Manga Reviews

This page displays all manga reviews from our members in the order in which they have been published.

Anime Reviews

Nikurashii hodo Aishiteru

Avatar: Ixs
Editor
#1
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Yuri
Willkommen in der Arbeitswelt, in der man sein persönliches Leben für sich behält oder die Konsequenzen tragen muss. Nun, es gibt zwar Ausnahmen, aber in den meisten Fällen ist eine gewisse Zurückhaltung in Bezug auf die Beziehungen im Büro zu wünschen, da dies zu einer Reihe von Problemen führen kann, insbesondere wenn sich die Beziehung innerhalb derselben Abteilung abspielt. Und wenn die Beziehung zwischen dem Manager und einem Mitarbeiter besteht, könnte es sogar noch schlimmer sein.

Was passiert also, wenn man dieses Setting mit zwei Frauen kombinieren, die es zu genießen scheinen, zusammen zu sein, aber eine von ihnen ist eine aufstrebende Mitarbeiterin und die andere ist eine Vorgesetzte, die übrigens bereits verheiratet ist, man bekommt „I Love You So Much, I Hate You“, wo die Grenzen der Liebe auf den Prüfstand gestellt werden.

Die beiden Hauptcharaktere, Saori Fujimura, eine Top-Mitarbeiterin des Unternehmens und ihr Chefin Ayaka Asano, die nicht nur die Abteilung leitet, sondern von vielen innerhalb und außerhalb der Abteilung respektiert wird, sind in einer heimlichen Beziehung. Dafür gibt es viele Gründe, zum Beispiel wie die Gesellschaft lesbische Beziehungen betrachtet oder Liebesbeziehungen am Arbeitsplatz zwischen einer Vorgesetzten und ihrer Mitarbeiterin, zudem ist Ayaka tatsächlich auch noch mit einem Mann verheiratet. Dieser Typ scheint jedoch nicht nur ein Idiot zu sein, sondern betrügt Ayaka auch hinter ihrem Rücken.

Sowohl Saori als auch Ayaka entdecken beruflich und dann privat mehr voneinander (während Verabredungen und im Bett, wo Ayaka sogar feststellt, dass sich Saoris Persönlichkeit verändert, wenn sie alleine sind). Zu wissen, dass sie verheiratet ist, führt jedoch dazu, dass Saori darüber nachdenkt, ob sie Ayaka jemals dazu bringen könnte, nur sie zu lieben und eine zusätzliche Angelegenheit, die scheinbar bei der Arbeit vor sich geht, lässt nicht nur ihre private Beziehung ins Stocken geraten, sondern lässt sie auch fragen, ob sie trotzdem zusammen sein wollen?

I Love You So Much, I Hate You“ ist eine interessante Lektüre, die nicht ganz unrealistisch ist. Es ist sicher wahrscheinlich, dass solche Beziehungen im wirklichen Leben bestehen. Aber diese sind wahrscheinlich nicht so bitter-süß, wie der Titel vermuten lässt. Der Fokus des Mangas liegt auf den beiden Hauptcharakteren. Während wir also Details zu Mitarbeitern und Familie erhalten, dreht sich alles um Saori und Ayaka. Saori erkennt, dass sie Frauen liebt, aber vom schwärmen für eine Person bis hin zu einer Beziehung ist es ein weiter Weg. Zumal die Frau, die sie liebt, verheiratet ist.

Als Ayaka ihre Gefühle erwidert, merkt Saori nicht, dass es teilweise daran liegt, dass Ayaka sie nur benutzt. Der Typ, den Ayaka geheiratet hat, schien ein guter Fang zu sein, also hätte es klappen können. Aber Ayaka muss feststellen, dass sie unglücklich war und zwischen dem Druck Kinder zu bekommen und dem Arbeitsleben beginnt sie zu hinterfragen was sie will. Hier erscheint Saori und bringt die Dinge durcheinander.

Der Manga greift im späteren Verlauf einem Handlungspunkt auf an dem ein anderer Charakter beteiligt ist, der jedoch zu einer großen Sache wird und am Ende zeigt, wie zerbrechlich Saoris und Ayakas Romanze ist.

Die Romanze der beiden ist süß, das Artwork ist sehr ansprechend und die Geschichte wird gut ausgeführt. „I Love You So Much, I Hate You“ ist sicherlich eine gute Lektüre für Yuri-Fans und für alle, die Büro-Romanzen mögen.
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Sand Land

Avatar: Slaughtertrip#2
»Sandland« ist einer der weniger bekannten Manga aus der Feder des in Shounen-Fankreisen berühmten Akira Toriyama. Dieser hatte schon immer das Talent, seine Leser selbst mit den banalsten Geschichten bei der Stange zu halten. Wie er das schafft? Eine Antwort darauf kann nur eine genaue Erkundung des mit Wüstensand überzogenen Landes geben.

Die Handlung ist schnell und einfach erklärt: Wüste → Durst → Wassersuche
Bevor der Eindruck entsteht, der Manga sei ZU banal, muss kurz erwähnt werden, dass es sich bei »Sandland« nur um einen One-Shot handelt. Und wie komplex kann (oder sollte) diese Art von Manga überhaupt sein? Mit »diese Art von Manga« ist ein flotter, spaßiger Shounen gemeint, der Action, Adventure und Comedy sehr gut ausbalanciert und damit ein eher junges Publikum (oder Kindsköpfe wie mich) anspricht.

An Belzebub, dem Hauptcharakter dieses Mangas, erkennt man die typische Handschrift Akira Toriyamas so gut, dass man schon fast dessen Copyright-Zeichen auf der Stirn dieses kleinen Teufels sehen kann. Er ist ein sorgloser Frechdachs, der nur Spiel und Spaß im Kopf hat. Er hält sich für besonders böse, doch wenn man erfährt, dass er mit »böse« meint, sich nicht die Zähne zu putzen oder die Nacht durchzumachen, dann merkt man, dass der über 2.500 Jahre alte Teufelskerl doch nur ein kleines Kind ist. Was er besonders verabscheut, ist eine Tat, die man im Allgemeinen als böse bezeichnet: das Töten von Menschen. Seinen Dämonenfreunden, allen voran Sheef (und einer herrlichen Mischung allerlei übernatürlicher Wesen*), geht es ähnlich. Dieser Manga lehrt dem Leser, ein Buch nicht nach seinem Umschlag zu beurteilen. Für General Shiba aka Rao, dem einzigen Menschen aufseiten Belzebubs, war die Sache zunächst klar wie Kloßbrühe: Dämon = böse. Im Verlauf der Geschichte erkennt man jedoch immer mehr, wer die wirklich Bösen sind, welche egoistischen Ziele sie verfolgen und zu welchen Gräueltaten sie imstande sind, um diese Ziele zu verwirklichen. Und irgendwann im Laufe der Geschichte merkt man, dass diese vielleicht doch nicht SO banal ist.

*Gremlin, ein Dämon, der kein Gremlin ist, sondern ein Zentaur; ein plüschiger japanischer Dämon; ein Dämon, der so aussieht wie ein Geist, der seinen Zipfel nicht anstelle seiner Beine hat, sondern aus seinem Kopf herausragt; ein Dämon, der – im Gegensatz zu dem vorher erwähnten Gremlin – wirklich ein Gremlin ist und mich an den Gremlin aus »Die Simpsons« erinnert; und ein Gargoyle-ähnlicher Dämon (in Farbe!)
Gremlin-Counter: 5

Auch sind es die Charaktere, die aufgrund mehrerer Querverbindungen untereinander die Geschichte spannend halten. Insbesondere der naive König (der es nicht einmal wert ist, namentlich genannt zu werden), General Are und Großgeneral Zeu sind auf interessante Weise mit Shiba/Rao verknüpft, der ebenfalls ein Geheimnis mit sich trägt.

Akira ist immer für Späße und Referenzen zu haben. Der Vater von Belzebub, der Teufel höchstpersönlich, besitzt bestimmt nicht zufällig eine große Ähnlichkeit zu Dabra, dem Herrn der Unterwelt aus »Dragon Ball«. Dass sich Belzebub über das Geschenk Shibas/Raos – eine Playstation inklusive Dragon Quest XIII – freut, kommt nicht von irgendwoher. Akira hat für diese RPG-Reihe nämlich das Charakterdesign entworfen. Auch lebt er hier seine Passion für motorisierte Fahrzeuge aus. Oft sind es vor allem Flugzeuge, Autos und Panzer, denen er eine ganze (Doppel)Seite widmet.

Für viele mag dieser Manga vielleicht nur eine kleine Zwischenstation sein, bis Akira sein nächstes Dragon-Ball-bezogenes Werk auf den Markt bringt. Aktuell können sich die Fans jeden Monat an einem neuen Kapitel von »Dragon Ball Super« erfreuen. Als ich den Manga jedoch zum ersten Mal gelesen hatte, war die Veröffentlichung von neuem Dragon-Ball-Material noch ein Wunschtraum. Dennoch fühle ich mich in Akiras Welten sehr wohl – auch in der großen, weiten Dürre von Sandland.
Post was last edited on 18.09.2020 um 10:21.
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Nikurashii hodo Aishiteru

Avatar: Orlock#3
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Yuri
I love you so much, I hate you. Die Titel werden wirklich immer länger.
Jedenfalls ist dies ein wirklich erwachsener Yuri Manga, denn es wird ein erwachsenes Thema behandelt. Und zwar der massive gesellschaftliche Druck, unter dem Frauen ab 30 in Japan stehen.

