Zombie Land Saga (2018)

Zombieland Saga / ゾンビランドサガ

German Rezensionen – Zombie Land Saga

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Avatar: LindeCookie Scout#1
  • Handlung
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  • Unterhaltungsfaktor

MIT IDOL-ANIMES KANN ICH NICHTS ANFANGEN😮

Zu aller erst muss man nach diesem Satz und meiner Bewertung sagen, dass ich den Anime keineswegs als schlecht abstempeln würde o.ä.
Es waren wirklich zwölf, an sich gute Folgen, die auch runter gingen wie Butter, aber ich fühle mich nicht erfüllt. Sprich sonst erhascht mich doch hin und wieder nach dem Beenden eines, vor allem überragenden, Animes immer ein Gefühl der Leere. Der ein oder andere wird es vielleicht kennen. Man fühlt einfach folgenlang die Story und möchte noch nicht, dass es vorbei ist.

Nun aber genug der Einleitung, kommen wir etwas auf die einzelnen Bewertungen im Hinblick der Handlung, der Animation, der Charaktere, der Musik und dem Unterhaltungsfaktor.

DIE HANDLUNG:
In diesem Stück Animationsmaterial handelt es sich am Anfang um das Mädchen Sakura, die nicht so wirklich vom Glücke verfolgt ist und, wie man im Laufe der Handlung erfährt, ein ziemlicher Tollpatsch ist. Sie träumt davon ein Idol zu werden und just auf dem Wege an dieses Ziel erhascht sie auch schon das Schicksal, in Form eines vorbeirasenden Autos. - Im echten Leben würde die Story hier wohl enden...
aber nein, wir kriegen Zombies...ja etwas ausgelutscht, sowas von 2012 und wir hatten mit School-Live! schon unser Walking Dead für Loli-Fanatiker, aber hier - hier kriegen wir was anderes serviert. Idols als Zombies, also eher eine abgespacete Version von Michael Jacksons Beat It.
Idols als Zombies? Ähhh Ja? Denn es sollte noch nicht das Ende unserer Sakura sein. Sie wird wiederauferstehen als Zombie und zwar nicht nur sie, sondern eine ganze Gruppe von Frauen verschiedener Altersgruppen und auch aus anderen Epochen bzw. Generationen wurde als Gruppe zusammengewürfelt. Verantwortlich für diese Misere ist ein junger Herr, der die Frauen nun drillt als wäre er bei der Army und sie auch noch managed (Steht beim Punkt Charaktere). An sich schon mal etwas anderes - durchaus interessantes. Wäre da doch nur nicht dieser abgedroschene Handlungsverlauf. Es geht von Auftritt zu Auftritt, man bekommt keinen wirklichen Bezug zu einigen Charakteren und es wird nicht einmal erklärt wie diese Gruppe jetzt auferstehen konnte #sadichwollteessogerneselbstausprobieren. Zudem konnte man keinen wirklichen zeitlichen Bezug dazu finden, wann ungefähr die Handlung überhaupt stattfindet. Ungefähr in unserer Zeit, das sieht man, aber ich fühlte mich zeitlich etwas verloren. Positiv herauszufiltern ist aber der Wandel den die Band macht. So ist man am Anfang natürlich mit komplett neuen Menschen unter einem Dach und muss erst einmal das gegenseitige Vertrauen aufbauen etc. Das dauert natürlich und es kam hier und da wie in jedem Slice auch zu Streitereien, aber auch ganz wichtig zum zusammenschweißen der Gruppe. So absolvierte man hier und da kleinere Gigs und wollte auf sich aufmerksam machen. So wie kleine Bands das bei uns auch tun - ein Aspekt der in dem Anime gut rüber kam. Was mir auch sehr gut gefiel waren die Flashbacks des ein oder anderen Charakters zum Ableben dieser. (Saki und Lily bspw.)

