Manga Reviews

This page displays all manga reviews from our members in the order in which they have been published.

Anime Reviews

Ore Monogatari!!

Avatar: optimistic-yuyu#1
  • Handlung
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(Enthält Spoiler!)

Takeo Gouda ist ein herzensguter Junge, der stets allen hilft, wo er nur kann. In der Schule ist er bei den Jungs sehr beliebt, am besten versteht er sich mit Makoto Sunakawa, einem Nachbarsjungen im gleichen Alter, den er schon seit dem Kindergarten kennt.

Bei den Mädchen hat er aufgrund seines Aussehens jedoch wenig Erfolg. Er entspricht mit 2 Metern Körpergröße, einem Gewicht von 120 Kilo, sehr markanten Gesichtszügen und kurzen, schwarzen Haaren, nicht gerade dem Traumtyp weiblicher Teenager, im Gegenteil, manche haben aufgrund seiner Optik regelrecht Angst vor ihm.

Das ändert sich, als er die Schülerin Rinko Yamato in der U-Bahn vor einem Grabscher rettet. Sie möchte sich unbedingt bei ihm bedanken. Da jedoch auch Sunakawa bei besagtem Vorfall anwesend war, geht Takeo davon aus, dass Rinko eben diesen näher kennen lernen will. Schließlich wäre das nicht das erste Mal, dass ein Mädchen, dass er gut findet, nur Augen für seinen besten Freund hat. Doch Rinko ist tatsächlich an Takeo interessiert und nach einem Missverständnis kommen die beiden schnell zusammen.

Da es für beide die erste Beziehung ist, trauen sie sich anfangs kaum auf den jeweils anderen zuzugehen. Bei den ersten Dates muss sogar Sunakawa dabei sein. Meistens sitzen sie in einem Park und essen Kekse und Kuchen, die Rinko gebacken hat. Dies ist nämlich ihr größtes Hobby und sie ist unheimlich talentiert.

Nach einiger Zeit treffen die zwei Verliebten sich immer öfter alleine und unternehmen verschiedene Sachen. Leider stoßen sie auch auf Probleme, so können Rinkos Freundinnen anfangs nicht nachvollziehen wie sie sich in jemanden wie Takeo verlieben konnte und lästern über diesen. Dies verletzt Rinko natürlich, doch nachdem die anderen Mädchen Takeo näher kennenlernen bereuen sie ihre Vorurteile.

Später verliebt sich ein anderer junger Mann ebenfalls in Rinko und auch Takeo wird bei den Mädchen immer beliebter. Dies führt zu neuen Schwierigkeiten und Problemen, die das Pärchen gemeinsam lösen kann.

Was der Manga dem Leser meiner Meinung nach mitteilen möchte ist, dass es immer Leute geben wird, die einen attraktiv finden, egal wie man aussieht, dass man stolz auf seinen Körper sein darf und soll und dass es bei Beziehungen sowieso auf innere Werte ankommt. Außerdem hat es auch seine Vorteile wenn man nicht unbedingt jedem Schönheitsideal entspricht. So ist Takeo durch seinen Körperbau äußerst kräftig, was in der Serie nicht nur einmal von Nutzen ist.

Wer eine Liebesgeschichte sucht, bei der das Hauptpaar schnell zusammenkommt und in der es um die Entwicklung der Beziehung an sich geht, ist hier bestens bedient. Die Charaktere sind liebevoll designt, die Zeichnungen wechseln in den richtigen Momenten zwischen spaßig und ernst und die ganze Atmosphäre ist sehr lieb und friedlich gehalten.
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Frau Faust

Avatar: Nova Lunaris#2
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  • Charaktere
Wer kennt sie nicht, die Erzählung von Dr. Faust, dem Mann, der mit Mephistopheles einen Pakt schloss? Aber wusstet ihr auch, dass der liebe Doktor eigentlich eine Frau war, die auf den Namen Johanna hörte? Nein, dann solltet ihr euch vielleicht die Geschichte nach der Geschichte vom berühmten Dr. Faust zu Gemüte führen.

In dem Werk »Frau Faust« von Kore Yamazaki geht es, wie der Titel bereits vermuten lässt um Johanna Faust, ihres Zeichens Wissenschaftlerin und Querdenkerin. Es ist inzwischen ein Jahrhundert vergangen, seit Mephistopheles den Pakt eingelöst hat. Trotzdem ist die Titelheldin quick lebendig und auf der Suche nach den Teilen ihres Teufels. Denn vor 100 Jahren ist es der Kirche geglückt, Mephisto zu fangen und seine Einzelteile überall auf der Welt zu versiegeln. Begleitet wird sie dabei von dem Jungen Marion.
Die Idee die Geschichte von Dr. Faust fortzusetzen hat mir durchaus gefallen und ist auch weitestgehend gelungen. Der Autor beweist abermals, dass er ein Händchen für schöne Fantasiegeschichten hat. Leider verliert die Story im Verlauf etwas ihren Zauber, da gegen Ende das Erzähltempo deutlich anzieht. Gut bei einem 5 Bände umfassenden Manga ist das für mich nicht ungewöhnlich, da ich bisher den Eindruck gewonnen habe, das Kurzmanga generell schneller erzählt werden.
Die titelgebende Heldin Johanna, ist eine rationale und wissbegierige Frau, die aber gegenüber den Menschen, die ihr wichtig sind, Wärme zu zeigen vermag. Sie ist um keinen makaberen Witz verlegen und ich hatte meinen Spaß zu zuschauen, wie sie sich aus jeder noch so verfahrenen Situation mehr oder weniger kunstvoll herauswindet. Auf der anderen Seite haben wir den jungen und naiven Marion, der in Johanna seine Chance sieht, das Wissen zu erlangen, das ihm aufgrund seines Standes von der Obrigkeit verwehrt bleibt. Neben den Hauptfiguren tauchen auch noch der Enkel von Wagner und Margarete, die hier die Kindheitsfreundin von Faust war, auf. Beide Namen sollten aus dem Originalwerk bekannt sein.
Der Zeichenstil befindet sich hier auf ähnlich hohen Niveau wie in »Braut des Magiers«. Allerdings haben die Komödieszenen, die ich schon im Vorgängerwerk fehl am Platze fand, deutlich zugenommen. Die Idee, zwischen den Kapiteln kleine Ausschnitte zu machen, wo sich die »Schauspieler« der Mangafiguren über die Szenen unterhalten, hat mir gefallen. Als Beispiel hätten wir da einen Großvater, dessen Enkelin ihn fragt, ob sie in dem Dämonenkostüm cool aussieht. Oder wie die Darstellerin der Antagonistin feststellt, wie fies sie in der Geschichte eigentlich ist. Am Ende eines Bandes erzählt uns der Mangaka wieder in seiner selbstironischen Art, wie er auf so manche Idee gekommen ist.

Fazit
Eine kurze ansprechende Fantasiegeschichte für zwischendurch, bei der man nicht allzu viel nachdenken muss. Jeder der bereits ein Fan von »Die Braut des Magiers« ist, wird diese Erzählung mögen, auch wenn sie nicht an das Vorgängerwerk heranreicht. Kore Yamazaki hat es geschafft ein neues und fantasievolles Bild auf die Tragödie um Dr. Faust zu werfen. Schon allein die Idee, aus der Figur eine Frau zu machen, die sich als Mann verkleidet hat, um an die Universität gehen zu können, hat mir gefallen. Da ich das letzte Mal mit dem Fauststoff zu meiner Schulzeit zu tun hatte, fielen mir einige Anspielungen erst auf, als ich eine Zusammenfassung des Originalwerkes konsultierte.
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Gigant

Avatar: goku736#3
(Stand Kapitel 56)
Die Story:
Es geht um einen Schüler, der sein Idol, eine Pornodarstellerin kennenlernt. Sie tauschen Kontakte aus und lernen sich immer besser kennen. Es kommt wie es kommen muss, die beide werden ein Paar. Sie ist 24, er 16 (oder 17), was teils thematisiert wird. Darüber hinaus erhält die Frau die Fähigkeit für eine bestimmte Zeit groß zu werden. Sie setzt es teilweise dazu ein, gutes zu tun. Später stellt sich heraus das es eine Internet Platform namens ETE gibt, in dem abgestimmt wird, was als nächstes in den Städten der Erde passieren soll. So werden Menschen u.a. von Ufos mitgemommen. Auch passieren hier Dinge, die mich an Attack on titan erinnert haben.
Eines der Probleme der Story ist, dass vieles viel zu schnell erzählt wird, ohne dass es irgendwie relevant erscheint. Die Menschen akzeptieren es einfach und machen weiter. Teils nehmen die Menschen das Geschehene nicht wirklich ernst oder tun so, als ob alles schon immer so gewesen ist. Es spricht nicht gerade von Glaubwürdigkeit, dass die Charaktere sich so verhalten.

