. Sie war das leitende Dienstmädchen der Familie des
. Wann auch immer jemand Fragen oder Probleme hatte, war Sharon die erste Ansprechstation. Sharon war damals gut mit
befreundet. Diese vermisst sie sogar heute noch.
Im Haus des jungen Herrn befindet sich ein Raum, in dem sein Großvater das Tanzen übte. Sharon war damals seine Tanzpartnerin. Für den jungen Herrn war es Schicksal, dass er und Alice sich nun – viele Jahre später – im selben Raum befanden. Der junge Herr bat daraufhin Alice um einen Tanz. Die beiden koordinierten ihre Bewegungen, damit sie sich nicht berührten.
Sharons Körper befindet sich in einem Sarg in der Kirche von
Daleth. Vor ungefähr zehn Jahren wurde sie von
Sade verflucht. Nun liegt sie in ewigem Schlaf. An jenem Tag, als Sharon verflucht wurde, betraten Daleth und Sade das Anwesen der Familie des jungen Herrn. Sade blickte Sharon mit hasserfüllten Augen an. Nachdem Sade den Fluch ausgesprochen hatte, stieg sie die Treppe des Anwesens herab – mit Sharon in ihren Armen.
Rob dachte, Sade hätte Sharon getötet. Um deren Tochter Alice einen noch größeren Schock zu ersparen, erzählte er ihr, dass ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben kam. Sharon und Sade schienen sich anfangs jedoch gut zu verstehen. Im Tagebuch der Diener des Hauses schrieb sie nieder, dass Sade hellsehen konnte und großes Wissen über Feng besaß. Sade konnte ihre Gedanken lesen und wusste über ihre Vergangenheit Bescheid. Nachdem Sade ihr ein paar Geschichten erzählt hatten, endete Sharons spannender Tag mit der Hexe.
Der junge Herr, Alice und Daleth machten sich zusammen mit
Zain, der seine Magie einsetzte, in die Vergangenheit auf … in eine Zeit, bevor der junge Herr verflucht wurde. Dort trafen sie auf Sade und es kam zu einem kurzen Kampf. Sie war jedoch viel zu stark, weshalb sie fliehen mussten. Sie vermuteten, das Aufeinandertreffen mit Sade könne eine Änderung in der Gegenwart verursacht haben. Und tatsächlich: Sharon wachte aus ihrem Schlaf auf!
Nach der Wiedervereinigung mit ihrer Tochter, erzählte sie ihr und dem jungen Herrn von ihrer Vergangenheit. Sie und Alice lebten damals noch auf dem Fuß eines Berges. Alice war krank, weshalb Sharon nicht arbeiten gehen konnte, weil sie sich um ihre Tochter kümmern musste. Für sie war es schmerzhaft, jeden Tag in Armut zu leben. Bis auf ihre jüngere Schwester hatten sie keine Verwandten, doch weil diese sie verabscheute, konnten sie nicht auf sie zählen. Dann betrat ein mit Blut überströmter Mann ihr Haus. Es war der Großvater des jungen Herrn,
Victor, der von einem Irrläufer getroffen wurde, als er mit einem Freund von ihm auf die Jagd ging. Sharon tat ihr Bestes, um ihn zu verarzten. Ein paar Tage später erhielt sie einen Brief von ihm. Er machte ihr ein Jobangebot und wollte ihr ein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen. Er bot ihr sogar ärztliche Hilfe für ihre Tochter an. So kam es, dass sie sein Dienstmädchen wurde. Zuerst wusste sie nichts über Manieren und wie sie sich verhalten sollte. Sie war zuerst absolut unnütz in ihrem Job. Im Anwesen befanden sich lauter Dinge, die sie noch nie gesehen hatte. Gerbera und die Diener waren alles nette Leute. Sie lernte fleißig, um ihnen ihre Güte zurückzahlen zu können. Alice erholte sich schon langsam und lernte den jungen Herrn kennen und lieben. Sharons Bemühungen wurden anerkannt, weshalb sie bald zum leitenden Dienstmädchen befördert wurde. Dann tauchte eines Tages eine Frau in einem weißen Nonnengewand auf und wollte mit ihr befreundet sein. Sie sprachen zwar nur selten miteinander, aber jedes Mal hatte Sharon großen Spaß dabei. An mehr konnte sie sich nicht erinnern. Sie erzählte nur noch, dass Alice‘ Vater abgehauen ist, als seine Tochter noch ein kleines Baby war.
Sharon und Alice waren nun endlich wieder vereint und hatten eine glückliche Zeit, doch das war nur die Ruhe vor dem Sturm, denn Sade hatte geplant, dass sie in dieser Zeit aufwacht. Nachdem der junge Herr, Alice, Daleth und Zain wieder in ihre Zeit zurückgereist waren, hatte sie neue Pläne mit Sharon. Zuerst sollte der Fluch dann gebrochen werden, wenn Alice stirbt, doch nun sollte sie weitaus früher aufwachen. Dazu pflanzte sie ihre Augen in Sharon ein. So war Sade auch noch in der Gegenwart am Leben, und Sharon sollte mit ansehen, wie ihre Liebsten wegen ihr leiden.
Als eine von Sades Manifestationen vor Alice auftauchte, erzählte sie ihr, was es mit dem Fluch, der auf Sharon lag, auf sich hatte. Alice war als Kind sehr kränklich. Sade ließ Sharon entscheiden, ob sie so weiterleben möchte wie bisher oder ob sie in ewigem Schlaf fällt im Austausch für die Gesundheit ihrer Tochter.
Sharon wurde schließlich im Hauptanwesen der Familie des jungen Herrn abermals als Dienstmädchen eingestellt.