Hier ist es Ayako Asano, 33, verheiratet und Abteilungsleiterin, also durchaus erfolgreich im Job. Aber auch sie steht unter dem Druck jetzt doch mal langsam Mutter zu werden, und damit auch Hausfrau. Dann findet sie heraus, dass ihr Mann sie betrügt, und um sich zu rächen geht sie auf die Annäherungsversuche einer Kollegin ein.
Das ist Saori Fujimura. Eigentlich die Protagonistin der Geschichte. Aus Ihrer Perspektive wird geschildert, wie es sich anfühlt, nur die Geliebte zu sein.

Die folgende Handlung ist relativ banal. Ich spare mir den Spoiler, denn eigentlich habt Ihr das alles schon mal gelesen.
Aus der Affäre wird Liebe. Dann kommt irgendwann "wir können so nicht weitermachen", bis es dann doch zum Happy End kommt.
Es ist halt nur ein Band.

Aber warum dann 4 Sterne?

Zum Einen natürlich, weil ich einfach Happy Endings liebe. Das ist hier zwar nicht herausragend geworden, aber eben doch vorhanden.
Der andere Punkt ist, dass hier eine erwachsene Geschichte erzählt wird, die sich auch wirklich erwachsen anfühlt. Viele erwachsene Yuri Geschichten unterscheiden sich vom Oberschulszenario im Prinzip ja nur dadurch, dass die Figuren nicht nach der Schule in den Klub gehen, sondern nach der Arbeit noch Einen trinken.
I love you so much, I hate you ist hier einfach anders. Und auch um das wertzuschätzen habe ich die 4 Sterne gegeben.

Noch ein Hinweis:
Auf der englischsprachigen Ausgabe befindet sich tatsächlich eine "Parental Advisory" Warnung. Wahrscheinlich geht es dabei um den Sex im Manga. Ja, der ist vorhanden, aber wir sind hier doch noch sehr weit von Hentai entfernt. Das ist wohl einfach den amerikanischen Moralvorstellungen geschuldet.
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Hurejasik

Avatar: JeySenpai#4
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Spannung
Handlung
Die Story handelt von Jin Seon und Dongsoo Seon. Wobei letzterer nicht nur der CEO eines großen Unternehmens und der Vater von Jin ist, sondern auch ein, seit Jahren aktiver, Serienmörder. Jin, der körperlich eingeschränkt ist (durch einen Sturz vom Dach eines Krankenhauses als kleiner Junge) und fast sein ganzes Leben alleine mit seinem Vater verbracht hat, hilft diesem seit er denken kann bei seinen Morden. So dient er seinem Vater als Köder und bringt ihm die Frauen, welche dieser zuvor ausgesucht hat. Als kleines Kind half Jin seinem Vater (widerwillig), da er davon ausging, dass Morden nichts ausergewöhnliches sei. Doch mit den Jahren wurde Jin bewusst. dass das was er tat nichts alltägliches ist und dass er für seinen Vater nur von Nutzen ist solange er ihm hilft.

Jin ist an seiner Schule ein Außenseiter und wird immer wieder verprügelt. Doch eines Tages, als er fast zu Tode geprügelt wird, eilt ihm die neue Austauschschülerin Kyun Yoon zur Hilfe. Als Jin aufwacht steht Kyun an seinem Bett, sowie einer seiner Lehrer, welcher seinen Vater angerufen hat. Daraufhin rastet Jin aus und schickt die verdutzte Kyun fort. Als diese sein Zimmer verlässt trifft sie allerdings auf Jins Vater und so beginnt das Übel.
Jins Vater möchte, dass Jin ihm Kyun bringt, damit sie sein nächstes Opfer wird. Anfangs ist sich Jin noch unschlüssig was er tun soll, doch mit der Zeit entwickelt er Gefühle für Kyun und entscheidet sich dazu sie seinem Vater nicht auszuliefern. Der ist jedoch gar nicht erfreut als er dahinter kommt. Daraufhin heißt es Vater gegen Sohn, und es geht nicht nur um Kyuns Leben...

Mehr will ich zur Handlung gar nicht schreiben, da ich ohnehin schon einiges vorweg genommen habe.

Charaktere

Jin Seon - Jin ist zu Beginn der Handlung nichts weiter als die Marionette seines Vaters, da er zu viel Angst um sein Leben hat. Er denkt, sein Vater werde ihn töten, sobald er ihm nicht mehr von Nutzen ist. Zu seiner Verteidigung lässt sich allerdings sagen, dass sein Vater ihm keinen Anlass gibt etwas anderes zu denken.
Doch seine Einstellung ändert sich als er Kyun kennenlernt. Er überlegt daraufhin sogar zur Polizei zu gehen, hat aber zu viel Angst, dass er selbst für die Morde belangt werden könnte, da er seinem Vater über Jahre hinweg geholfen hat. Trotzdem will er seinem Vater nicht mehr helfen und entscheidet sich dazu Kyun zu beschützen und sich seinem Vater zu widersetzten. Umso mehr sich die Beziehung zwischen Jin und Kyun vertieft, umso mehr entwickelt sich Jin in seiner Persönlichkeit weiter. Letzten Endes überwiegt sogar nicht mehr Jins Angst für seine Verbrechen belangt zu werden, sondern die Angst davor, Kyun zu entäuschen und sie zu verlieren.
Insgesamt lässt sich sagen, dass bei Jin vor allem seine charakterliche Entwicklung und die Einflüsse Kyuns und seines Vaters auf ihn im Vordergrund stehen und interessant zu verfolgen sind.

Dongsoo Seon - Das Handeln, aber vor allem das Denken von Jins Vater ist bereits von Beginn an schwer zu durchschauen, wodurch es schwer ist zu erahnen was passieren wird. So versucht er auf der einen Seite zwar an Kyun zu kommen und Jin fertig zu machen, auf der anderen Seite versucht er aber auch Jin für sich zurück zu gewinnen. Somit ist er zwar eindeutig der "Böse" in dieser Geschichte, allerdings sind seine Ambitionen Jin betreffend nicht eindeutig zu durchschauen und werden erst am Ende der Handlung offen gelegt.
Insgesamt ist Jins Vater ein sehr spannender Charakter, da seine Gefühle Jin betreffend die meiste Zeit über unklar sind.

Kyun Yoon - Wenn Jins Vater den schlechten EInfluss auf Jin darstellt, so stellt Kyun den positiven Einfluss auf Jin dar. Kyun ist der Grund, weshalb sich Jin seinem Vater entgegenstellt und stärker werden will. Allerdings ist Kyun die längste Zeit der Handlung darüber im Unklaren was die gemeinsamen Morde von Jin und dessen Vater betrifft. Darüber hinaus verleitet sie Jin aber nicht ausschließlich zu guten Dingen. Sie verleitet Jin zwar nie direkt dazu etwas schlechtes zu tun und hält ihn sogar davon ab, allerdings ist Jin zu vielem bereit um Kyun zu beschützen, vor allem wenn diese nicht anwesend ist.
Insgesamt verkörpert Kyun also den guten Einfluss auf Jin und ist der Auslöser für dessen Veränderungen. Sie ist darüber hinaus aber auch sehr charakterstark und steht Jin zur Seite.

Fazit
Alles in allem ist Bastard wirklich gut erzählt und hält die Spannung die ganze Zeit auf einem hohen Niveau. Die Entwicklung der Charaktere und deren Beziehungen untereinander sind sehr interessant. Alles in allem würde ich Bastard daher empfehlen, wenn man die Genres Horror und Psychological gerne liest und kein Problem mit Gewaltdarstellung hat. Ich persönlich fand vor allem die Beziehungen zwischen Jin und Kyun, Jin und seinem Vater, aber auch die zwischen Jin und einem seiner Schulkameraden (Manny Kim) sehr interessant. Jede dieser Beziehungen trägt unterschiedlich zu seiner Entwicklung bei, die im vorletzten und letzten Kapitel zum Abschluss kommt und ich sehr gelungen finde. Aber auch die Tricksereien und das Handeln von Jins Vater sind spannend zu verfolgen, da man nie genau weis was einen nun erwartet, da es sehr schwer ist ihn zu durchschauen.



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Oniichan wa Oshimai!

Avatar: Letsplaybar#5
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Verarbeitung
  • Comedy


Material/Aussehen:
Der Manga ist im Standardformat und hat 3 Farbseiten. Im Ebook hat jeder Band zwischen 1-2 Farbseiten zum Ende hin, das heißt die nächsten Bände in Papierform werden auch Farbseiten haben

Klappentext:
Als Mahiro eines Tages aufwachte, bemerkte er, dass er sich in ein Mädchen verwandelt hatte.