Es tauchen z.B. überall Riesen in der Stadt auf und wollen die Menschen töten. Da befindet sich der Protagonist und sein Freund in der Schule. Während all ihre Klassenkameraden getötet werden, wollten sie, bevor sie direkt aus der Schule fliehen, noch ihre Taschen aus dem Spint holen, als wäre das jetzt sonderlich wichtig (hatte absolut keine relevanz). Und dann gehen sie einfach nachhause und verabschieden sich, als wäre nichts passiert. Zuhause angekommen schläft unser Protagonist einfach im Bett, während es in der Stadt von diesen Riesen wimmelt, die in jedes Haus eindringen um leute zu töten. Was auch ihm dann widerfahren ist, er konnte sich aber irgendwie retten. Sinnvoller wäre es, wenn er sich mit seiner Familie versteckt hätte.

Der Plot ist zwar unterhaltsam, man möchte wissen, was hinter alldem steckt, ich gehe aber davon aus, wie in den anderen Werken des Autors, dass die hintergründe auch am Ende nicht geklärt werden. Der Fokus liegt sehr stark in der Beziehung der beiden Charaktere. Diese hat mir allerdings nicht sehr gefallen. Zu blass war die beziehung und zu naiv / kindlisch.

Charaktere:
Eigentlich mag ich die Charaktere von den anderen Geschichten des Autos. nur hier will es nicht so wirklich funken. Für mich sind die Charaktere sehr blass und auch uninteressant. Ich sehe auch nicht, dass sie sich zu irgendwas großen hinentwickeln. Im Fokus geht es um die Beziehung der beiden Hauptcharaktere, nur wird diese mMn nicht sonderlich interessant dargestellt. Es geht alles viel zu schnell, so dass keine Romantik aufkommen will bzw dass das irgendwie interessant wirkt. Allgemein kommt mir das zusammen kommen von den beiden sehr gekünstelt vor. Sie waren ab einen bestimmten Punkt einfach zusammen, wirklich hingearbeitet wurde da nichts. Zudem entwickelte sich die Beziehung nicht weiter. Meist Schlafen sie miteinander oder die beiden machen sich sorgen, falls der andere mal in Gefahr ist. Auch der Altersunterschied stellt für die beiden anscheinend kein Problem dar, der Autor hatte wohl kein Interesse, zu Thematisieren, was für Probleme da aufkommen könnten.
Der Protagonist ist aber für mich der größte Nachteil. Er selbst scheint keinerlei Persönlichkeit zu besitzen. Irgendwie ist er viel zu sehr auf die Frau fixiert. Andersherum ist es zwar das gleiche, nur hat sie den Vorteil eine etwas größere Rolle zu haben, was die Geschehnisse angeht.
Neben den beiden gibt es bislang eigentlich keine weiteren erwähnenswerte Charaktere mehr, dabei täte das der Geschichte sicherlich gut. Aktuell werden zwar welche eingeführt, aber man weiß noch zu wenig über sie, als das man sich daraus einen Urteil bilden könnte.

Zeichenstil:
Genauso wie in seinen anderen Werken, da gibt es nicht viel zu erzählen. Alles sieht sehr gut aus. Ich mag nur das Design vom Protagonist nicht sonderlich. Es gibt im Manga viele Sexszenen und viel Nacktehaut. Die Frau ist nämlich jedesmal Nackt, wenn sie groß wird.

Fazit:
Der Manga ist unterhaltsam. Allerdings war es das auch schon. Er wird höchstens in Erinnerung bleiben wegen den verrückten Ideen, aber sicherlich nicht wegen einer spannenden Geschichte oder guten Charakteren. Aber wenn ich mein größtes Problem nennen müsste, würde ich sagen es fehlt an Substanz. Irgendwie fühlt es sich nicht so an, als ob der Autor sich das alles gut durchdacht hat. Daher erwartet leichte kost, ohne allzu hohe Erwartungen zu haben.
Post was last edited on 07.11.2020 um 19:23.
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Chichi no Koyomi

Avatar: goku736#4
Ich bewundere viele Geschichten von Jiroo Taniguchi. Die Art, wie er seine Geschichten aufs Papier verwirklicht, beeindruckt mich. Besonders mag ich, wie er es schafft etwas so zu erzählen, das zwar sehr ruhig ist, aber nie langweilig wird oder sich langsam anfühlt. Auch dieser Manga stellt keine Ausnahme dar. Jedes Kapitel ist sehr interessant erzählt und man möchte wissen wie es weitergeht.

Die Charaktere sind allesamt glaubwürdig und auch realistisch. Besonders unsymphatische Charaktere sind nicht vorhanden. Allgemein sind nicht besonders viele Charaktere in der Geschichte enthalten, sind aber auch "nur" 12 Kapitel. Im Zentrum der Geschichte steht aber die Beziehung von Vater und Sohn. Es geht darum wie sich sich immer weiter entfremden. Ich fand das sehr gut Dargestellt. Mich hat es mitgenommen, wie die Geschichte sich entwickelt hat bzw was man alles erfahren hat. ich glaub gerade ältere leser können sich wohl reinfühlen in die Charaktere. Mir gab es auch viel zu denken. Jünge leser würden wahrscheinlich die Geschichte als langweilig empfinden und viele Dinge nicht nachvollziehen können.

Erzählerisch hat es mich etwas an sein anderes Werk "Vertraute Fremde" erinnert. Es geht um einen Mann, der zur Beerdigung seines Vaters fährt. Dort angekommen trifft er auf Familienmitglieder, die er schon seit jahren nicht mehr gesehen hat. Sie erzählen von früher, über das leben des jungen und des Vaters. So wird dem Sohn immer mehr bewusst, wie sein Vater tatsächlich gewesen ist. Der Großteil der Geschichte spielt in der Vergangenheit statt, aus der Kindheit/Jugend des Mannes. Der Fokus liegt auf das Familienverhältnis.

Alles ist sehr schön gezeichnet. Er überträgt die Emotionen gut aufs Papier. Die Charaktere haben sehr einfache Gesichter. Wirklich störend ist das nicht. Das einzige Problem was ich mit den Gesichtern der Charaktere hatte war, dass ich manchmal Charaktere verwechselt habe. Die Umgebungen sind schön gestaltet und auch klar. Es strotzt nicht gerade vor Details. aber das braucht es auch nicht. Die Panels sind schön angeordnet. Ich würde den Stil als einfach bezeichnen, aber sehr passend.

Ich würde die Geschichte jedem empfehlen, der ruhige, kurze und nachdenkliche Geschichte mag. Es gibt keine Action oder besondere Twists. Es geht um die Erinnerung an eine Person, die nicht mehr länger lebt. Vielleicht betrachtet ihr nach dem lesen dieser Geschichte die Dinge ein wenig anders. Ich habe sie sehr genossen und werde sicher noch mehr vom Autor lesen in Zukunft.
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Fuan no Tane

Avatar: Slaughtertrip#5
Es gibt wohl keinen besseren Zeitpunkt, eine Rezension über einen Horror-Manga zu posten, als zu Halloween.

