, wie reif diese Geschichte ist.

ROADQUEEN: Eternal Roadtrip to Love ist ein lustiges und liebenswertes Abenteuer mit nostalgischer Grafik und rasanten und lustigen Dialogen. Die Geschichte an sich ist etwas schwach, aber ihr Humor und ihr hohes Tempo helfen bei den weniger idealen Aspekten. Während der Manga anfangs an den unwahrscheinlichen Charakteren leidet, werden die Leser an ihrer Entwicklung hängen bleiben.
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