Charaktere/Story:


Mahiro Oyama:
Mahiro ist der Protagonist unserer Reihe, er hat am Abend zuvor von seiner Schwester ein Mittel bekommen das ihn in ein Mädchen verwandelt hat, am Anfang lebt ehr noch wie ein Hikikomori doch nach und nach resozialisiert er sich und findet in der Schule Freunde (Ja obwohl er eigentlich ein Student ist geht er wieder zur Schule, da er deutlich Jünger aussieht als Mädchen)

Mihari Oyama:
Sie ist Mahiros kleine Schwester und ist ein Genie, sie versucht mit allen Mitteln ihren Bruder wieder zu resozialisieren dabei entstehen echt Lustige Momente


Kaede Hozuk:
Sie ist die Beste Freundin von Mihari und sorgt auch für einigen Trubble gibt Mahiro Schmink tipps und ist immer Bestens selbst geschminkt.

Momiji Hozuk:
Sie ist Kaedes Kleine Schwester und sieht von Weiten aus wie ein Junge, sie scheint im ersten Moment am Achtklässlersyndrom zu leiden, dies gerät aber schnell in den Hintergrund. Sie befreundet sich mit Mahiro an und die beiden erleben viele Abenteuer.

Ouka Asahi / Murosaki Miyo:
SIe gehen gemeinsam mit Mahiro und Momiji in die selbe Klasse und gehören zu ihrer Clique die 4 erleben so einiges im Verlauf der Bände.

Fazit:
Der Manga punktet mit seiner Lockeren Art die sich nicht selbst allzu ernst nimmt man liest ihn schnell weg und wird süchtig nach mehr, auch wenn die Story sehr flach ist wird man sich mit dem Manga amüsieren in der Printausgabe ist ein Weiteres Bonus kapitel weshalb sich der Kauf lohnt. Wer nicht warten kann wie es weiter geht, kann für ca 2€ pro Band das Ebook kaufen und ist so auf den Neusten Stand.

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Tate no Yuusha no Nariagari

Avatar: Letsplaybar#6
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Verarbeitung


Material/Aussehen: Der Manga ist im größeren gewohnten Tokyop Format und ist Qualitativ Hochwertig und Gut Verarbeitet, des weiteren Punktet er am Anfang mit Farbseiten.

Klappentext:
Ein Schild von einem Mann! Der zwanzigjährige Naofumi ist Student und bezeichnet sich selbst als Otaku. Beim Lesen eines vermeintlich alten Buches, dem »Traktat der Waffen der vier Heiligen« verliert er das Bewusstsein und findet sich in einer mittelalterlichen Welt als einer der vier legendären Helden wieder. Diese wurden gerufen, um jene Welt vor einer Angriffswelle von Monstern aus einer anderen Dimension zu beschützen. In der Videospielartigen Welt wird jedem der Helden eine Waffe verliehen, wobei Naofumi der Schild zufällt, welcher aufgrund des Schwerpunkts der Verteidigung nur geringes Ansehen genießt. Doch Naofumi ist trotzdem fest entschlossen, ein wahrhafter Held zu werden!

Charaktere/Story:

Naofumi Iwatani:
Ist unser Protagonist welcher in einer Welt beschworen wird als einer der 4 Heiligen Helden und wird dabei der Held des Schildes, doch als dieser hat er es nicht leicht, den ihn wird übel mitgespielt, doch im Laufe der Story beweist er sich, räumt hinter den anderen Helden auf und Zeigt das man sich auf ihn verlassen kann. Er ist durch die Erfahrungen die er gemacht hat Argwöhnisch gegenüber anderen Personen findet aber im Verlauf ihm treue Kameraden.


Motoyasu Kitamura (Sperr) / Ren Amaki (Schwert) / Itsuki Kawasumi (Bogen) :
Die 3 sind die anderen Helden die Beschworen wurden, sie stammen alle aus einem anderen Japan und halten diese Welt für ein Spiel, wo sie in der 1. Welle noch Glänzen, haben sie in der 2. Welle schon kaum eine Chance diese zu bezwingen. Motoyasu ist Naofumi gegenüber gehässig und fällt auf die Intrige der Prinzessin voll rein, ebenso wie die anderen Beiden, auch wenn diese beiden mehr Hinterfragen und eher Neutral gegenüber Naofumi stehen. Alle 3 werden aber von Anfang an vom König von Melromarc unterstützt und haben somit einen leichteren Start, was ihnen aber zum aktuellen Stand eher zum Verhängnis wird.


Malty S Melromarc:
Als 1. Prinzessin von Melromarc und als Gefolge von Motoyasu tritt sie im Buch auf. Sie hat es im Verlauf der Geschichte immer wieder auf Naofumi abgesehen und legt ihn so am Anfang auch rein. Sie sorgt dafür das so einiges schief läuft und manche Probleme wären wohl ohne sie garnicht erst entstanden, im späteren Verlauf bekommt sie den Namen Schlampe als Strafe für ihr Verhalten.


Raphtalia / Filo:
Nach dem Naofumi von Malty reingelegt wird lernt er einen Sklaven Händler kennen, dieser verkauft ihm Raphtalia, welche das Schwert der Helden des Schildes wird, sie verliebt sich auch recht schnell in Naofumi und steht ihm immer mit Tat und Kraft zur Seite. Im Verlauf kauft Naofumi ein Ei bei eben jenen Sklavenhändler aus ihm schlüpft Filo die eine Filolial ist zu erst sieht sie noch ganz normal aus wird dann aber zu einem Aufgeplusterten Vogel und nimmt schließlich Menschengestalt an. Filo und Raphtalia stehen Naofumi immer zur Seite und sind die ersten seiner Kameraden.




Melty Q Melromarc:
Melty ist die 2. Prinzessin und die Thronprinzessin von Melromarc. Naofumi trifft sie eines Tages als sie mit Filolial spielt. Zu dem Zeitpunkt weiß er noch nicht wer sie ist. Sie freundet sich schnell mit Filo an. Später nach der 2. Welle versucht sie Zwischen ihrem Vater und Naofumi zu vermitteln und Gerät dabei in Lebensgefahr als ein Komplott von Ihrer Schwester und der 3 Heldenkirche versuchen sie zu töten und dies Naofumi anzuhängen, in Folge dessen Beschützt dieser Sie und sie Fliehen. Am Ende der ganzen Geschichte sieht man zum ersten Mal ihre Mutter die Königin, die im Nachhinein die Strafe über den König und Malty verhängt.


Weitere Story:

Nach dem die der Komplott zu Ende ist fahren die 4 Helden zum Training auf eine Insel hier findet Naofumi durch Zufall eine weitere Sanduhr und diese Zeigt eine Nahe Welle an. Hier treffen die Helden das erste mal auf die Helden einer anderen Welt die sich als feinde der 4 Helden herausstellen. Nach dem Naofumi die Helden abgewährt hat, kehren die Helden zurück in die Hauptstadt hier Stellt die Königin mit Naofumi einen Trainingsplan auf, doch die anderen Helden sehen nicht ein warum sie sich anstrengen sollen, wenn sie nicht stark genug wären solle wer anders die Wellen aufhalten. Darauf hin schmieden die Königin und Naofumi einen Plan das die 3 auch mal so etwas wie Naofumi erleben und die Notwendigkeit des Trainings sehen. Also sollten die Helden die Mysteriösen Monster besiegen und die nächste Welle danach wären sie Frei, würden aber auch keine Unterstützung mehr von Melromarc bekommen. Während Naofumi dem ihn zugeteilten Sektor übernimmt und untersucht hauen die 3 Helden in ein Nachbarland ab, wissen sie etwas genaueres oder Fliehen sie nur und zerstören den Plan der Königin? Im Verlauf des Aktuellen Bandes stellt sich heraus das ein Monster das die Welt Beschützen solle wenn die Helden zu schwach wären manipuliert wurde und jetzt als Feind dieser Welt agiert, so Stellen die Reiche eine Bündnisarmee auf um dieses Wesen (Eine Riesige Schildkröte) zu besiegen. Beim erkunden des Inneren der Schildkröte treffen sie plötzlich wieder auf die Helden der anderen Welt, haben diese was mit der Manipulation des Monsters zu tuen?

Fazit:
Der Manga stellt die Story deutlich besser dar als dies der Anime tut, desweiteren erfährt man schon jetzt wie die Story weiter geht und liest sich einfach nur traumhaft, von daher kann ich die Reihe mit immerhin 14 Bänden hierzulande nur wärmstens empfehlen.
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Slime Taoshite 300-nen, Shiranai Uchi ni Level MAX ni Natte Shimatta

Avatar: Letsplaybar#7
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Verarbeitung
  • Extra

Material/Aussehen:
Der Manga ist im Standart Manga Format und wird mit Banderolle drum geliefert und das Material und die Verarbeitung ist in gewohnter Altraverse Qualität und kann sich sehen lassen.