Wenn man sich in irgendeiner Weise vom Gewöhnlichen abheben möchte, braucht man frische Ideen. »Fuan no Tane« möchte einen anderen Weg als die meisten Horrorgeschichten einschlagen und liefert solche frische Ideen. Diese müssen aber nicht immer gute Ideen sein. Als ich die ersten drei Seiten gelesen hatte, war ich mir selbst nicht sicher, was ich von diesem Manga halten sollte. Wer jetzt denkt, ich sei voreilig gewesen, der sollte wissen, dass ich mit diesen drei Seiten bereits eine ganze Geschichte gelesen hatte. Die Idee hinter diesem Manga ist nämlich, dass ein paar gruselige Storys – sofern man diese als »Storys« bezeichnen kann – mit nur ein paar wenigen Seiten erzählt werden. Den Rekord stellen hier Geschichten auf, die lediglich zwei Seiten lang sind.

Obwohl es sich um einen Horrormanga handelt, finde ich diese Idee ironischerweise ziemlich witzig. Mir sind jedenfalls noch nie so kurze Geschichten untergekommen. Dieses bewusst minimalistisch gehaltene Format kenne ich ansonsten nur von den im Comedy-Bereich angesiedelten Yonkoma-Manga. Der Gedanke dahinter war vielleicht: »Wenn man jemanden mit einer kurzen Geschichte zum Lachen bringen kann, kann man ihn auch mit einer kurzen Geschichte zum Gruseln bringen.« Das Problem hierbei ist jedoch, dass Horror in den meisten Fällen darauf basiert, dass man aufgrund der Atmosphäre in eine bestimmte Stimmungslage gebracht wird und anhand eines Spannungsbogens eine langsame Achterbahnfahrt zur Spitze des Nervenkitzels durchläuft, bis man an der höchsten Stelle von einem großen Schockmoment übermannt wird. Die Atmosphäre ist da, der Spannungsbogen, welcher doch so elementar für dieses Genre ist, leider nicht. Die Geschichten haben nämlich keine Zeit, einen solchen aufzubauen. Vielleicht möchte der Mangaka aber einfach nur zeigen, dass sich das Grauen nicht über einen längeren Zeitraum erstrecken muss und dass weder eine nebulöse Hintergrundgeschichte noch ein in die Höhe schnellender Bodycount vonnöten ist. – Manchmal reicht einfach nur ein kleiner Schrecken.

Man muss dem Mangaka aber zugutehalten, dass es bestimmt nicht einfach ist, auf solche Art und Weise den Leser das Fürchten lehren zu wollen. Man braucht dafür auch ständig neue Ideen, denn in diesem Manga und in der Fortsetzung, die einfach »Fuan no Tane +« genannt wurde, werden insgesamt 183 Geschichten erzählt. Der Manga ist konzeptionell so aufgebaut, dass ca. ein Dutzend der vielen kurzen Storys einem Hauptthema – z.B. Schule, Verfolgung, Begegnungen, Halluzinationen oder Groteskes – zugrunde liegen.

Der Zeichenstil ist über die gesamten Kapitel gleichbleibend gut. Vielleicht fehlt hier aber ein bisschen das Grausige, das Eklige, das Verquere, welches andere Horrormanga auszeichnet, die es schaffen, mit jedem noch so harmlos wirkenden Panel eine unbehagliche Atmosphäre zu vermitteln. Aber das ist – wie man so schön sagt – Meckern auf hohem Niveau.

Mal davon abgesehen, dass jeder Fan von Horror mal einen kurzen Blick hier reinwerfen könnte (dauert ja nicht lange) … in welchen Situationen ist dieser Manga eigentlich empfehlenswert? Na ja, vielleicht, wenn man wenig Zeit hat (*klick*). Schnell nochmal seinem Hobby frönen, bevor man in der Schule/Uni/Arbeit gefolte seine Zeit verbringen darf. Vielleicht auch dann, wenn man sich kurz vorm Zubettgehen dieses wohlig-unwohle Gefühl des ungefährlichen Grauens abholen möchte, bevor man sich ins Land der (Alb)Träume verabschiedet.

Es ist schon irgendwie bizarr, eine Rezension zu schreiben, für die man länger zum Lesen braucht als für mehrere Geschichten dieses Manga. Für Leser am 31.10.: Happy Halloween!
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Itou Junji Kyoufu Manga Collection

Avatar: Slaughtertrip#6
Wenn H. P. Lovecraft (je nach Präferenz bitte einen anderen Namen einsetzen) der amerikanische Meister des verqueren Horrors war, ist Junji Itou wohl sein japanisches Gegenstück. Zu seinen bekanntesten Werken, die nicht Teil dieser Kompilation sind, gehören »Uzumaki«, welches bereits als Live-Action-Movie adaptiert wurde und nächstes Jahr zusätzlich noch eine 4-teilige Anime-Umsetzung bekommen soll, weiters der aufgrund der vielerorts kritisierten Anime-Umsetzung mehr berüchtigte als berühmte Manga Gyo und – so hoffe ich – mein persönlicher Favorit: »Hellstar Remina«.

Auf dieses Sammelwerk an schaurigen, düsteren, schrecklichen, bizarren und ekligen Gruselgeschichten sollten Fans jeglicher Horrorrichtung ein Auge werfen. (Das ist nicht wortwörtlich gemeint. Im Manga selbst gibt es aber genug lose Augen, die man herumwerfen könnte.) Die meisten der insgesamt 16 Bände beinhalten zwischen fünf und sieben Chapter der makabersten Sorte gezeichneter Kunst. Diese Kapitel, welche sich meist über 30 Seiten erstrecken, sind in sich abgeschlossen und haben nur in den seltensten Fällen eine Fortsetzung. Ein paar Ausnahmen sind die Geschichten um die unsterbliche und ihre Opfer in den Wahnsinn treibende Tomie, welche in den ersten beiden Bänden behandelt werden, die Schikanen von Souichi Tsujii, welche in den Bänden fünf und sechs kompiliert wurden, und der im 15. Band thematisierte Fall eines mysteriösen, hübschen Jungen, der das Schicksal anderer Menschen in seinen Händen hält. Erwähnenswert ist zudem Junjis Interpretation von Mary Shelleys Klassiker »Frankenstein«, welche man im 16. und somit letzten Band zu lesen bekommt und zugleich die längste Geschichte dieser umfassenden Sammlung darstellt. Mit dem Filmklassiker aus dem Jahr 1931 kann man heutzutage zwar niemanden mehr erschrecken, jedoch hat es Junji geschafft, diese Geschichte den heutigen Horrorstandards anzupassen, sodass Frankensteins Monster (Trivia: Frankensteins MonsterFrankenstein) einem auch fast 100 Jahre später noch einen kalten Schauer über den Rücken jagt.

Die großen Schwachpunkte dieser Kompilation sind die oben angesprochenen Storys rund um Souichi. Dieser kleine Lausbub terrorisiert seine Mitmenschen auf seine ganz eigene Art und Weise. Angefangen von harmlosen und kindischen Streichen bis hin zu Flüchen, welche durch das Hantieren mit Voodoo-Puppen ausgelöst werden. Seine Pläne erzielen jedoch nicht immer den gewünschten Erfolg. Ob diese aufgehen oder nicht – seine Opfer sind von ihm genauso genervt wie ich. Ein paar dieser Geschichten beinhalten zwar übernatürliche Elemente und einen gewissen Horroranteil, jedoch erscheinen mir diese als Junjis Versuch, durch schwarzen Humor Abwechslung in den Manga bringen zu wollen. Das wäre auch vollkommen in Ordnung, doch in dieser Zusammenstellung aus Geschichten mit shock value auf höchstem Niveau wirken die Chapter mit Souichi wie Fremdkörper.

Der Zeichenstil ist vielleicht nicht immer von erstklassiger Qualität, jedoch sind zumindest die Abbildungen des Grauens immer – Achtung, Oxymoron! – schön hässlich. Wie in vielen Fällen ist aber auch hier bei den späteren Geschichten eine Verbesserung der Zeichnungen deutlich zu erkennen. Darum fand ich es etwas schade, dass ausgerechnet die Chapter mit Tomie, welche wohl Junjis bekannteste Figur ist, gleich zu Beginn an der Reihe waren, da diese zeichnerisch etwas zu wünschen übrig lassen.

