Anime Reviews

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Anime Reviews

Kekkou Kamen

Avatar: Asane
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#1
Für seine Besprechung dieses epochalen Werkes möchte ich DeBaer auf Knien danken, ansonsten wäre dieses Kleinod japanischer Filmkunst unbeachtet und spurlos an mir vorbeigezogen.

Dennoch möchte ich Meister Gou Nagai einige Gerechtigkeit widerfahren lassen und ergänzenderweise ein paar Punkte anfügen. Gedacht war diese an Peinlichkeit schwer zu toppende Unverschämtheit eigentlich als Parodie auf Gekko Kamen, von der Nagais Redakteur jedoch so angetan war, dass das Skript so wie es war akzeptiert wurde.

Keine Frage, hier erreicht der Begriff Perversion eine ganz neue, eigene Qualität. Das Grundsetting an sich hat's schon schwer in sich: die wesentlichen Eckpfeiler kann man ja der Kurzbeschreibung entnehmen; Ort der Handlung ist die Sparta Akademie unter der Leitung des Oberfieslings "Satans Zehennägel", der seine Schützlinge mit harter Hand führt, um ihren Charakter zu stärken. Dazu bedient er sich des Systems, dass diejenigen mit den jeweils schlechtesten Noten entsprechend schikaniert werden. Auf welche Weise, mag man den Screenshots entnehmen. Jede einzelne Abscheulichkeit mag ich nun auch nicht kommentieren …

Während der ersten Minuten der 1. Folge wird der bis dahin arglose Zuschauer Zeuge des Auftritts von Frau Gestapoko von der renommierten Auschwitz-Akademie*, die zusammen mit ihrem kleinen Nazischergen-Kommando die Bestrafung des heutigen Opfers in die Wege leiten soll. Stilecht in S&M-Lederkluft, angetan mit einer hinreichenden Menge an Hakenkreuzen sowie der Lederpeitsche, mit der sie die Klamotten der zu Bestrafenden entzwei fetzen kann.

*Na? Mag noch jemand weiterlesen?

Dazu wird das Opfer - für heute und die folgenden Tage ist das Mayumi Takahashi - auf ein Hakenkreuz geflochten** und mit Messern beworfen, als wie aus dem Nichts Kekkou Kamen, die "Streiterin für Liebe und Gerechtigkeit" einschreitet und Frau Gestapoko zum Duell herausfordert.

**allein hier ist schon zu erkennen, auf welch geniale Weise es den Japanern gelingt, tragende Elemente aus dem jahrhundertealten Fundus mitteleuropäischer Disziplinierungsmethoden in einem einzigen Bild zu bündeln.

So etwa verläuft Folge für Folge, jedesmal erscheint ein neuer Kandidat in der Riege der Bestrafungslehrer, die inzwischen dazu übergangen sind, ihre sadistischen Aktionen dazu zu nutzen, den Auftritt von Kekkou Kamen zu provozieren, um sie endlich auszuschalten.

Man merkt also: Gou Nagai hat schon einen sehr begnadeten Humor.

Und dieser recht spezielle Humor regiert auch in dieser feinen Serie, und zwar ausnahmslos. Das Publikum muss schon sehr weltoffen sein und mit ausreichend flexiblen Toleranzgrenzen ausgestattet, um die auf engstem Raum versammelten Bizarrerien zu goutieren. Allfällige Bedenkenträger und unaufgefordert Wohlmeinende, die gerade eben woken sind, werden hier in den ersten Minuten ausgefiltert. Und das ist auch gut so.

Denn diese verstörende erste Folge bietet die perfekte Ouvertüre für das, was nun folgen soll. Wobei die Komik auch durchaus das feinere Florett zu führen weiß. Wie z.B. das "doumo arigatou gozaimasu" des schlaftrunkenen Rektors zu Beginn der 2. Folge, das auf eine gewisse pikante Szene gegen Ende der vorigen Folge anspielt.
(Sorry, aber ich sehe mich nicht in der Lage, die referenzierte Szene adäquat zu schildern, ohne mir den Unmut der Moderatoren zuzuziehen.)