Klappentext:
Die Büroangestellte Azusa Aizawa arbeitet sich schon im Alter von 27 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode. Doch dann erhält sie eine zweite Chance: Sie wird als unsterbliche siebzehnjährige Hexe in einer fremden Welt wiedergeboren.
Dort will sie es langsam angehen und vor allem keinen Stress mehr haben. Nur ab und an stellt sie sich im Kampf den schwächsten aller möglichsten Gegner: den Schleimen. Nach 300 Jahren hat sie dann aber so viele Schleime getötet, dass ihre Erfahrung ins Unermessliche gewachsen ist.
Nun ist sie eine der mächtigsten Hexen ihrer Welt. Und das bringt plötzlich neuen Stress mit sich ...

Charaktere/Story:

Azusa :
Sie ist unsere Protagonisten die in einer neuen Welt als unsterbliche Hexe wiedergeboren wird und so ihr Leben lang als Flachbrüstige 17 Jährige verbringen muss. Ihr Ansinn ist es ein Ruhiges Leben zu führen ohne viel Stress doch als nach 300 Jahre in der Gilde ihr Status abgefragt wird stellt sich heraus das sie bereits Level 99 ist und somit eine der Mächtigsten Hexen der Welt. Dies Beendet ihre ach so friedsamen Tage.



Laika:
Eines Tages Taucht der Stärkste Drache der Gegend auf und droht Azusa, wenn sie nicht mit ihr um den Titel des Stärkeren kämpfen würde, würde sie Amok laufen. Also bleibt Azusa nicht viel übrig als gegen Laika zu Kämpfen, dabei Zerstört Laika Azusas Haus. Natürlich Gewinnt Azusa und fordert Laika auf den verursachten Schaden zu Reparieren. Ein Wenig später taucht Laika mit einem Sack Gold auf und will Azusas Lehrling werden. Azusa nimmt sie nach einigem hin und her auf und Laika repariert das Haus und verbessert es dabei auch noch.





Falfa/ Shalsha:
Eines Tages taucht ein Mädchen auf das meinte das sie ihre Mutter (Azusa) vor ihrer Schwester warnen wolle, da diese die Weisehexe der Hochebene vernichten wolle. Die Beiden Schwestern sind die Geister der Slimes die Azusa die 300 Jahre lang getötet hatte. Die beiden Leben auch schon 50 Jahre und in Shalsha hat sich der gesamte Zorn der Schleime angesammelt, weshalb sie ihre Mutter töten will. Die beiden sehen Azusa als Mutter da sie durch ihre Handlungen geboren worden. Nach einem Kurzen Kampf den Azusa natürlich gewinnt ziehen die beiden bei ihr ein, da sie ihr leid tuen.

Extras:
Als Kleines Extra liegt im Manga ein paar Sticker passend zum Manga drin, diese sind recht nett auch wenn ich ne Artkarte lieber drin gehabt hätte.

Fazit:
Im Ersten Band erfährt man noch nicht viel über die neue Welt, man lernt aber die ersten Charaktere kennen die auch schon einiges her machen, man kann auch schon ahnen das Azusas ruhige Tage gezählt sind ich bin gespannt wie es weiter gehen wird und kann den Manga durchaus empfehlen. Da man bisher aber kaum Handlung gesehen habe ziehe ich einen Stern ab. Der Suchtfaktor ist auf jedenfall da und ich kann es kaum abwarten bis Band 2 erscheint.
Post was last edited on 05.09.2020 um 17:31.
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Éclair blanche: Anata ni Hibiku Yuri Anthology

Avatar: Ixs
Editor
#8
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Yuri
Éclair blanche: Girls Love Anthologie“ besteht, wie nicht anders zu erwarten, aus Yuri-One-Shots und Kurzgeschichten, viele davon von bekannten Yuri-Mangaka wie Nio Nakatani, der Schöpferin von „Bloom Into You“. Als Yuri-Fan ist es wunderbar zu sehen, wie so viele talentierte Mangaka in einem Band zusammentreffen.

Ich habe die allererste „Éclair“-Anthologie genossen und war ebenfalls über „Éclair blanche“ erfreut. Wie sein Vorgänger ist „Éclair blanche“ eine gute Mischung aus Fluff, Spaß, Liebe und bisschen Bitterkeit. Auch das Artwork waren vielfältig.

Davon abgesehen sind nicht alle Geschichten gleich. Es gab viele, die ich mochte, während andere für mich nur in Ordnung waren. Meine bevorzugten Geschichten waren eher länger, weil mehr Zeit blieb, um die Charaktere zu entwickeln und die Dynamik ihrer Beziehung zu erkunden.

Eine nette Geschichte war „The Princess and the Knight for Two Days a Week“ von Taki Kitao. Sie war gleichzeitig lustig und herzerwärmend. Es geht um zwei Mädchen, die Ritter und Prinzessin spielten, als sie jünger waren. Sie sind jetzt erwachsen, aber eine von ihnen, Maho, spielt immer noch die Rolle eines Ritters und behandelt Kurumi, das andere Mädchen, wie eine Prinzessin. Kurumi ist in Maho verknallt und kann nicht sagen, ob die Ritterpersönlichkeit nur eine Farce ist oder ob es Mahos Art ist, ihre Gefühle zu zeigen. Die Prämisse ist ungewöhnlich, Kurumi und Maho sind bezaubernd und ihre Interaktionen sind schön anzusehen, was mir gut gefallen hat.

Eine andere nette Geschichte war „The Cutest Girl in the Universe“ von Shuninta Amano. Es geht um ein Idol das es gewohnt ist immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, da sie außergewöhnlich süß ist. Als sich ein neues Idol ihrer Truppe anschließt, ist sie verblüfft, weil das Mädchen niedlicher ist als sie. Mit anderen Worten, sie ist verknallt und weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Sie gerät in Panik, als sie nahe beieinander sind. Ich würde sehr gerne einen ganzen Manga zu diesem Thema lesen.

Auch ein paar anderen Geschichten haben mir gefallen: „Though Summer Won’t Come Again“, „Happy Yellow Chick“, „Always in Profile“, „Let Me Keep This Secret“ und „Sewing Machine“. Alle diese Geschichten hatten etwas das sie von den anderen abhebt.

An den beiden Geschichten, die ich herausgepickt habe, kann man sehen, dass ich lustige Geschichten bevorzuge. Normalerweise mag ich zwar auch tragische Geschichten, aber keine dieser Geschichten hat mein Interesse bei dieser Anthologie geweckt. „Azalea Corner“ versuchte etwas ernster zu sein. Die abgehackten Übergänge und der schwer zu verfolgende Dialog ließen die „Wendung“ des Endes jedoch glanzlos werden. Dies war die einzige Geschichte, die ich wirklich als unzureichend empfand. Der Rest war an sich nicht schlecht, einige Geschichten waren sogar ziemlich gut. Es fehlte ihnen nur: Die Seitenzahl, die benötigt wird, um die Geschichte wirklich zu entwickeln. Zudem waren die Geschichten voller Tropen, die ich tausendmal in Yuri Manga gesehen habe. Oder die Geschichten hatten Elemente, die mir nicht so zusagen.

Wie bei jeder Anthologie war die Auswahl gemischt. Es gab jedoch auch für meinen Geschmack etwas in dieser bunten Auswahl. „Éclair blanche“ ist auf jeden Fall einen Blick wert. Unabhängig vom persönlichen Geschmack gibt es in dieser Anthologie bestimmt ein paar Geschichten die einen gefallen werden.
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Yagate Kimi ni Naru

Avatar: Orlock#9
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Yuri
  • Happy End Faktor
Bloom into you ist eine sehr langsame Liebesgeschichte.

Das liegt vor allem an Yuu. Yuu hat gerade die Oberschule angefangen und hat keinerlei Erfahrung mit Romantik. Allerdings hat sie auch keinerlei Interesse daran. Romantik passiert anderen Menschen.
Damit ist sie ideales Ziel für Touko. Die ist hübsch, Mitglied im Schülerrat und regelmäßig Punktbeste bei den Prüfungen. Mit anderen Worten eine Musterschülerin. Dadurch hat sie natürlich auch viele Verehrer, die sie aber allesamt abweist. Denn was Touko sucht ist nicht jemand, der sie liebt, sondern jemanden, den sie lieben kann, der sie aber nicht zurück liebt. Eben jemanden wie Yuu.
Yuu willigt ein, und bekommt dann auch gleich das volle Programm von Touko, Küsse inklusive, was sie aber relativ gelassen über sich ergehen lässt.

Und so beginnt die sehr merkwürdige Beziehung zwischen Yuu und Touko.
Über den Verlauf von acht Bänden entwickelt sich da natürlich was. Wir sehen, wie Yuu beginnt, mehr und mehr über ihre Beziehung zu Touko nachzudenken, und vor allen Dingen erfahren wir, warum Touko so ist, wie sie ist.
Das alles geschieht, wie gesagt, sehr langsam.
Dabei herrscht die ganze Zeit über eine seltsame Atmosphäre. Ich würde sie am ehesten noch mit melancholisch beschreiben. Aber das trifft es auch nicht genau. Ich habe irgendwie dauernd die unerfüllten Bedürfnisse von Yuu und Touko gespürt.