Wann erfüllt ein Werk eines gewissen Genres eigentlich seinen Zweck? Eine Komödie, wenn man lacht, ein Thriller, wenn man voller Nervenkitzel gebannt auf seinem Platz gefesselt sitzt, und eine Liebesgeschichte, wenn es diese schafft, das Herz zu berühren. Wenn man nachts ganz alleine ist, Seite für Seite Illustrationen der grauenhaftesten Gestalten erblickt, dem blanken Entsetzen ausgesetzt ist und sich infolgedessen – eigentlich völlig grundlos – zu einem unbestimmten Zeitpunkt umdreht, um sicherzustellen, dass alles in bester Ordnung ist, hat auch eine Horrorgeschichte ihren Zweck erfüllt. Ich hatte mich umgedreht.
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Bokke-san

Avatar: Slaughtertrip#7
Manchmal ist es besser, seine Erwartungen nicht allzu hoch zu schrauben. Je höher diese sind, desto mehr wird man enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden. Genauso erging es mir mit »Bokke-san«. Wobei ich eigentlich gar keinen triftigen Grund hatte, besonders hohe Erwartungen in diesen Manga zu setzen. Einzig und alleine ein früheres Werk von Mangaka Yoshiyuki Nishi – »Muhyo to Rouji no Mahouritsu Soudan Jimusho« – war eines der Highlights meiner zuletzt gelesenen Manga. Dieses stach durch seine durchdachte, fantasievoll gestaltete und leicht schaurige Geisterwelt und die originellen Charaktere heraus. All das besitzt »Bokke-san« zwar auch, doch in weitaus geringerem Maße.

Dieser Manga geleitet den Leser in eine mysteriöse Welt, in der die sogenannten Bokke – mit den Youkai verwandte Götter – existieren. Viele davon werden in Menschen wiedergeboren, andere suchen sich einen menschlichen Wirtskörper und wieder andere muss man finden, um an ihre Kräfte zu gelangen. Beim Charakterdesign, das von normalen Menschen bis hin zu Monstern reicht, ist nicht wirklich ersichtlich, ob es sich um Menschen mit Bokke-Kräften oder um Bokke handelt. Diese Willkür ist nur einer der Gründe, weshalb der Manga nicht wie ein kohärentes Gebilde wirkt. Natürlich gibt es auch hier gute und böse Bokke, und natürlich gibt es einen Kampf zwischen den beiden Parteien. Die Gründe für die Fehde sind durchaus sinnvoll und neuartig.

»Bokke-san« besteht aus nur zwei Volumes, wobei ich mir gar nicht so sicher bin, ob das von Anfang an so geplant war. Band #1 ist nämlich ein ganzes Stück schwächer als Band #2, weshalb ich mich gefragt hatte, ob der Manga aufgrund einer eventuell wenig euphorischen Resonanz vielleicht sogar vorzeitig beendet wurde. So werden z.B. viele Charaktere eingeführt, von denen man einiges erwartet hatte, jedoch bis zum Schluss keinerlei Akzente setzen konnten. Besonders auffällig waren hier die drei Polizisten namens Yano, Kani und Daibutsu, welche die mysteriösen Todesfälle, die von den Bokke verursacht wurden, untersucht hatten. Ich stellte mich auf einen kleinen Krimi ein, doch die interessante Idee dahinter wurde leider nicht weitergestrickt.
Die Handlung hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Bis kurz vor dem Finale schafft es der Manga, seine ganz eigene, kleine Welt aufzubauen, die jedoch nicht so klein hätte bleiben müssen. Die ganze Geschichte spielt sich nämlich nur in der Stadt Matsuroba Town ab. Potential hätte es hier also noch genug gegeben.

Bis man überhaupt weiß, was es mit den geheimnisvollen Bokke auf sich hat, vergehen vielleicht sogar etwas zu viele Chapter. Yoshiyuki wollte die Spannung womöglich bis zum Schluss aufrechterhalten, doch ich konnte mich anfangs lange nicht mit dieser Welt anfreunden. Die mit seltsamen Kräften ausgestatteten Charaktere werden ohne erkennbaren Zusammenhang ins Geschehen geworfen. Erst gegen Ende wird ein sinnvolles Konstrukt daraus, doch dann befindet man sich schon mitten im zweiten Band – und offene Fragen bleiben am Ende ebenfalls ungeklärt.

Was bei »Muhyo to Rouji no Mahouritsu Soudan Jimusho« so wundervoll funktioniert hat, waren die oft ungewöhnlichen und sympathischen Charaktere. Hier wurde wohl ebenfalls versucht, den Hauptcharakter Mitsuru Hinomiya mit ebensolchen Eigenschaften auszustatten. Zu Beginn wurde er auch interessant portraitiert – und zwar als Schüler, der so introvertiert ist, dass er seine Klassenkameraden in Erstaunen versetzt, sobald auch nur ein einziges Wort aus seinem Mund kommt. In kleinen Rückblenden wurde sich zwar darum bemüht, eine logische Erklärung für sein Verhalten zu finden – was auch funktioniert hat –, jedoch konnte Mitsuru bei seinen Auftritten immer weniger überzeugen. Mit Fortdauer des Mangas hatte ich das Gefühl, dass sein Charakter immer mehr einem generischen Shounen-Helden ähnelte – nur ohne das regelmäßige und mit vielen Ausrufezeichen und mit Nachdruck gebrüllte Freundschaftsgerede.
Da ein männlicher Hauptcharakter einen weiblichen Gegenpart braucht, wird diese Rolle mit Sayu Ojiro ausgefüllt. Bei ihr gibt es dasselbe Problem: Anfangs wurden ihr ungewöhnliche Charaktereigenschaften gegeben, die von Chapter zu Chapter immer mehr im Sand verlaufen. Die gegensätzlichen Persönlichkeiten von ihr und Mitsuru hätten genug Reibungsfläche bieten können, um viele Comedy-Situationen – welche es auch ab und zu gab – erzeugen zu können, doch aufgrund der Spärlichkeit dieses Mangas werden diese weit auf die Seitenlinie hinausgeschoben, um Platz für ein sinnvolles Zusammenfügen aller Handlungsstränge zu lassen, was jedoch nur zum Teil funktioniert hat.
Von den restlichen Charakteren überzeugen am meisten die Bokke Kakeru Abe, Ameike und Amon Barajima. Von den Menschen hat am ehesten noch Takeshi Iwata diese bestimmte Ausstrahlung, die Charaktere, welche einem noch länger im Gedächtnis bleiben, besitzen sollten. Enttäuschend fand ich hingegen die Antagonisten. Von den vier Endgegnern wurde hier lediglich Kokuto in den Fokus gerückt. Die restlichen drei kamen kaum zum Zug, wodurch ich mich ein weiteres Mal gefragt hatte, ob Yoshiyuki auf ein vorzeitiges Ende gedrängt wurde.

Eigentlich ist der Manga nicht so schlecht, wie meine Rezension vielleicht den Anschein gibt. Das Problem ist nur, dass man sich während dem Lesen der ersten 1 ½ Bände denkt: »Nein, ist nicht interessant.« Erst gegen Ende denkt man sich: »Ist vielleicht doch ganz interessant.« Aber zu diesem Zeitpunkt ist man mit dem Manga leider schon fast durch.
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Ginga Patrol Jaco

Avatar: Slaughtertrip#8
Jaco Tilimentenpiboshi (was für ein Name ... Gott segne die Copy-&-Paste-Funktion) ist den meisten als Sidekick von Son Goku und seinen Freunden bekannt. Als Freezer im Film »Dragon Ball Z: Fukkatsu no “F”« auf die Erde kam und seine neue Form präsentierte, brachte Jaco ganz schön Schwung in die Truppe. Aber das ist – wie man so schön sagt – eine andere Geschichte …

Ein paar Jahrzehnte davor war Jaco – die selbsternannte »Super-Elite der Weltraumpolizei« – schon einmal mit einer Mission, welche ihn auf unseren blauen Planeten geführt hatte, betraut worden. Und um genau diese Mission geht es in diesem Manga.