DIE CHARAKTERE:
Ich hatte ja erwähnt, dass ich mit einigen Charakteren nicht so ganz warm geworden bin, so fange ich an mit jenen Charakteren, die etwas mehr Tiefe besitzen und komme dann Schritt für Schritt zu denen mit der Charaktertiefe eines Toastbrotes.
Sakura Minamoto - Der MC der Serie. Wie das in so jeder Serie der Fall ist, so erfahren wir eigentlich am meisten über den Hauptcharakter. Sakura ist zu Anfang sehr schüchtern und kriegt nichts so wirklich gebacken. Das alles ändert sich erst einmal als sie dann wiederaufersteht, denn sie weiß nichts mehr von ihrem vorherigen Leben. Sie wird es im Laufe der Story erfahren, aber vorerst handelt sie nicht als könne sie gar nichts. Sie ist also so gesehen erst einmal ein anderer Mensch geworden - von 0 auf 100 in unter drei Sekunden. Dies stellt sich auch als äußerst positiv heraus, da sie der positive Pol in der Gruppe ist, den Leuten Mut macht, sich am meisten ins Zeug legt und den anderen hilft.
Sakura ist aber leider auch eher ein nerviger MC meiner Meinung nach, aber auch das ist Ansichtssache.
Saki Nikaidou - Der Boss der Gruppe. Blonde lange Haare, ein Wille der Berge versetzen kann und eine Aura so heiß wie ein Vulkan. Um es anders auszudrücken ein Feger und nicht umsonst ab sofort unter meinen Favoriten ❤️. Diese junge Frau lässt kein Stein auf dem anderen und es ist sicherlich nicht immer gut Kirschen essen mit ihr, aber einmal ein Ziel im Auge lässt dieser ehemalige Straßenrowdy nicht mehr davon los. Sie bildet zusammen mit Sakura meist das Bindeglied der gesamten Gruppe.
Koutarou Tatsumi - Der Fädenzieher. Temperament, Sonnenbrille und eine laute Stimme, das ist es was diesen jungen Herren, der sich das Ziel gesetzt hat SAGA (der Ort der Handlung) zu retten, ausmacht. Er ist wie der Drill Sergeant in Full Metal Jacket und weiß wie man eine Truppe "heranwachsender" Gören bändigen kann. Seiner Ausstrahlung wegen ermöglichte er der Gruppe den ein oder anderen Gig und das Sponsoring. Wenn die Mädels mal nicht weiterwissen fragen sie Ihn und er hat immer eine Lösung parat, wenn auch diese mit lautem Gegröle seinerseits zusammenhängt. Ein Charakter, den ich durchaus gerne wiedersehen würde. Ich will die Sonnenbrille.
Ai Mizuno und Junko Konno - Die Idole. Beide damit gezeichnet vor ihrem Ableben schon in der Rolle eines Idols gewesen zu sein, helfen sie der Truppe mit ihrer Erfahrung auf dem Weg zum Erfolg. Anfangs noch sehr mürrisch und auflehnend, werden diese zwei grundverschiedenen Charaktere noch den Weg in das Herz des ein oder anderen Fans der Serie geschafft haben. Für die Handlung sind sie mit die wichtigsten Charaktere, denn der Rest hat keine Ahnung vom Idol sein und von nichts kommt bekanntlich nun mal nichts.
Yuugiri - Die Passive. Ganz nach dem Motto "Ich nehme es, wie es kommt!" handelt dieser Charakter in der Serie. Es gab einige Momente guten Screentimes, meistens die in denen sie als älteste mal für Ordnung sorgt, aber sonst leider eher Mau ausgearbeitet.
Tae Yamada - Der Running Gag. Immer dann wenn man denkt, es könne gar nicht mehr besser werden, kommt dieser Charakter um die Ecke und rettet die Situation. Das Besonderbare dabei ist aber, das sie nicht einmal mehr Vernünftig denken kann und nicht das Verhalten eines Menschen sondern vielmehr dem eines Hundes aufweist.
Lily Hoshikawa - Its a Trap.

DIE MUSIK:
Zu der Musik kann man eigentlich nicht viel sagen, es ist eine reine Sache des Geschmacks. Man kann aber sagen das diese angemessenen gepasst hat und natürlich auch zum Idol-Ding passen sollte. Selbst wenn man jetzt nicht so auf dieses Idol-Zeug abfährt, so wie ich, dann war es nicht störend. Es war aber tatsächlich weitaus weniger Musik als ich von so einem Anime erwartet hätte.

DER UNTERHALTUNGSFAKTOR:
Die Perle des Animes war ganz klar die Comedy, wir alle kennen diesen ganzen Zombiekram und sind den schon gewohnt. Diese Paarung aber aus Idols und Zombies war anfangs etwas strange, dennoch so Szenen in denen die Gruppe versucht möglichst unauffällig zu bleiben und dann alles schiefgeht waren immer wieder gut anzusehen. Vor allem die Idee an sich, ist schon irgendwie witzig und auch einigermaßen gut umgesetzt.