Und dann kommt Band 8. Und der gehört mit zu dem Besten, was ich im Bereich Yuri bisher gesehen habe. Ein absolut hervorragendes Ende für eine doch etwas merkwürdige Liebeschichte. Band 8 werde ich sicherlich noch viele Male lesen. Wo ich das hier schreibe, habe ich ihn bereits zwei mal gelesen.
Und dieser Band ist dann auch letzten Endes fast alleine für meine 5 Sterne verantwortlich.
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Sayonara Rose Garden

Avatar: Ixs
Editor
#10
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Yuri
Wer einige meiner Rezensionen gelesen hat, weiß, dass ich ein Yuri-Fan bin. Nun, ich mag auch tragische Liebesgeschichten und die viktorianische Ära. Wenn diese Dinge in einem gut geschriebenen Paket zusammengefasst sind, kann ich nicht anders, als in den Manga hineinzuschnuppern. Mit anderen Worten, ich mag „Goodbye, My Rose Garden“, weil es aus diesen Dingen und mehr besteht, obwohl ich den Manga für eher durchschnittlich halte.

Dieser Manga spielt in den frühen 1900er Jahren und dreht sich um Hanako, eine Japanerin, die den ganzen Weg nach England reist, um ihren Lieblingsautor zu treffen. Als sie ihn nicht treffen kann und an ihrer Entscheidung, Japan zu verlassen, zweifelt, wird sie unerwartet eingeladen, als Dienstmädchen für eine Adlige namens Alice Douglas zu arbeiten. Hanako genießt ihren neuen Job und ihr neues Zuhause, aber die Dinge werden schnell kompliziert – ihre Arbeitgeberin Alice bittet Hanako, sie zu töten (wenn die Zeit reif ist), weil sie nicht mehr leben will. Alice lebt vorerst weiter, während Hanako sich an ihren neuen Job gewöhnt und versucht zu verstehen, warum Alice so verzweifelt ist. Gleichzeitig kommen sich die beiden Frauen näher und potenzielle romantische Gefühle blühen zwischen ihnen auf.

Für mich ist dies eine einzigartige Prämisse. Die meisten Yuri-Serie, die ich gelesen habe, spielen im heutigen Japan und konzentriert sich auf Teenager-Charaktere. Es ist erfrischend, Charaktere zu sehen, die Erwachsene sind. Außerdem erzeugt das viktorianische Setting eine völlig andere Dynamik als ich es gewohnt bin. In den meisten Yuri-Mangas gibt es normalerweise einen gewissen gesellschaftlichen Druck, durch den sich die Mädchen für ihre Sexualität schämen, aber im England des 20. Jahrhunderts ist es viel schlimmer. Homosexuelle Beziehungen wurden in dieser Zeit nicht nur herabgesetzt – sie waren in einigen Fällen gesetzlich strafbar. Darüber hinaus lassen Alices sozialer Status und Hanakos Hintergrund ihre zukünftige Beziehung noch unmöglicher erscheinen. Die verbotene Liebe und das Ganze, „du musst mich töten“, sorgen für zusätzliche Spannung: Werden sie zusammenkommen und wenn ja, was wird passieren, wenn die Leute es herausfinden? Oder wird Alice sterben, bevor etwas aus ihrer Beziehung wird?

Ich hatte immer eine Affinität zur viktorianischen Ära. Ich liebe die Ästhetik, besonders die Mode. Die Outfits von Hanako und Alice – und das gesamte Artwork im Manga – sind wunderschön. Ein weiterer Grund, warum ich diese Ära liebe, ist die Literatur. Ich mag Oscar Wilde und viele anderen, bin aber nicht so bewandert auf diesem Gebiet, daher haben mich all die literarischen Referenzen in der Geschichte schwindlig gemacht. Das Schreiben im Manga selbst ist großartig. Die Dialoge sind gut geschrieben und die Übersetzer haben die schwülstige Sprechweise des Adels dieser Zeit gut eingefangen.

Apropos Bücher und Literatur, ich mag Hanako als Charakter sehr. Sie ist ein Bücherwurm, Japanerin und einfach bezaubernd. Aber ich finde sie auch sehr mutig. In ein völlig fremdes Land zu reisen (und das in den frühen 1900er Jahren) und ein neues Leben zu beginnen, muss furchterregend sein. Sie hat keine Angst davor, ihre Meinung zu äußern – gegen Dinge wie Sexismus und Homophobie – und ihre Anschauung zur Gesellschaft selbst mit unzähligen sozialen Regeln kundzutun. Gleichzeitig kann sie in bestimmten Dingen sehr verletzlich und unsicher sein. Sie ist komplex wie eine wirkliche Person, was sie zu einem starken und realistischen Charakter macht. Alice hingegen hat eine sorgfältig gestaltete Fassade, die sie immer hochhält, daher bin ich mir nicht sicher, ob ich sie wirklich mag, da ich sie nicht wirklich kenne.

Alices allgegenwärtige Maske lässt sich das Yuri langsam entwickeln. Es ist sofort offensichtlich, dass Hanako Alice attraktiv findet. Sie hat einige lesbische Momente. Aber Alice ist komplizierter. Sie flirtet manchmal mit Hanako oder macht flirtende Witze, aber es ist schwer zu sagen, was sie wirklich denkt oder fühlt. Das Yuri ist jedoch vorhanden und baut sich im Laufe des Mangas auf. Am Ende des ersten Bandes ist jedoch nichts offiziell und wer weiß, was mit Alices Todeswunsch passieren wird.

Goodbye, My Rose Garden“ bietet eine neue Sicht auf Yuri, worauf ich lange gewartet habe. Insgesamt ist der Manga interessant genug, um wissen zu wollen wie es weiter geht. Hoffentlich lebt Alice lange genug um mit Hanako eine legitime Beziehung zu haben, was die Serie spannender machen würde. Empfehlenswert für Yuri-Fans, die eine Abwechslung suchen, aber keine zu große Geschichte erwarten.
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Dekisokonai no Himegimi-tachi

Avatar: Ixs
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#11
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  • Yuri
Failed Princesses“ folgt Nanaki Fujishiro, einer beliebten Gyaru, und ihrer Klassenkameradin Kanade Kurokawa, einer Mauerblümchen-Fujoshi. Obwohl sie als Feindinnen anfangen, beginnen die beiden sich näher zu kommen, nachdem Kurokawa Zeugin von der Art von Fujishiros Freund geworden ist, der sie grob beleidigt und fallen lässt, nachdem er gesagt hat, dass sie nur seine Nebenfreundin ist. Es gibt viele Geschichten über ein beliebtes Mädchen, das sich mit einem ruhigen Mädchen anfreundet und sich dann in sie verliebt. Viele von ihnen wurden von Milk Morinaga geschrieben. Zum Glück verändert Ajiichi diese Erzählung ein wenig, indem er feststellt, dass die beiden in völlig getrennten Sphären leben. Fujishiro schikaniert und beleidigt oft Kurokawas Aussehen und drückt offen ihre Verachtung darüber aus, dass jeder sich so wenig um sein Aussehen sorgen könnte. Nachdem Kurokawa Fujishiro getröstet und versprochen hat, es geheim zu halten, fühlt sich die Gyaru ihr verpflichtet und scheint entschlossen, sich mit ihr anzufreunden.

Der Beginn des Mangas fühlt sich außergewöhnlich übereilt an. In einer Minute verachtet Fujishiro Kurokawa und in der nächsten will sie unbedingt ihre Freundin sein. Natürlich würde die Freundlichkeit, die Kurokawa ihr entgegenbringt, eine Veränderung auslösen, aber die plötzliche Veränderung der Einstellung ihr gegenüber erscheint aus dem Nichts. Kurokawa ist realistischer und zögerlicher, besorgt darüber, wie sich die Nähe der anderen auf ihre beiden Freundschaften auswirkt, und unsicher, ob sie überhaupt in ihrer Nähe sein will. Nach der anfänglichen Hektik beginnt sich die Geschichte jedoch in eine entzückende, wenn auch vorhersehbare Richtung zu entwickeln.

Fujishiro tut ihr Bestes, um sich mit Kurokawa anzufreunden. Sie investiert Zeit, Energie und Geld in die Dinge, an denen Kurokawa interessiert ist, hauptsächlich Manga, und teilt ihre Erfahrungen von Mode und Kosmetik mit ihr, wobei sie Kurokawas Augenbrauen zu ihrer gemeinsamen Freude macht. Möglicherweise ist der beste Aspekt von Fujishiros Bemühungen, Kurokawa zu verteidigen und einen Teil des Schadens, den sie durch Mobbing angerichtet hat, rückgängig zu machen. Es gibt bessere Erzählungen über dieses Thema. „Failed Princesses“ ist eher eine durchschnittliche Geschichte, aber Fujishiros Leidenschaft, als sie Klassenkameraden anschreit, weil sie Kurokawa verspotten und sie sich entschuldigen sollen, ist immer noch nett anzusehen.