Handlung:
Jaco wurde auf Befehl des Weltraumkönigs zur Erde geschickt. Er landete dort zwar, aber nicht so, wie er es geplant hatte. Er baute mit seinem Raumschiff einen Unfall und bruchlandete auf einer kleinen Insel. Und hier lernen die jungen Leser, die wohl die Hauptzielgruppe von Akira Toriyamas Manga sind, eine wertvolle Lektion: Während man ein Fahrzeug lenkt, sollte man sich keine Videos ansehen! Auf der Insel trifft er den Wissenschaftler Tokunoshin Oomori, der ihm helfen möchte, sein kaputtes Raumschiff wieder auf Vordermann zu bringen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, auf der Erde passende Materialien und einen kompatiblen Treibstoff für das außerirdische Gefährt zu finden, begegnen sie Tights Briefs, die ihnen auf ihre ganz eigene Art und Weise behilflich sein kann. Tokunoshin hat jedoch ein kleines, offenes Geheimnis: Er baut an einer Zeitmaschine. Wer vielleicht schon etwas tiefer in der »Dragon-Ball«-Lore gegraben hat und die Weltraumpolizei kennt, der weiß, dass Zeitreisen strengstens verboten sind und Gesetzesbrecher mit eiserner Faust bestraft werden (sollten*). Na, wenn das mal gut geht …?

*Drakonische Strafen bei der heldenhaften Weltraumpolizei, die vom Weltraumkasperlkönig befehligt wird? Na ja, vielleicht irgendwann mal ...

Charaktere:
Jaco ist ein so ausdrucksstarker, Blicke auf sich ziehender, eigensinniger Charakter, dass er alle anderen – ob vom Mangaka gewollt oder nicht – überstrahlt. Der Manga trägt nicht umsonst seinen Namen im Titel, hätte aber auch genauso gut »Die Jaco-Show« heißen können. Er ist sehr arrogant, jedoch ist er sich ganz tief in seinem Innersten über zumindest ein paar seiner Schwächen bewusst. Diese versucht er zu überspielen, indem er sich mehr aufplustert als jeder Pfau. Eigentlich sind solche Wichtigtuer nicht besonders sympathisch, doch seine hie und da aufblitzende korrekte Selbstwahrnehmung wirft ein anderes Licht auf seine gespielte Arroganz. Manchmal kann er einem schon leidtun, weil er viele Komplexe zu verarbeiten hat – auf komödiantische Weise, versteht sich.
Die gewöhnliche Persönlichkeit Tokunoshins ist der Nordpol zu Jacos Südpol. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, geben aber vielleicht deshalb ein so gutes Paar ab. Trotz seiner gewöhnlichen Persönlichkeit geht von ihm aufgrund seiner Eingriffe in die Zeit ein besonders großer Reiz aus. Seine Forschungen dienen dabei einem selbstlosen Zweck, welcher seinen Ursprung in einem tragischen Ereignis aus seiner Vergangenheit hat.
Neben Jaco ist Tights wohl der interessanteste Charakter. Und zwar nicht deshalb weil sie spezielle Merkmale oder Eigenheiten besitzt – sie ist sehr schlau, aber das sind viele andere fiktive Charaktere auch –, sondern weil sie die große Schwester von Bulma Briefs ist. Hätte sie keine spezielle Verbindung zu »Dragon Ball«, wäre sie auch einfach nur das: ein cleveres Mädchen.
Mit diesen drei Charakteren wären auch schon alle wichtigen Personen, die hier vorkommen, abgedeckt. Alle weiteren hinterlassen zu wenig Eindruck, um aus dem riesigen Schatten von Jaco und den mittelgroßen Schatten von Tokunoshin und Tights heraustreten zu können. Vor allem diejenigen, die Jaco im Weg stehen (um das Wort »Bösewicht« zu vermeiden, die es hier laut Definition dieses Wortes gar nicht gibt), nehmen eine für die Manga von Akira eher untypisch untergeordnete Rolle ein.

Für Fans von »Dragon Ball« und …?
Dieser Manga spricht ganz deutlich die Fans rund um die Geschichten der sieben Zauberkugeln an. Der Auftritt von Tights mag mich und meine Gleichgesinnten vielleicht begeistert haben, jedoch ist dieser für andere wohl nur ein Auftritt eines beliebigen Charakters. Mit dem letzten Chapter wird den meisten Fans vermutlich ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Warum das so ist, möchte ich an dieser Stelle lieber nicht verraten. Wer jedoch auf die Hinweise zu Beginn des Mangas achtet, der wird ohnehin ahnen, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Ansonsten ist Jaco selbst – mit all seinen witzigen und auch sympathischen Facetten – wohl der größte Selling point des Mangas. Ob einzig und alleine Jaco für Leser, die nicht »Dragon Ball«-affin sind, ein überzeugendes Kaufargument ist, möchte ich jedoch bezweifeln. Je nachdem wie viele Häkchen man bei den Fragen »Magst du Sci-fi?«, »Magst du Adventure?« und »Magst du Comedy?« setzen kann, werden die Argumente überzeugender und überzeugender.

Randnotiz:
Dieses und weitere Werke von Akira sind unter dem Namen »Toriyama Short Stories« erschienen. Dort beinhaltet dieser Manga ein Bonuskapitel namens »Dragon Ball Minus«. Dieses erzählt in geänderter Form die Origin Story von Son Goku. Als Fan war ich zwar wenig begeistert davon, dass die »Wahrheit von damals« nunmehr die »Lüge von heute« ist, doch bei Akira muss man sich damit arrangieren, dass dieser den Begriff »künstlerische Freiheit« SEHR weit dehnt.
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Waltz wa Shiroi Dress de

Avatar: KawaiiChan#9
Eine kleine Perle. Kitschig, niedlich und natürlich ein absolutes Unikat in Sachen Shoujo. Weißer Walzer ist eine unglaublich romantische und schön erzählte Geschichte die mein Herz, auf Anhieb gewonnen hatte. Wer auf den alten Stil und alte Romantik abfährt, der wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

Angefangen mit den drei Maincharas, die allesamt sehr unterschiedlich wenngleich auch etwas Stereotypisch sind. Man bedenke aber dennoch, wie alt dieser Manga schon ist, also sei ihm die Sache mit den Stereotypen direkt verziehen. Koto, die unschuldige aber dennoch mutige junge Dame die sich in den indisch-britischen Soldaten Sajit verliebt, der nebenbei als Spion den Hass der japanischen Soldaten auf sich zieht. Und zu guter letzt Koto´s kühlen aber irgendwie interessanten Verlobten Masaomi. Alle Charaktere haben ihr eigenes kleines Päckchen zu tragen, dennoch die Entwicklung aller drei sehr schön mit anzusehen. Besonders Masaomi hat es mir letzten Endes angetan, auch wenn er sich 80% der Geschichte wie ein Idiot aufgeführt hat - doch wer liebt sie nicht?

Die Geschichte wird flüssig und in gutem Tempo erzählt. Man beginnt relativ romantisch, doch nach und nach entwickelt sich eine interessante und sogar politisch, wie auf feministische Geschichte die man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Wie oben schon erwähnt, fand ich die Charakterentwicklung wirklich schön - im Falle eines relativ kitschigen Shoujo-Manga.

Wer also ältere Perlen sucht, könnte hier noch etwas gefunden haben. Ich mag die Geschichte rund um Koto und ihren beiden Verehrern und allgemein den tollen Zeichenstil von Mangaka Chiho Saitou.

Viel Vergnügen also mit dieser kleinen Shoujo-Perle die hoffentlich nicht in Vergessenheit gerät!
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Killing Me!

Avatar: Ixs
Editor
#10
  • Handlung
  • Illustrationen
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Saki und Miyoko sind beide Schülerinnen einer privaten Mädchenschule, aber Miyoko ist vielleicht etwas zu alt für die Schule, da sie ein unsterblicher Vampir ist. Saki stammt aus einer langen Reihe von Vampirjägern und ist entschlossen, Miyoko unschädlich zu machen. Aber sie hat noch nie einen Vampir getroffen, der für sie so schwer zu töten war oder der ihr Herz so schlagen ließ.