Mal ist es der neue, muskulöse Sportlehrer, der Kekkou Kamen herausfordern will (indem er sich auf lachhafteste Weise in Bodybuilder-Posen schmeißt), mal eine Androidin (die ihre Ein/Aus-Knöpfe delikaterweise an eher ungünstiger Stelle hat) und zuguterletzt ein abgehalfteter Rounin, der mit einem einzigen kaum wahrnehmbaren Schwerthieb die Kleider von Mayumi pulverisiert.

So seltsam und lustig wie das klingt, ist es letztlich auch. Trotz aller unsäglichen Widerlichkeiten und Perversitäten, die kaum in Worte zu fassen sind, zeigt Nagai doch ein sicheres Gespür für Witz, genaue Pointen und parodistische Verwurstungen aller möglichen Genres und Topoi, von Martial Arts bis Magical Girl, von Shounen über Actioncomedy bis Ecchi. Samt der üblichen Sprüche, die da regelmäßig abgesondert werden. An vorderster Stelle natürlich Kekkou Kamen selbst (nach Gehör):

顔は誰かが知らないぜ、体はみんな知っている。
Mein Gesicht kennt niemand, doch meinen Körper kennen alle!

An dieser Stelle sei vielleicht noch erwähnt, dass die Kämpferin für Liebe und Gerechtigkeit keinewegs "splitternackt" ist, wie gelegentlich kolportiert wird; denn sie hat für jeden sichtbar eine rote Maske an, trägt rote Stiefel und Handschuhe und ist darüber hinaus noch mit einem Nunchaku bekleidet!

Wie wenig ernst sich diese Serie selbst nimmt, zeigt auch die Masse an Meta-Humor, die immer wieder genial aufblitzt. Es gibt so einiges an selbstreferentiellen Gags***, aber auch die 4. Wand wird gern mal eingerissen, speziell wenn Chigusa, Freundin und Senpai von Mayumi, zum Zuschauer spricht und sich an ihn wendet, als wolle sie ihn aktiv einbinden.

***z.B. als der Rektor das überaus plötzliche Eingreifen von Kekkou Kamen dergestalt bemängelt, dass sie doch nicht einfach so ohne ihren theme song hier reinschneien könne! Nun, dieser missliche Umstand wurde in den nachfolgenden Episoden behoben!

Als der Gegner besiegt und Mayumi gerettet ist, gibt es natürlich einen herzergreifenden Abschied von Kekkou Kamen. Und während die Heldin begleitet von angemessen kitschiger Hollywoodmusik in den kitschig-roten Abendhimmel entschwebt, kommentiert dies der Erzähler aus dem Off launisch mit (frei übersetzt): "So ist die Schule für dieses Mal gerettet. Sollte sich das Video entsprechend gut verkaufen, kann es sein, dass sie [Kekkou Kamen] noch einmal zurückkommt."

Dazu ist es leider nicht gekommen. Aber für den, der von all dem grenzgenialen und zugegebenermaßen jeden guten Geschmack sprengenden Schwachsinn ähnlich angefixt ist wie ich, gibt es den Trost, dass haufenweise Live-Action-Sequels existieren.

Zu den größten Überraschungen für mich zählt allerdings, dass vom künstlerischen Standpunkt aus der Anime wirklich auf der Höhe der Zeit ist, wenn nicht sogar besser als so manch anderes aus diesen Jahren. Sind die Charaktere auch vergleichsweise einfach gezeichnet, so sind sich doch durchweg sympathisch, liebenswert und glaubwürdig. Also, die Guten unter der Schülerschaft natürlich.

Ein wunderbarer Spaß. Nicht für die ganze Familie, aber für Leute mit open mind und special interest allemal.
Post was last edited on 24.09.2020 um 19:26.
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Nishi-Ogikubo-eki Toho 20-pun 2LDK Shikirei 2-kagetsu Pet Fuka

Avatar: Asane
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#2
Dieses Werk ist ein Beitrag für das sechste Nihon Animator Mihon'ichi (Japan Animator Expo).

Aber zuerst muss man mal diese ersten 90 Sekunden "Intro" hinter sich bringen, wo sich die letzte Silbe von "Animator" zu dem Logo (ーター)formt, in der typischen Strichmännchenoptik mit Wackelästhetik, wie es für Kleinkunstveranstaltungen dieser Art nun mal so üblich ist.