Oft geht Fujishiro zu weit oder ist zu hartnäckig in ihren Bemühungen um Kurokawa und zieht sie mit sich, spricht mit ihr, auch wenn sie es nicht will. Leider endet der erste Band, bevor Kurokawa angemessen auf einige dieser größeren Belastungen reagieren kann. Die Leser sehen jedoch, dass sie sich Sorgen macht, dass Fujishiros Anwesenheit ihre anderen Freundschaften negativ beeinflussen wird, da ihre Freunde das beliebte Mädchen zu Recht negativ sehen. Diese Angst kommt zum Tragen und treibt die sich entwickelnde Bindung zwischen den Hauptfiguren in diesem Band weiter voran. Ich schätze besonders, dass Ajiichi daran dachte zu schreiben, dass Kurokawa ihre eigenen Freunde und Interessen hat, obwohl sie keine beliebte Schönheitskönigin ist.

Die Beziehung zwischen den Hauptfiguren ist angesichts der einfachen Prämisse des Mangas ziemlich tief. Obwohl sie dank Fujishiros beharrlichen Bemühungen sich näher kommen und eine einzigartige Bindung haben, besteht immer noch eine große Distanz zwischen ihnen, was durch Kurokawas negative Sicht auf Fujishiro und ihre Kindheitserfahrungen mit ähnlichen Charakteren noch verstärkt wird. Ihre seltsame Freundschaft lässt sich am besten durch ihre ungewöhnliche Terminologie für einander veranschaulichen, da sie sich nur mit Nachnamen auf den anderen beziehen. Ajiichi macht auch die dynamische Beziehung der Mädchen deutlich, da sich die erste Hälfte des Mangas in erster Linie darauf konzentriert, dass Fujishiro neues Verständnis und Respekt für Kurokawa gewinnt und am Ende vielleicht sogar kleine romantische Neigungen entwickelt. Währenddessen beginnt Kurokawa die Anstrengung und das Engagement des Mädchens zu verstehen.

Die Artwork von „Failed Princesses“ ist sauber. Aktionen und Charaktere sind leicht zu unterscheiden, und die Hintergründe sind detailliert genug, um die verschiedenen Settings darzustellen, ohne abgelenkt zu werden. Abgesehen von vielleicht ein oder zwei Panels mit mehr symbolischen Bildern, wie zum Beispiel einem Bild von Fujishiro und Kurokawa, die weit auseinander stehen, um emotionale Distanz zu kennzeichnen, gibt es nicht viel visuelles Geschichtenerzählen. Ajiichi verzerrt auch die Gesichter der Charaktere in humorvolleren oder emotionaleren Momenten zu sehr, z.B. indem er Fujishiros weinendes Gesicht übertreibt und damit den Leser ablenkt und den Ton der Geschichte stört. Das Charakterdesign sollte mit den schriftlichen Beschreibungen der Mädchen übereinstimmen. Während Fujishiro diesen Punkt trifft und sich immer als bezaubernd präsentiert, gelingt das mit Kurokawas Design leider nicht immer.

Ajiichi schafft mit diesem ersten Band von „Failed Princesses“ eine lustige Prämisse für eine Schulmädchen-Yuri-Geschichte. Obwohl ein Großteil der frühen Entwicklung leider zu hastig ist, besteht für diese komplizierte und unwahrscheinliche Freundschaft ein großes Potenzial. Der Manga zeichnet sich durch straffes Schreiben und tiefe, dynamische Charaktere aus, die sich gegenseitig beeinflussen und Ansichten und Vorurteile ändern. Es ist herzerwärmend, wie diese fehlerhaften Menschen versuchen, vergangene Handlungen in Einklang zu bringen und durch soziale Sumpfgebiete zu navigieren. Ajiichis Kreation erinnert stark an Milk Morinagas Schulmädchen-Yuri. Wenn man Titel wie „Girl Friends“ und „Ohime-sama no Himitsu“ mochte, empfehle ich auch diesen Manga.
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Given

Avatar: KawaiiChan#12

Musik ist magisch. Manchmal braucht man sie um mit etwas abzuschließen, manchmal aber auch um mit etwas Neuem zu starten...

Auf GIVEN bin ich tatsächlich nur aufgrund des gleichnamigen Anime gekommen. Ich mag Slice of Life sehr, vor allem aber wenn es verpackt mit Boyslove ist. GIVEN braucht seine Zeit. Ist es noch zu Beginn ein relativ entspannter Musik-Manga, merkt man jedoch mit der Zeit dass die vielen Gefühle die sich immer weiter ausbreiten, den Leser anstecken und gleichzeitig total anstecken.

Die Hauptprotagonisten sind die wahre Essenz des Manga. Jeder Charakter hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Trennungsschmerz, Lustlosigkeit, unerwiderte Liebe oder gar die Abhängigkeit zu anderen Menschen. Alles und jeder hat etwas, was einen selbst tatsächlich berührt und auch zum nachdenken anregt.

Großer Pluspunkt war meiner Meinung nach die Entwicklung. Man kennt es aus vielen BoysLove-Manga das klischeehafte und vorhersehende Storysetting - was natürlich nicht nur schlecht ist - doch GIVEN hebt sich da deutlich ab. Die langsame Entwicklung der Romanzen und die Glaubwürdigkeit der Taten, zeigen mir einfach wie echt und glaubwürdig Manga gestaltet werden können - die dennoch anscheinend die Masse ansprechen.

Möchtest du einen guten Manga, mit schöner, fließender Liebesgeschichte lesen, dann wäre GIVEN etwas für dich und könnte dir tatsächlich einige Abende versüßen.

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Yesterday o Utatte

Avatar: Slaughtertrip#13
Sing "Yesterday" for me
Auch wenn hier der Wunsch nach den Klängen längst vergangener Tage geäußert wird, als "all my troubles" noch "so far away" wirkten, liegt der Blick jedoch immer in Richtung Zukunft. Der Grundstein für diese wird in der Gegenwart gelegt, und zwar in den Entscheidungen, die man – egal ob spontan oder wohlüberlegt – trifft, und in den sich eröffnenden Gelegenheiten, die man entweder am Schopfe packt oder aufgrund am Seelenwohl knabbernder Unsicherheit oder fehlenden Mutes ungenutzt vorbeiziehen lässt.

Eine typische Dreiecksgeschichte wird hier um mehrere Involvierte erweitert – eine „Mehrecksgeschichte“ wird hier erzählt. Eine Mehrecksgeschichte, deren Protagonisten im Leben noch nicht Fuß gefasst haben, auf eine unsichere Zukunft zusteuern und ein wankelmütiges Herz besitzen, von dem sie noch nicht wissen, an wen sie es verschenken wollen. Dieses Spinnennetz an Querverbindungen zieht seine Fäden von vier Angelpunkten aus: den Hauptcharakteren Rikuo Uozumi, Haru Nonaka, Shinako Morinome und Ro Hayakawa.

Die meisten von euch kennen wahrscheinlich Leute wie Rikuo oder befanden sich selbst vielleicht schon in solch einer Phase. – Er weiß nicht, was er mit seinem Leben anstellen soll. Nach dem Studium nahm er einen Teilzeitjob an, bei dem er gerade so viel Geld lukrieren kann, um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen. Er redet sich ein, damit zufrieden zu sein. Dieses – ich nenne es einmal – bodenständige Leben fördert nicht gerade seine Motivation. Und ohne Motivation schafft er es nicht, seinem Leben, das deshalb weiter vor sich hindümpelt, einen Sinn zu geben. Ein Teufelskreis. Wenn es doch nur jemanden geben würde, der ihn aus dieser zerfahrenen Situation befreien könnte …
Könnte diese Person vielleicht Haru sein? Dieses sympathische, lebensfrohe, quirlige Mädchen, das Rikuos Leben auf den Kopf stellt? Obgleich sie grundsätzlich ein fröhliches Mädchen zu sein scheint, wird ihre traurige, wütende, selbstkritische, unsichere oder nachdenkliche Seite beleuchtet, sobald sie einen emotionalen Tiefschlag einstecken muss.
Oder könnte vielleicht Shinako diese Person für Rikuo sein? Sie ist der typische Schulschwarm, der einem zwar das Herz erwärmt, man jedoch kalte Füße bekommt, sobald es darauf ankommt, diesem seine Gefühle zu offenbaren.
Komplettiert wird dieses Quartett durch Ro, der eine ganz spezielle Beziehung zu Shinako hat. Welches Gefühl der Liebe überwiegt hier? Jenes, welches man für ein Familienmitglied empfindet, oder jenes, welches man für die Person empfindet, mit der man eine Beziehung eingehen und sein ganzes Leben verbringen möchte?