Angesichts der langen Geschichte von Vampir-Liebesgeschichten ist es keine Überraschung, dass es auch Yuri-Manga zu diesem Genre gibt. Mit einer Prämisse, die sich wie eine Fanfic liest, spielt „Killing Me!“ mit der einfachen Dynamik von „Feinde die zu Geliebten werden“ mit Vampiren als Dekoration, obwohl Miyoko anfangs keine große Feindin war. Saki nimmt ihre Vampirjägerpflichten jedoch sehr ernst und die „Lücke“ zwischen ihrer Haltung und ihrer Fähigkeit, buchstäblich alles perfekt zu machen, außer wenn Miyoko in der Nähe ist, ist die Geschichte ziemlich albern und macht Spaß, besonders mit dem Grad an Absurdität, den der Mangaka Akiyama zeigt. Die Geschichte wird gegen Ende etwas ernster, da Saki schließlich nicht die einzige Vampirjägerin ist, aber die Komödie erholt sich schnell und ich hatte das Gefühl, dass Miyoko und Saki jahrelang zusammen sein könnten und sich gegenseitig nerven werden.

Während dieser Manga eher lustig ist, bin ich neugierig, ob dies das Ende der Geschichte ist. Diese Geschichte kann sicherlich als One-Shot funktionieren, da die Kapitel so episodisch sind, dass es keinen wirklichen „Bogen“ in der Geschichte gibt (außer dass Saki ihre Gefühle zugibt, sobald sie zu offensichtlich werden, um sie zu ignorieren), aber dieser Einzelband wird als Band 1 auf dem Cover geführt. Da sich dieser Band unvollständig anfühlte, habe ich mich umgesehen, um festzustellen, wie lange die Serie ist, aber sie wird tatsächlich nur als One-Shot, plus einem im Manga nicht enthaltenen Kapitel, als „vollständig“ geführt. Ich bin ein wenig verwirrt, dass das letzte Kapitel nicht auch in dieser Ausgabe enthalten war. Die Serie wurde lange genug auf Eis gelegt, so dass klar zu sein scheint, dass diese Serie nie genug Material für einen zweiten Band haben wird.

Ich bin froh sagen zu können, dass das „Fehlen“ eines Kapitels in dieser Geschichte den Manga überhaupt nicht mindert. Die Komödie und Spannung zwischen Saki und Miyoko funktioniert immer noch einwandfrei und ich kann „Killing Me!“ auf jeden Fall Yuri-Fans empfehlen, die eine romantische Komödie mit mehr Knabbern als Bissen mögen.
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Éclair bleue: Anata ni Hibiku Yuri Anthology

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Obwohl ich die ersten beiden Teile der Yuri-Anthologie „Éclair“ geschätzt habe, bin ich mir bei „Éclair bleue: A Girls’ Love Anthology That Resonates in Your Heart“ nicht so sicher, dass ich den Manga mag. Wie bei jeder Anthologie handelt es sich um eine bunte Mischung, aber manchmal ist das Verhältnis von guten zu schlechten Geschichten etwas unausgewogen. Es gab einen ordentlichen Teil Liebesgeschichten von Mädchen, die sympathisch waren. Nur hatte ich das Gefühl, dass die Hälfte der Titel in dem Band in der einen oder anderen Form problematisch (oder einfach nicht so toll) war.

Aber zunächst zu den positiven Aspekten. Zu den Geschichten, die ich genossen habe, gehörten „Soul Mates“, „Love Drops“, „Open Your Eyes“, „The Girls’ Destination“, „In the Twilight“ und „Sato, Tears, a Woman, and a Woman“. Alle hatten eine Wendung oder Prämisse, die ungewöhnlich war und etwas Neues bot, was für jemanden wie mich, der viel Yuri liest, schwierig sein kann.

Was meinen Favoriten aus der Anthologie betrifft, ist es eine Gleichstand zwischen „Soul Mates“ und „Love Drops“. Beide Geschichten waren süß und einfach. In meiner Rezension zu „Éclair Blanche“ erwähnte ich, dass ich zu längeren Geschichten neige. Trotzdem diese beiden Geschichten etwas kürzer sind. Sie hatten ehrlich gesagt die perfekte Länge. Beide lieferten genügend Hintergrundinformationen, um die Charaktere ein wenig auszuarbeiten und dem Leser zu helfen, ihre Gefühle für einander zu verstehen.

Soul Mates“ handelt von Ritsu, die in Seina verliebt ist, weil ihr Horoskop sagt, dass sie perfekt zusammenpassen. Ritsu geht zu weit mit Astrologie und Wahrsagerei und Seina gerät in Konflikt, weil sie möchte, dass Ritsu sie wirklich liebt, nicht weil ein Horoskop es ihr gesagt hat. Ich war schon immer an Astrologie interessiert (allerdings nicht auf Ritsus Ebene), daher erregte das Konzept dieser Geschichte sofort meine Aufmerksamkeit. Gleichzeitig weiß ich, dass es nicht klug ist, sich zu stark darauf zu verlassen, und ich verstehe Seinas Seite der Dinge. Schließlich sind auch Mimans (Mangaka) Artwork und Charakterdesigns wie immer bezaubernd, was ein zusätzlicher Bonus ist.

Love Drops“ hatte auch die Art von niedlichen, fluffigen Artwork, das ich mag. Außerdem hat mir das Konzept und die Charaktere sehr gut gefallen. Yakko, das Liebesinteresse, hat eine unvorhersehbare Persönlichkeit und eines Tages füttert sie Koto, die Hauptfigur, mit „Liebestropfen“. Die „Liebestropfen“ sind angeblich ein Liebestrank in Süßigkeitenform. Je mehr man isst, desto mehr verlieben man sich in die Person, die sie einem füttert. Koto mag Yakko bereits, aber sie ist sich nicht sicher, ob der Liebestrank nur ein weiteres von Yakkos Spielen oder ein verrückter Plan ist. Die Dynamik der Mädchen hat mir sehr gut gefallen. Ihre Albernheiten sind süß.

Kommen wir nun zu einigen Geschichten in der Anthologie, die mir nicht so gut gefallen haben. Zunächst möchte ich „Castle in the Bushes“ erwähnen, eine Fortsetzung einer Geschichte aus „Blanche“. Mir hat bereits der erste Teil, „Azalea Corner“, nicht so gut gefallen und ich mochte die Fortsetzung auch nicht besonders. Es hatte immer noch das gleiche verwirrende Geschichtenerzählen. Ich war verwirrt darüber was los war und das war nachdem ich den ersten Teil gelesen hatte. Ich kann mir vorstellen, wie verwirrt Leser sein müssen, die es nicht gelesen haben. Eine andere Geschichte, die ich nicht mochte, war, „The Joy of Big Boobs“. Man kann wahrscheinlich schon am Titel erraten, warum. Ich bin nicht gegen Fanservice und die Geschichte hatte eigentlich auch keinen. Aber diese Geschichte war einfach seltsam.

In den meisten anderen Geschichten kommen problematische Elemente ins Spiel. Es gibt mehrere Kurzgeschichten, die Beziehungen von Erwachsenen zu Schülerinnen zeigen. Einige der erwachsenen Charaktere setzen zwar Grenzen, was lobenswert ist, andere jedoch nicht. Auch gibt es eine Inzest-Geschichte. Diese implizierte, dass die Charaktere möglicherweise nicht Blutsverwandt sind, obwohl dies vage und mehrdeutig war. Ich verstehe, dass diese Themen in Japan kein Tabu sind, aber mir machen diese Geschichten trotzdem etwas Probleme. Auf jeden Fall waren diese Geschichten, auch ohne diese Elemente, nicht die stärksten in Bezug auf die Erzählung.

