. Diese verliebte sich in der dritten Klasse der Grundschule in ihn. Weil er jedoch bald die Schule wechselte, verschwand ihre erste Liebe schon bald aus ihrem Leben.
Taiyou besitzt blonde Haare, die fast wie eine Löwenmähne aussehen. Seine Haare sind aber nicht gefärbt, denn er ist nur zu drei Vierteln ein Japaner. Sein bereits verstorbener Großvater kam nämlich aus England. Sonnenblumen waren die Lieblingsblumen seiner ebenfalls schon verstorbenen Großmutter. Es waren die ersten Blumen, die seine Großmutter von seinem Großvater bekommen hatte. Danach schenkte er ihr immer wieder welche. Taiyou wurde nach diesen Blumen benannt (Taiyou = Sonne).
Als Ai am Pool bei den Sonnenblumen war, hörte sie das Klingeln eines Handys. Sie hob ab und es meldete sich der Besitzer des Handys, der es abholen kommen wollte. Er sagte, er würde Taiyou heißen. Ai erinnerte sich bei diesem Namen an ihre erste Liebe, und wie sich dann herausstellte, befand sich am anderen Ende der Leitung sogar ihre erste Liebe! Als Taiyou sein Handy abholen kam, hatte Ai sich jedoch versteckt, da sie aus sicherer Entfernung sehen wollte, wem das Handy nun wirklich gehörte. Sie war mental noch nicht bereit, Taiyou gegenüberzutreten.
Abgesehen von ihrer Schüchternheit gab es noch einen Grund, weshalb sie Taiyou lieber noch nicht treffen wollte: Es machten böse Gerüchte über ihn die Runde. Er soll jemanden so sehr zusammengeschlagen haben, dass derjenige ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Für Ai war es deshalb ein umso größerer Schock, als Taiyou in der Schule nach ihr suchte. Er fragte die Schüler, ob sie eine gewisse Ai kennen. Zuerst meldete sich zwar eine andere Ai, doch als ein Mädchen sagte, dass es noch eine andere Ai mit dem Nachnamen Sakura geben würde, erfuhr Taiyou, dass sich seine alte Schulkollegin an dieser Schule befand.
Taiyou und Ai trafen schon bald aufeinander, als ein Junge seinen Müll in die Nähe der Sonnenblumen warf. Ai stellte den Jungen zur Rede, doch dieser zeigte sich nicht reumütig, sondern trat selbstbewusst an Ai heran und machte ihr etwas Angst. In diesem Moment tauchte Taiyou auf und schlug dem Jungen ins Gesicht. Ein Lehrer, der Taiyou schon mehrmals darauf hingewiesen hatte, seine Probleme nicht mit seinen Fäusten zu lösen, sah das mit an. Es wurde entschieden, Taiyou von der Schule zu verweisen. Weil Ai dem Lehrer jedoch erklärte, was vorgefallen war und dass Taiyou sie und die Blumen beschützt hatte, durfte Taiyou an der Schule bleiben. Taiyou bedankte sich bei ihr, erhielt von Ai jedoch keine Antwort, denn diese war weiterhin sehr schüchtern.
Taiyou war etwas sauer, weil Ai ihm andauernd aus dem Weg ging. Wenn sich ihre Blicke kreuzten, sah sie weg, und wenn er sie ansprach, flippte sie aus. Ungewollt verletzte sie so seine Gefühle. Anfangs dachte er noch, sie sei wütend auf ihn, weil sie durch ihn diesen blöden Spitznamen – »Granny Ai« – bekommen hatte. Als er sie berührte und ganz tief in ihre Augen sah, war sie wieder verängstigt. Das wollte er ihr vor Augen führen.
Ai dachte darüber nach, weshalb Taiyou so einen schlechten Ruf hatte, denn eigentlich war er ganz nett. Er reinigte den Pool und nahm viele Dinge sehr ernst. Sie dachte, er sei einfach nur viel zu offenherzig, weshalb er oft falsch verstanden wird.
Bald hatte Ai den Mut, ihm zumindest zu sagen, dass sie es war, die sein Handy gefunden hatte. Schon damals wollte sie einfach nur von ihm beachtet werden. Taiyou heiterte sie auf und lächelte dabei. Ai stellte fest, dass Taiyous Lächeln noch genauso aussah wie damals.
Als die beiden am Pool nach Ais Handy suchten, sagte Ai ihm, dass sie ihn mag. Sie rannte danach aber davon, wofür sie sich selbst hasste. Taiyou konnte sie jedoch dazu bringen, stehenzubleiben. Er sagte ihr zwar nicht, was er für sie fühlte, doch er lächelte Ai an, was ausreichend war, um sie glücklich zu machen.
Ai war fest entschlossen, Taiyou von nun an in die Augen zu sehen und ihren Blick nicht sofort wieder abzuwenden. Er fand es sehr witzig, Ai dabei zuzusehen, wie sie sich dabei so sehr anstrengte. Er gab ihr dann seine E-Mail-Adresse, doch Ai hatte nicht den Mut, ihm zu schreiben. Das erledigte dann Ais Freundin
Maimin für sie. Diese machte ein Treffen am Strand aus. Dort zeigte sich Taiyou etwas wütend auf Ai, da die Mail gar nicht von ihr selbst kam. Ai fing zu weinen an. Später sagte sie zu Taiyou, mehr Zeit mit ihm verbringen zu wollen, woraufhin er ihr einen Kuss gab. Taiyou sagte ihr, dass er sie mag und dass er mit ihr ausgehen möchte. Ai wollte ihm von nun an immer in die Augen sehen, und solange er ihren Blick mit einem Lächeln erwidert, würde sie so hell erstrahlen wie die Sonnenblumen …