Diese Geschichte ist zu großen Teilen ein Liebesdrama und zu etwas kleineren Teilen eine Auseinandersetzung mit Coming-of-Age-Themen. Hier treffen junge Menschen mit ungewissen Perspektiven auf Gleichaltrige mit festen Plänen für die Zukunft. Doch auch ihre älteren Freunde oder Familienmitglieder, die, fest mit ihren Füßen im Boden verankert, mitten im Leben stehen, haben mit Problemen zu kämpfen. Während die einen versuchen, Prioritäten zu setzen und die Wichtigkeit von Liebe und Arbeit gegeneinander abwägen, sind die anderen mit dem Anfang und dem Ende des Lebens – der Geburt des eigenen Kindes und dem Tod eines Geliebten – konfrontiert.

Was dieses Werk so außergewöhnlich macht, ist das Gewöhnliche. Hier wird nicht das Ziel verfolgt, aufgrund übertrieben dargestellter Dramen auf die Tränendrüsen der Zuseher zu drücken. Die Probleme der Charaktere sind so alltäglich, wie sie nur sein können. Aufgrund dessen und der Vielzahl an Charakteren in den verschiedensten Lebensabschnitten lässt sich immer eine Identifikationsfigur finden. Und doch werden die Charaktere von diesen einfachen und alltäglichen Hindernissen auf die Probe gestellt. Man gewährt dabei einen tiefen Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt. Während der behäbigen, aber nie langatmigen Erzählweise wird man förmlich dazu eingeladen, einen Moment innezuhalten und die Situation der Charaktere zu reflektieren. Die Bildsprache tut ihr Übriges, um den oft melancholischen, aber nie zu seltenen heiteren Momenten Leben einzuhauchen. Manchmal bedarf es keinerlei Worte. Ein einfacher Blick oder ein kleines Lächeln reicht oft vollkommen aus.

Ein Haar in der Suppe findet man aber doch immer. Ich weiß nicht, ob es an der japanischen Gesellschaft oder am Alter der Mangavorlage (1997) liegt, doch ich fand es eher befremdlich, dass manche Charaktere einerseits erwachsen werden und ihre Unabhängigkeit beweisen wollten, andererseits jedoch immer erwartet haben, von den Frauen regelmäßig bekocht zu werden (selbst wenn sie mit diesen nicht einmal zusammen wohnen oder eine Beziehung mit ihnen führen). Mich als Nichtraucher hat zudem ein wenig gestört, dass fast alle Charaktere rauchen, was natürlich ein sehr persönlicher und subjektiver Kritikpunkt ist. Die Animeadaption hält davon jedoch vermehrt Abstand. Der Wandel der Gesellschaft in den letzten 23 Jahren oder das Vorbildverhalten spielen hier vielleicht eine Rolle.

Ein paar Worte zum Anime:
Für die Präsentation dieses Animes wurde ein Zeichenstil gewählt, der genauso bodenständig ist und das Gewöhnliche der Geschichte zum Ausdruck bringt. Hierbei wird mehr die dunkle Seite der Farbpalette benutzt, um dem Drama den richtigen Anstrich zu geben. Den Charakteren wurde ein Design gegeben, welches wenig auffallend ist, und das außergewöhnlichste an den Animationen sind die Rückblenden, die sich optisch gut von den Szenen, die sich in der Gegenwart abspielen, abheben. Die Mangavorlage ist relativ alt, und man hat es geschafft, dass sich das Alte mit dem Neuen die Waage hält. Die unauffällig ruhige BGM trägt ihren Teil dazu bei, sich stimmungsmäßig in die Welt dieses ebenso ruhigen Anime hineinversetzen zu können.
Von den Manga-Charakteren kommt nicht einmal die Hälfte davon im Anime vor. Das hat leider zur Folge, dass die Abwechslung fehlt und der Fokus immer auf den vier Hauptcharakteren, die es nicht immer schaffen, die Geschichte alleine zu tragen, liegt.

Dieses Werk ist jedem zu empfehlen, der sich auf eine ruhige, emotionale und realitätsnahe Geschichte einlassen möchte. Man wird hier womöglich an eine Zeit erinnert, in der man selbst nicht wusste, welchen Weg man im Leben einschlagen soll. An eine Zeit unerwiderter Liebe. An eine Zeit geprägt von Ungewissheit.
Post was last edited on 11.08.2020 um 13:31.
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Syrup: Shakaijin Yuri Anthology

Avatar: Ixs
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#14
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„Shakaijin Yuri“ sind Geschichten über die Liebe zwischen erwachsenen Frauen. Es stellt eine etablierte Nische auf dem japanischen Yuri-Markt dar. In letzter Zeit beginnen diese Art von Geschichten sich auch auf dem westlichen Markt auszubreiten. Das westliche Publikum erlebt Shakaijin-Serien, sowohl zeitgenössische, wie „Still Sick“, als auch ältere, wie „The Conditions of Paradise“. Für mich gibt es nur wenige Werke, die wirklich dazu beitragen den Shakaijin-Boom zu beleben. Auf Japanisch lautet der Titel dieses Sammelbandes „Syrup: Shakaijin Yuri Anthology“. Der Fokus liegt auf reifen Geschichten und Geschichten am Arbeitsplatz, was mein Interesse geweckt hat. Die Leser werden jedoch wahrscheinlich von dieser inkonsistenten und oft generischen Anthologie enttäuscht sein.

Eine der Hauptattraktionen dieses Mangas sind die Mitwirkenden. Einige der Besten der Yuri-Welt haben diesen Manga kreiert und selbst westliche Leser werden wahrscheinlich einige der Namen, wie Yukiko („Futaribeya“), Hachi Itou („Kindred Spirits on the Roof“) und natürlich Milk Morinaga („Girl Friends“), kennen. Darüber hinaus bietet der Manga dem Leser auch die Möglichkeit, sich mit weniger bekannten Mangaka, wie Shuninta Amano und Ken Kurogane vertraut zu machen, die einige der besten Kapitel der Anthologie beigesteuert haben.
Ein weiterer Vorteil einer solchen Vielfalt an Mitwirkenden ist die Fülle unterschiedlicher Zeichenstile in der Anthologie. Es gibt starke Kontrast zwischen reiferen oder sinnlicheren Stilen, wie den von Natsumi Matsuzaki und Hachi Itous Moe-Charakteren. Der Manga erstreckt sich über fast jeden Punkt zwischen diesen beiden Stilen und es kann eine unterhaltsame Erfahrung sein nur durch die Seiten zu blättern um sich das Werk anzusehen. Natürlich sind einige Stile polierter als andere. Mochi Au Laits simpler und mich weniger ansprechender Stil ist ein unglücklicher Ausreißer unter einigen anderen fabelhaften Künstlern. Ihre Geschichte „The Cram School Teachers“ ist jedoch eine der lustigsten in der Anthologie. Die wunderschöne Cover-Illustration von Fly fasst die fantastische Zeichnungen zusammen und ist ebenfalls ein Highlight.

Leider sind die Handlungen der Geschichten und die Charaktere bei weitem nicht so unterhaltsam wie das Artwork. Während die Ästhetik einer Arbeit dazu beitragen kann, dass einem ein Manga gefällt, fühlten sich die verschiedene Erzählstile oft inkonsistent an. Aus diesem Grund bevorzuge ich normalerweise Sammlungen von Kurzgeschichten eines einzelnen Autors, wie Akiko MorishimasThe Conditions of Paradise“. Ein einheitliches Thema in den einzelnen Geschichten kann dieses Problem jedoch häufig beheben. Leider scheinen einige Mangaka, leider zu viele, in den Geschichten von erwachsenen Charaktere zu schwelgen und haben ironischerweise einige der unausgereiftesten Beiträge in der Anthologie erstellt.
Bevor ich aber in die Tief der Mittelmäßigkeit eintauchen, gibt es einige Kapitel, die es Wert sind, hervorgehoben zu werden. Zwei der besten Kapitel, Teruko ShioyasPromise“ und Ken Kuroganes „Rose Quartz“, zeigen Frauen in etablierten Beziehungen, die den nächsten Schritt in ihrer Beziehung machen. Die letztere der beiden Geschichten ist auch eine der wenigen, die Inhalte für Erwachsene auf eine Weise transportiert, die sich reifer anfühlt. Es verdeutlicht die Liebe und Anziehungskraft der Charaktere zueinander, anstatt nur Brüste wegen des Fanservices zu zeigen. Es ist großartig zu sehen, wie Künstler ihre Fähigkeiten nutzen, um ein bisschen mehr in die Tiefe zu gehen. Die Geschichte zeigt bewundernswerte Zurückhaltung und nachdenkliches Schreiben, das seine Charaktere respektiert.
Weitere interessante Kapitel sind „Mama X Mom“, in dem es weniger um die sexuelle Beziehung zwischen zwei Frauen geht, sondern die emotionalen Bindungen der Figuren, die in einer einzigartigen Situation stehen. Hachi Itous „First Grown-Up Love“ wird dem Titel „Syrup“ vielleicht am meisten gerecht, da es sich um eine entzückend süße und lockere Geschichte der ersten Liebe im Erwachsenenalter handelt. Als eine der längeren Geschichten hat es auch etwas mehr Zeit für die Ausarbeitung der Figuren und enthält daher einige der stärkeren und interessanteren Charaktere.
Leider sind die meisten Geschichten unglaublich mittelmäßig. Eine überzeugende Erzählung mit interessanten Charakteren in einer so kurzen Form zu erzählen, in einigen Fällen nur sechs Seiten, ist eine entmutigende Aufgabe, die die meisten Kapitel nicht bewältigen können. Sie sind absolut langweilig mit eindimensionalen Charakteren. Sie hinterlassen wenig Eindruck und selbst im Moment des Lesens ist man müde und wünscht sich, dass die Passage endet. Einige Geschichten zeigen ein gewisses Potenzial, wie Naoko KodamasDaily Smile“, aber sie enden oft, bevor sie richtig loslegen können.