Bunte Mischung oder nicht, „Éclair bleue: A Girls’ Love Anthology That Resonates in Your Heart“ war nicht so lohnenswert wie der erste „Éclair“-Band oder „Blanche“. Man findet zwar immer noch die eine oder andere interessante Geschichte, aber insgesamt war dieser Band eher schwächer als seine Vorgänger.
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Scarlet

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#12
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Zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben von Iris und Finé ereignete sich ein traumatischer Moment, in dem Folgendes passierte: Iris, „Rotkäppchen“, ist eigentlich ein Werwolf, und Finé sieht, wie sie ihre Beute verschlingt. Eine Gruppe, die Werwölfe töten will, beendet fast Iris' Leben, aber Finé, die sie unbedingt retten will, schnappt sich eine mysteriöse Droge und konsumiert sie. Dies verwandelt sie in eine Blutsaugerin und sie tötet alle. Aber kommt zur Besinnung, nachdem sie Iris' Blut getrunken hat.

Die derzeitige Lösung dieses Dilemmas besteht darin, herauszufinden, ob es ein Heilung für die Droge gibt, dass die Voraussetzungen für das schaffte, was passiert ist. So wie es zunächst aussieht, scheinen die beiden auf den ersten Blick ein Paar zu sein, aber in Wirklichkeit sind sie mit einen Vertrag aneinander gebunden, den sie gegenseitig geschlossen haben – Finé kann Iris Blut trinken, um mental und körperlich gesund zu bleiben, und wenn sie eine Heilung finden, kann Iris Finé fressen.

Scarlet“ ist ein Manga, der natürlich einen solchen Cliffhanger haben muss, dass man nicht anders kann, als wissen zu wollen, was als nächstes passiert, aber der Manga ist es einfach nicht gut. Es geht zwar um eine seltene Kombination – Yuri und Horror – aber zum größten Teil kollidieren diese Genre miteinander. Die Charaktere benehmen sich alle süß, wie in normalen Yuri-Manga, und dann dreht sich die Geschichte unbeholfen um, um Mord und Totschlag zu inszenieren.

Ich musste fast ein wenig schmunzeln, als der Mangaka im Nachwort des ersten Bandes sagte, dass diese Art von Manga nicht das ist, was „Comic Yuri Hime“ normalerweise veröffentlicht. Das kam nur allzu gut rüber. Diese Art von Prämisse kann funktionieren, aber das Artwork lässt das meiste, was passiert – Actionszenen oder Charakterinteraktionen – unwirklich erscheinen.

Es ist jedoch ein motivierender Faktor, herauszufinden, was diese Charaktere tatsächlich tun um diese Situation zu lösen. Ja, sie sind alle Archetypen und es gibt das Element des Altersunterschied, weil Fantasy-Kreaturen eben lange leben (es wird angemerkt, dass Iris ungefähr 100 Jahre und Finé 17 Jahre alt ist), aber die Geschichte wird dort angesiedelt, wo sie ein schlechtes Ende überwinden muss. Schließlich soll Iris Finé fressen. Trotzdem ist ihre frühere Verbindung und ihre aktuelle Situation faszinierend. Was passiert also, wenn sie doch eine Heilung finden? Natürlich in diesem Manga fällt das Yuri nur in seltsamen Momenten auf. Dazu gehört natürlich auch, wenn sich ein paar Damen in Dessous in Werwölfe verwandeln und auf einer Party anfangen Menschen zu fressen.

Zum größten Teil und abgesehen von dem einen wirklich coolen Moment, in dem Iris einen armen Kerl dazu brachte, reichlich Getränke zu servieren, weil er in einem Spiel betrogen hatte, war der Manga „Scarlet“ nur verwirrend zu lesen. Es wird bestimmt Liebhaber für solche Manga geben, aber ich gehöre auf jeden Fall nicht dazu, daher gibt es von mir keine uneingeschränkte Leseempfehlung.
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Mahou Tsukai no Yome Kinshi-hen

Avatar: Nova Lunaris#13
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Diese Rezension ist in gewisserweise etwas besonders für mich. Da es sich hier um die Erste von mir gelesene Light Novel und gleichzeitig auch um die erste Rezension einer Light Novel handelt.
Also was erwartet uns in diesem Werk von Kore Yamazaki? »Die Braut des Magiers: Das goldene Garn/Das silberne Garn« ist eine Kurzgeschichten-Sammlung zum gleichnamigen Anime bzw. Manga und behandelt größtenteils Personen, die im Hauptwerk nicht vorkamen. Natürlich gibt es auch die eine oder andere Erzählung mit den uns bekannten Figuren aus dem »Die Braut des Magiers«-Universum.
Überrascht hat mich, dass nur zwei der insgesamt sechzehn Kurzgeschichten, die sich auf zwei Bände verteilen, überhaupt von Kore Yamazaki selbst sind. Die anderen Geschichten stammen von Größen wie Yuichiro Higashide (fate/Apocrypha), Jun´ichi Fujisaka (Ghost in the Shell: S.A.C) und Kiyomune Miwa (Kabaneri of the Iron Fortress) um ein paar der mitwirkenden Autoren zu nennen. Erstaunlich finde ich außerdem wie gut es den Autoren gelungen ist die Grundstimmung und die Welt des Originalwerks einzufangen. Hätte ich nicht gewusst, dass die Erzählungen von anderen Leuten stammen, wäre mir dies wohl nicht aufgefallen.
Nun zu den Geschichten selbst. Diese sind wie zu erwarten auf einem hohen Niveau und bieten eine bunte Mischung aus mysteriösen, herzerwärmenden aber auch traurigen Inhalten. Eine der Erzählungen spielt sogar im Zweiten Weltkrieg und wirft ein magisches Bild auf denselbigen. Besonders gefallen haben mir die Geschichten »Ash und Beschützer«, »Die Sonne und der tote Alchemist« und »Agnellas Lied«. Ja ich gestehe, ich habe eine Schwäche für melancholisch bis traurig angehauchte Erzählungen, da ist es kein Wunder, das gerade diese mir besonders gefielen. Gekrönt werden die Geschichten von einer Illustration aus der Hand Kore Yamazakis, die sich immer am Beginn einer neuen Erzählung einfinden. Ich persönlich finde seinen Zeichenstil toll und dementsprechend gefielen mir auch die Bilder.
Was gibt es sonst noch zu erwähnen? Ach ja muss man das Originalwerk kennen, um die Light Novel zu lesen? Nicht zwangsläufig, aber es hilft schon etwas, wenn man mit dem Universum vertraut ist, da man dann bereits ein gewisses Gefühl hat was einen erwartet. Außerdem hat man dann auch ein besseres Verständnis für die handelnden Figuren.

Fazit
Empfehlen würde ich diese Light Novel jedem der Fantasy mag. Allerdings sollte man nicht mit der sogenannten High Fantasy rechnen. Obwohl es in allen Geschichten um Magie geht, fühlen sie sich doch sehr geerdet an, was ich persönlich mag. Also um es genauer zu sagen, große magische Schlachten mit gewaltigen Explosionen gibt es hier nicht, die eine oder andere Kampfszene allerdings schon. Manchmal muss man auch etwas um die Ecke denken, um zu verstehen, was genau gerade passiert ist. Im Großen und Ganzen sind die Geschichten allerdings leicht verständlich und für jeden sollte etwas dabei sein.
Für Fans des Originalwerks ist diese Light Novel sowieso ein Pflichtkauf.
Post was last edited on 29.09.2020 um 09:04.
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Nekomajin

Avatar: Slaughtertrip#14
Noch nie hatte ein Manga von Akira Toriyama, der sich ohnehin nie eine Gelegenheit entgehen lässt, seine Werke mit seinem typischen Humor auszuschmücken, so viel Comedy zu bieten. Die Geschichten dieser bizarren Katzen enthalten natürlich weiterhin alle Elemente, die seinen Manga einen so großen Wiedererkennungswert geben: Action, Adventure und – wie gesagt – viel Comedy bzw. Parodie.

In diesem One-Shot begleitet man gleich drei verschiedene Neko Majin auf ihren Abenteuern. In den ersten beiden Chaptern trifft man auf den Mischlingskater Neko Majin Mix, beim dritten Chapter ist Neko Majin Mike der strahlende Held, und in den letzten fünf Kapiteln tritt Neko Majin Z auf den Plan.