Dann aber beginnt eine sehr bewegte und leicht kafkaseke Geschichte:
Eine junge Frau (dem Abspann nach Rika) wacht auf der Schlafcouch auf, splitterfasernackt - und offenbar zu einem Winzling geschrumpft. Während er, Rikas Freund (Rika no Kareshi), halbnackt vom Klo zurückkommt, versucht sie sich verständlich zu machen. Was leider daran scheitert, dass er sie als Kakerlake wahrnimmt. Und ihr im folgenden mit allen Mitteln nachstellt und den Garaus zu machen versucht.

Umgesetzt ist das als sehr skizzenhaft anmutende kolorierte Stiftzeichnung im Aquarellstil, die sehr licht und leicht wirkt und dennoch bezüglich der Animationen von erstaunlich hoher Qualität ist. Wenn es anfangs noch sehr dürftig und lückenhaft animiert wirkt (im Daumenkinostil), steigert sich das zu sehr flüssigen Bewegungen während der wilden Verfolgungsszenen. Sämtliche Bewegungsabläufe und Fallbewegungen sind dabei absolut realistisch wiedergegeben, trotz der eingeschränkten Mittel, die das ganze eher wie ein rasant animiertes Storyboard wirken lassen.

Action ist also durchaus geboten; und obwohl die dramatische Verfolgungsjagd quer durch das ganze Zimmer verläuft und die Verfolgte jederzeit um ihr Leben fürchten muss, überwiegen bei aller Spannung doch die heiteren, komischen Seiten. Immer wieder kommt hier ein wunderbarer, leicht slapstickartiger Humor zum Tragen, der aber nie aufgesetzt, übertrieben oder gar unrealistisch wirkt.
Und all diese irren Fahrten und Schwenks der virtuellen Kamera ("noch virtueller als sonst!") sind nicht nur technisch perfekt, es macht auch einen Heidenspaß, diesem wahnsinnig gut inszenierten Treiben zuzugucken.

Auch wenn das, was hier (ausschließlich von ihrer Seite) gesagt, gerufen, mitgeteilt wird, nicht untertitelt ist, bleibt unmittelbar verständlich, was gemeint ist. Davon abgesehen, dass es sich um die üblichen Einwortsätze handelt wie chotto! - mou! - yamete! (Moment mal! - Menno! - Hör auf!). Und als sie schlussendlich auf seiner Nase landet: "Ich bin's doch! - echt jetzt, Himmel noch mal!"

Am Ende aber kommt doch alles anders, und sie
wacht ein weiteres Mal auf und findet sich, aus dem Bett gefallen, auf dem Boden wieder. Diesmal aber in normaler, gewohnter Größe und Gestalt - ... als ihr am Boden eine Kakerlake entgegenkrabbelt. Die ER erschlägt. Schmerzliches Gefühl des Bedauerns und eine ambivalente Erleichterung in ihrem Gesicht …

Nachtrag: In der Mitte des ganzen Trubels schafft sie es in ihre Tasche und kann dort mit ihrem Smartphone eine Mail schreiben. Zum besseren Verständnis folgt hier also der

Wortlaut dieser Konversation

(oben steht noch seine letzte Nachricht:
駅についたら
話くれる?
Kann ich mit dir reden, sobald du da bist?)

SIe: あたし ここにいる!!!!!!
Ich bin HIER!!!!!!

Er: どこにいるの??
Wo denn??

Sie: すぐそば! 部屋の中!!
Hier bei dir! Im Zimmer!!

Er: ??????

Sie: あたしのカバンみて!
Schau in meiner TASCHE nach!

Fazit: Ein überraschend lustiger Film. Und ohne erotische Implikationen, obwohl nackte Brüste zu sehen sind. Ach, stimmt ja: daher also durchaus und unter Umständen Not save for work!
Post was last edited on 24.09.2020 um 11:35.
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Umi Kara no Shisha

Avatar: Asane
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#3
Auch der "Bote aus dem Meer" ist einer dieser Mini-Movies, die auf die Retro-Schiene setzen.

Der Umkehrschluss, dass die aufgewendete Sorgfalt und die Animationsqualität ebenfalls retro sind, ist jedoch unzulässig. Technisch gesehen liegt hier ein kleiner, 10-minütiger Actionstreifen vor, eine Art Stummfilm, bei dem der gesprochene Text als Untertitel eingeblendet wird. (Allerdings nicht unter dem Bild, wie wir das gewohnt sind, sondern am rechten Rand und in traditioneller japanischer Leserichtung.)
"Eine Art" meint: Dialogtext ist zwar ausgelagert, Hintergrundgeräusche (und natürlich auch die BGM) sind aber präsent.