Ein paar langweilige Kapitel sind akzeptabel, da der Geschmack unterschiedlich sein wird und viele einige der Geschichten genießen werden, die mich völlig unberührt gelassen haben. Einige Kapitel, wie Kana YoshimurasCoward Queen“, eine verwirrende und abstoßende Darstellung von zwei Frauen, die einen pornografischen Film machen und Natsumi MatsuzakisMy Femme Fatale“ schwelgen viel zu sehr darin so viel Nacktheit zu zeigen wie es irgendwie geht, bevor sie als Hentai bezeichnet werden. Die ersteren zeigen eine Lust am Sadismus, die mit dem Rest der Anthologie kollidiert. Es könnte dem Leser sogar die nächsten Kapitel verderben, da es eine der ersten Geschichten ist und die Leser mit immensem Missfallen zurücklässt.
Es gibt einige fragwürdige Dinge, auch außerhalb der gewalttätigeren Geschichten. Darstellungen oder Beschreibungen von Handlungen wie das Starren auf die Unterwäsche oder die Brüste einer Frau oder das unangenehme herausposaunen von Phrasen, wie „Ich bin eine Jungfrau“, werden beiläufig eingeflochten und oft als romantisch dargestellt. Nun, dieser Manga ist eine Fiktion und kann auch mit einigen fragwürdigeren Aspekten genossen werden. Die veraltete Darstellung fühlen sich jedoch wie etwas aus einer Komödie der 1980er Jahre an, nicht wie in einem Manga, der zumindest zu versuchen scheint, einen Hauch von Realismus zu bewahren.
Es gibt kein besseres Beispiel für eine potenziell überzeugende Arbeit, die durch ihre unappetitlichen Elemente vergeudet wird, als Milk Morinagas „Working with a Angel“. Es beginnt ziemlich gut. Anstatt jedoch einen intelligenten oder realistischen Ansatz der beiden Protagonistinnen zu verfolgen, die versuchen ihre wachsende Beziehung geheim zu halten, wird die Geschichte schmierig. Das Model möchte der Managerin ihren nackten Körper zeigen … Abstoßend ist die großzügigste Bezeichnung für dieses letzte Kapitel.

Syrup: A Yuri Anthology“ enthält ein paar süße und überzeugende Beziehungen zwischen erwachsenen Frauen, ist aber größtenteils mit unglaublich mittelmäßigen Geschichten gepflastert. Nur wenige Geschichten können mehr als eine schwache Prämisse und Charaktere darstellen. Mit einigen bemerkenswerten Ausnahmen ist „Syrup“ ein verwirrter Versuch zu zeigen, wie erwachsen Yuri sein kann, indem es Brüste und Fanservice mit Reife verwechselt. Shakaijin-Geschichten können sexy sein. Tatsächlich sollten sie aber mehr als das sein. „Syrup“ vergisst zu oft das Herz, die Zuneigung und die Emotionen und ersetzt sie durch billige, uninspirierte Geschichten und Charaktere. Es gibt einige Kapitel, die die Zeit der Leser Wert sind, aber wenn man kein Hardcore-Fan von einem der mitwirkenden Mangaka ist, ist dieser Manga eher weniger empfehlenswert. Der Großteil des Mangas war jedoch in Ordnung, daher eine durchschnittliche Wertung für einen mittelmäßigen Manga.
Post was last edited on 01.08.2020 um 03:30.
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Zong Cai Zai Shang

Avatar: zenjuna#15
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Die ersten 250 Kapitel (von über 300) des Webmanhua Zong Cai Zai Shang handeln von der Suche nach den Gründen weshalb bei Nina Sze einfach nichts mehr rund gelaufen ist. Daneben ist sie zugleich interessiert aus den Fängen von Aubery Kung zu entkommen.
Eine weiterer Handlungsstrang ist der um ihre Kindheitsliebe Charles Mo. Charles hat nach einer Operation, die seine Sehfähigkeit wiederherstellte, sein Gedächnis verloren und lebt nun zusammen mit Nina Szes Schwester Dora.

Handlung:
In Vorbereitung zu seiner, von der Familie Kung, arrangierten Heirat geht Aubery Kung seine vormaligen Beziehungen durch, ob dort nicht doch irgendetwas passiert sein könnte. Dabei fiel sein Interesse auf Nina Sze, die er schon vor drei Jahren als Täterin einer KO-Tropfen-Attacke identifiziert hatte. Sie verließ nach der Arbeit auf dem Kreuzfahrtschiff "BAHA" nicht mehr ihre Wohnung und lief in Schlabberklamotten herum. Daraus zog er den Schluss, dass sie eine Schwangerschaft verborgen und ein Kind zur Welt gebracht hat.
Er ließ Nina von seinen Bodyguards kidnappen und sperrte sie in seiner schlossartigen Villa ein. Trotz aller Bemühungen von seiner Seite, unter anderen durch Folter (z.B. überhöhte Temperaturen in den Räumlichkeiten, Nahrungs- und Flüssigkeitsenzug, Verletzung der körperlichen Integrität durch Untersuchung ihres Vaginalbereiches) und Nutzung von Lügendetektortests hat er Nina nicht glauben können. Selbst das Ködern mit Wohlstand konnte kein Ergebnis erzielen.
Nina blieb dabei: Sie war nie Schwanger (schließlich weiß sie es ja am Besten).
In der Folgezeit gibt es einen alltäglich Battle zwischen Nina und Aubery, wie es weiter geht. Aubery sperrt Nina in ein nobles Appartment ein und lässt ihr keinen Platz zu Atmen. Nina will herausfinden, weshalb ab dem Neujahrsfest auf dem Kreuzfahrtschiff bei ihr alles schief geht.
Und hier kommt sie langsam voran. Ihre ehemalige Collegefreundin Yuki Tong hat eigentlich ihr den KO-Tropfen-Trunk geben sollen. Sie tat dies auf Anweisung der Schwester von Nina, Dora Sze, die ihr 60.000 Dollar dafür gab. Dieses Geld benötigte Yuki führ eine Behandlung ihres Vaters.

Charaktere:
Auf der einen Seite haben wir einen erratischen Charakter namens Aubery Kund und als ruhigen Gegenpart Nina Sze. Sie sind nicht einfach so aus der Schablonenkiste genommen worden, sondern sind sehr gut heraus gearbeitet. Auch die häufiger auftretenden Nebencharaktere bekommen einen vernünftigen Background. Besonders schön finde ich das Ehepaar Hsia, sie ist Geschäftsführerin eines Verlages und er ist Hausmann.

Illustration:
Mein Lieblingspunkt: Kann man die Charaktere auch vernünftig unterscheiden? Kann bei diesem Manga ohne Probleme mit JA beantwortet werden. Auch der Detaillierungsgrad der Umgebungen ist auf einem guten, eher im oberen Durchschnitt anzuordnenden, Niveau.

Romanze:
Nina Sze bekommt im Laufe der Kapitel einen kleinen Harem. Der ihr nicht allzu sehr zugeneigte Aubery entwickelt in einer relativ kurzen Zeit tatsächlich Liebesgefühle für Nina. Bei Charles hat die Rückkehr seines Gedächnises auch Auswirkungen auf sein Liebesleben. Er lässt Dora fallen und wendet sich Nina zu.
Und wie steht Nina zu den Beiden? Gegenüber von Aubery zeigt sie weiter kein Interesse und zeigt ihm die Kalte Schulter. Bei Charles ist sie sich nicht sicher ob sie ihn noch liebt, da er in der Zeit seines Gedächnisverlustes überhaupt nicht nett mit ihr umgegangen ist.

Fazit:
Zong Cai Zai Shang ist nicht, besonders zu Beginn, einfach. Er zeichnet ein Bild von Männern, die sich ihrer Macht und Einflusses gewiss sind und dadurch kaum Skrupel haben mit anderen Menschen übelst umzugehen. Aber nicht nur die Handlungen der verschiedenen Männer lassen zu wünschen übrig. Auch wie sich einige Frauen verhalten, wirft kein gutes Bild auf diese.
Was ihn interessant macht ist der Kampf zwischen Nina und Aubery und der im Hintergrund laufende Krimi um die Umstände die zu den Handlungen führten. Wer sich vom vorgenannten nicht abschrecken lässt findet einen gut gezeichneten und geschrieben Manhua. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Edit: Kleinere Korrekturen 01.08.2020
Edit: Kleinere Fixes 08.08.2020
Post was last edited on 08.08.2020 um 02:57.
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