Naja meine Freunde, meckert an mir rum, wenn ich jetzt euren Lieblingsanime zerstört habe, aber mehr als 2,5 Sterne sind da auch nicht rauszuholen. Wo man auch sagen muss, das 2,5 genau die Mitte des Spektrums, also dem Durchschnitt entspricht. Manche haben auch unter dem Streamhoster geschrieben, dass es der beste Anime der Welt ist...da f*ck, aber naja eine Diskussion über Geschmäcker möchte ich nicht lostreten. Es weiß sowieso ohnehin jeder, das JoJos der beste Animu der Welt ist. (zwinkersmiley). Seht es mir nach falls ich Sachen vergessen habe. Ich habe die zwölf Folgen über 6 Monate hinweg geguckt, da alles zu behalten ist eher schwierig. Wollte mich einfach mal wieder melden.
Bis denne und bleibt frisch.

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Avatar: Mirrormantiz#2
Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die toten Idols eben als Zombies auf die Bühne zurück.


Ach, hat mich die Serie hin- und hergerissen. So vieles hat einfach nicht überzeugt, und doch hab' ich den Titel am Ende irgendwie liebgewonnen. Hier ist mein Erfahrungsbericht.

Worum geht's? Ein emotional unkontrollierbarer, selbsternannter Manager erweckt die bekanntesten verstorbenen Idols wieder zum Leben und vereint sie zu einer neuen Formation. Gemeinsam finden sie als Girlie-Band zusammen, während sie ihr Zombie-Dasein im Alltag zu verstecken versuchen.

Trotz des ungewöhnlichen Settings wirkt die Serie stellenweise so, als könnte sie problemlos im klassischen Nachmittagsprogramm für ein jüngeres Publikum laufen. Das Zombie-Thema wirkt hier eher wie Deko, und damit kommen wir auch zum ersten Kritikpunkt meinerseits. Es muss irgendwie ein Geheimnis daraus gemacht werden, dass die Girls nicht tot sein dürfen und ihre wahre Identität verheimlichen müssen. Wie innovativ wäre denn eine Zombie-Girlie-Band mit vermeintlichem Cosplayzwang gewesen? Das Gegenteil ist der Fall. Hier wird Potenzial verschenkt.

Dann nervte weiterhin, dass anscheinend irgendein Kollektivtrauma mit der Präfektur Saga aufgearbeitet werden soll, weil der selbsternannte Manager diese Präfektur mit den Mädels irgendwie retten oder zu neuem Glanz verhelfen muss. Die Serie zeigt ständig irgendwelche Orte und Leute aus Saga und bindet sie in die Folgen ein, aber es führt einfach zu nichts. Die Folge: Es fühlt sich leer an.

Andere Folgen bestehen aus Flashbacks und Rückblenden und man erfährt, wie ein paar der Mädels zu Zombies wurden. Auch da ist die Qualität eher gemischt und durchwachsen und Sakis Story ist sicherlich die beste.

Kommen wir zum Humor: Also ich weiß ja nicht. Will die Serie wirklich gezielt lustig sein, oder spielt man sich hier wahllos einfach den Ball zu und akzeptiert schlechtes Writing? Die morgendlichen Meetings im Keller wären da so ein sehr gutes Beispiel. Man versucht hier, über den völlig überdrehten Manager Kotaro Humor zu erzeugen, aber seine Reaktionen gehen oft komplett an der Situation vorbei.

Steht dann das erste Mini-Konzert an und man ist gespannt auf sweete Dancemoves und Gesang, trifft der nächste Schlag. Alles zuvor Gezeigte war toll animiert, jetzt müssen es für die Choreo 3 Frames pro Sekunde werden. Die Rede ist von CGI. Autsch. Es sah richtig mies aus und entfremdet die Charaktere, die man gerade so kennenlernt.

Trotz all dem Kritikhagel nimmt die Serie ab der zweiten Hälfte eine gute Wendung. Die Girls wachsen als Einheit zusammen, und ab wird die ganze Serie an sich tragfähiger und unterhaltsamer. Das finale Konzert macht dann auch wirklich Spaß.


Fazit: „Zombieland Saga“ will viel sein, findet aber dafür selten den richtigen Platz. Unterm Strich bleibt eine Serie, die ich ganz gern geschaut habe, zwischendrin aber merklich genervt war. Mal ist sie lustig, mal nicht, mal zieht sie, dann überhaupt nicht. Trotz Rückblenden bleiben die Charaktere blass, und es entsteht halt gar keine übergreifende Tiefe. Ein netter No-Brainer für zwischendurch.
Post was last edited on 25.05.2026 06:44.
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