Neko Majin Mix raubt einem die Nerven, und man ist froh, dass dieser nur eine Comicfigur ist und man mit diesem nicht im wahren Leben Bekanntschaft machen muss (obwohl … interessant wäre es schon). Er ist sehr arrogant, geldgierig und sarkastisch. Trotz all seiner schlechten Eigenschaften ist er ein Kämpfer der Gerechtigkeit (oder zumindest möchte er das sein). Wenn jemand in Schwierigkeiten ist, er aber nicht sofort zu Hilfe eilt, sondern seine Stimmbänder trainiert, mag man jedoch daran zweifeln, ob er allen Ernstes ein Held sein möchte. Wie alle Neko Majin besitzt auch er Zauberkräfte. Und wie alle Neko Majin sind diese weitaus weniger ausgeprägt als ihr Kampftalent. Dass weder er noch seine Artgenossen auf einen ebenbürtigen Gegner stoßen, könnte man schon fast als die Blaupause von »One Punch-Man« bezeichnen.

Von Neko Majin Mike bekommt man leider nur eine Geschichte zu lesen. Das macht aber nichts, denn dieser stellt genauso viel Schabernack an wie Neko Majin Mix. Im Gegensatz zu diesem ist Neko Majin Mike vielleicht etwas hilfreicher und netter. Mit Kojirou hat er sogar einen Freund, dem er hilft – ob Kojirou möchte oder nicht. Es wird niemanden überraschen, dass seine gutgemeinte Hilfe oft noch mehr Ärger verursacht.

Neko Majin Z hat fast doppelt so viele Chapter bekommen wie seine beiden Artgenossen zusammen. Das »Z« in seinem Namen gibt bereits einen kleinen, aber deutlichen Hinweis, wo die Reise hingehen soll. Hier wird Akiras Cash Cow »Dragon Ball« parodiert. Neko Majin Z verwandelt sich hier nicht in einen Super-Saiyajin, sondern in Super Neko Majin, und mit dem Nekohameha feuert er seine ganz eigene Variante des Kamehameha auf seine Kontrahenten ab. Es tauchen beliebte und bekannte Charaktere wie Boo, der Rinderteufel, Oob, Chichi, Son-Goten und Pan auf, und natürlich dürfen Son Goku und Vegeta ebenfalls nicht fehlen. Aber auch extra für diesen Manga kreierte Charaktere mit Bezug zum »Dragon Ball«-Universum treten hier auf, z.B. Freezers Sohn Greeser oder der Saiyajin Onio.

Im Laufe des Mangas erfährt man, dass es ungefähr 100 verschiedene Arten von Neko Majin gibt. Eine kleine Auswahl davon bekommt man zu sehen, wie z.B. den Kurzarm-Neko Majin , den Amerikanischen Locken-Neko-Majin, den Schottischen Schlappohr-Neko-Majin oder den Sphynx-Neko-Majin. Hätte ich die Ehre, Akira interviewen zu dürfen, würde ich ihm folgende Frage stellen: »Naze ... (und dann auf Deutsch weiter, weil ich kein japanisch kann) haben Sie uns nie mit weiteren Geschichten aller anderen Neko Majin beglückt?« Ein oder zwei Geschichten über die Kater mit ihren unterschiedlichen Eigenheiten hätten bestimmt für zwei weitere Bände gereicht – Luxusproblem!

Meine Bewertung ist ziemlich hoch, dennoch möchte ich keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Mit all den »Dragon Ball«-Parodien ist das Zielpublikum nicht schwierig zu erraten. Auch sollte man ein Fan des Toriyama’schen Humors sein. Natürlich gibt es auch hier alle seine weiteren Trademarks, doch diese müssen – im Gegensatz zu z.B. Kajika oder Sandland – der übermäßigen Comedy ein wenig Platz machen.
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Nikurashii hodo Aishiteru

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Willkommen in der Arbeitswelt, in der man sein persönliches Leben für sich behält oder die Konsequenzen tragen muss. Nun, es gibt zwar Ausnahmen, aber in den meisten Fällen ist eine gewisse Zurückhaltung in Bezug auf die Beziehungen im Büro zu wünschen, da dies zu einer Reihe von Problemen führen kann, insbesondere wenn sich die Beziehung innerhalb derselben Abteilung abspielt. Und wenn die Beziehung zwischen dem Manager und einem Mitarbeiter besteht, könnte es sogar noch schlimmer sein.

Was passiert also, wenn man dieses Setting mit zwei Frauen kombinieren, die es zu genießen scheinen, zusammen zu sein, aber eine von ihnen ist eine aufstrebende Mitarbeiterin und die andere ist eine Vorgesetzte, die übrigens bereits verheiratet ist, man bekommt „I Love You So Much, I Hate You“, wo die Grenzen der Liebe auf den Prüfstand gestellt werden.

Die beiden Hauptcharaktere, Saori Fujimura, eine Top-Mitarbeiterin des Unternehmens und ihr Chefin Ayaka Asano, die nicht nur die Abteilung leitet, sondern von vielen innerhalb und außerhalb der Abteilung respektiert wird, sind in einer heimlichen Beziehung. Dafür gibt es viele Gründe, zum Beispiel wie die Gesellschaft lesbische Beziehungen betrachtet oder Liebesbeziehungen am Arbeitsplatz zwischen einer Vorgesetzten und ihrer Mitarbeiterin, zudem ist Ayaka tatsächlich auch noch mit einem Mann verheiratet. Dieser Typ scheint jedoch nicht nur ein Idiot zu sein, sondern betrügt Ayaka auch hinter ihrem Rücken.

Sowohl Saori als auch Ayaka entdecken beruflich und dann privat mehr voneinander (während Verabredungen und im Bett, wo Ayaka sogar feststellt, dass sich Saoris Persönlichkeit verändert, wenn sie alleine sind). Zu wissen, dass sie verheiratet ist, führt jedoch dazu, dass Saori darüber nachdenkt, ob sie Ayaka jemals dazu bringen könnte, nur sie zu lieben und eine zusätzliche Angelegenheit, die scheinbar bei der Arbeit vor sich geht, lässt nicht nur ihre private Beziehung ins Stocken geraten, sondern lässt sie auch fragen, ob sie trotzdem zusammen sein wollen?

I Love You So Much, I Hate You“ ist eine interessante Lektüre, die nicht ganz unrealistisch ist. Es ist sicher wahrscheinlich, dass solche Beziehungen im wirklichen Leben bestehen. Aber diese sind wahrscheinlich nicht so bitter-süß, wie der Titel vermuten lässt. Der Fokus des Mangas liegt auf den beiden Hauptcharakteren. Während wir also Details zu Mitarbeitern und Familie erhalten, dreht sich alles um Saori und Ayaka. Saori erkennt, dass sie Frauen liebt, aber vom schwärmen für eine Person bis hin zu einer Beziehung ist es ein weiter Weg. Zumal die Frau, die sie liebt, verheiratet ist.

Als Ayaka ihre Gefühle erwidert, merkt Saori nicht, dass es teilweise daran liegt, dass Ayaka sie nur benutzt. Der Typ, den Ayaka geheiratet hat, schien ein guter Fang zu sein, also hätte es klappen können. Aber Ayaka muss feststellen, dass sie unglücklich war und zwischen dem Druck Kinder zu bekommen und dem Arbeitsleben beginnt sie zu hinterfragen was sie will. Hier erscheint Saori und bringt die Dinge durcheinander.

Der Manga greift im späteren Verlauf einem Handlungspunkt auf an dem ein anderer Charakter beteiligt ist, der jedoch zu einer großen Sache wird und am Ende zeigt, wie zerbrechlich Saoris und Ayakas Romanze ist.

Die Romanze der beiden ist süß, das Artwork ist sehr ansprechend und die Geschichte wird gut ausgeführt. „I Love You So Much, I Hate You“ ist sicherlich eine gute Lektüre für Yuri-Fans und für alle, die Büro-Romanzen mögen.
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