Und obwohl dies ein Schwarzweißfilm ist, hat man hier ein sehr detailliertes Bild in sehr differenzierten Graustufen, und auch die Animationen sind genau getimt und flüssig, mit sauberer Einbindung von computergenerierten Inhalten, gerade in der actionlastigen zweiten Hälfte des Films.
Langer Rede kurzer Sinn: auch wenn das auf den ersten Blick ausschauen mag wie aus Opas Vorkriegskino, muss man hier qualitativ keine Abstriche in Kauf nehmen.

Dagegen etwas über die Handlung zu sagen, ist echt schwierig, wenn man weder spoilern noch den kompletten Film nacherzählen mag. Im Vordergrund steht die schwere Verletzung des Protagonisten Non-chan (innerlich wie auch äußerlich), der anfangs quasi als wandelnder Verbandskasten daherkommt.

Im übrigen wird die Vorgeschichte dieser Verletzung nur kurz abgehandelt, ungefähr mit vier Bildern in drei Sekunden, also ist der Anime offenbar von vornherein darauf ausgelegt, dass man ihn mehrmals schaut. Was durchaus ratsam ist, wenn man mehr mitkriegen will als das, was da oberflächlich auf einen einstürmt.

Im Hintergrund geht es um die fast schon üblichen Grausamkeiten des Alltags in einer etwas dystopisch anmutenden Welt (siehe die eingeblendete Nachrichtensendung): Mobbing, anlasslose Gewaltexzesse Wehrlosen gegenüber, inklusive Rachefeldzug mit berserkerhaften Zügen, unter Beteiligung einer Riesenspinnenmechaschildkröte sowie der Luftwaffe, die prompt ihre in Animes so beliebten Missiles einsetzt. Macht sich ja optisch auch gut. Wie überhaupt die ganze battle action, die außerdem bis an den Rand vollgestopft ist mit Zitaten und Reverenzen an stilprägende Vorbilder, von Spiderman bis zu den Ninja Turtles.

Und wer spätestens an dieser Stelle den schlimmen Verdacht hegt, diese Produktion richte sich eher an ein Publikum mit etwas gehobeneren Ansprüchen, das solche Independent-Produktionen auch als Herausforderung für den Intellekt sieht und daher vieles von dem, was sich hier abspielt, durchaus auch auf symbolischer Ebene angesiedelt wissen will: ja, das ist wohl so.

Dasselbe Publikum dürfte auch mit den verstörend seltsamen Welten von Cat Soup oder Cencoroll klarkommen, denen dieses Werk hier ästhetisch wie künstlerisch einigermaßen ähnlich ist.
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Chocotan!

Avatar: Asane
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#4
Wenn ihr also mal eurer unbedarften, ahnungslosen Bekanntschaft erklären müsst, was bei den Animegenres genau unter "Shoujo" zu verstehen ist, dann setzt ihnen diese Folge vor. Denn das ist zu 100% pures Shoujo.

Äußerlich kann man das festmachen an den pastellfarbenen Hintergründen, die immer etwas im Unbestimmten belassen sind, sowie am zeitlos typischen Chara-Design, das sehr Manga-ish ausfällt und woran sich in den letzten Jahrzehnten nichts geändert zu haben scheint. Denn das sieht beispielsweise bei "Marmalade Boy" genau gleich aus.

Erstaunlich ist an der ganzen Geschichte allenfalls, wieviele Tropen dieses Genres man in den 10 Minuten Laufzeit unterbringen kann. Jedenfalls: Nao liebt Yamato aus der Parallelklasse. Wie zufällig begegnen sie sich fast täglich beim Gassigehen mit ihren Hunden. Und nie weiß sie so recht, wie sie ihm zu verstehen geben soll, dass sie ihn liebt. Auch heute nicht, und jetzt kommen auch noch die beiden Mädels aus seiner Klasse hinzu und unterhalten sich mit ihm! Wahrscheinlich versteht er sich mit ihnen sowieso viel besser, was also soll Nao hier noch länger bleiben …

Nun, wäre sie länger geblieben, hätte sie hören können, wie erstaunt die Mädchen sind, dass Yamato einen Hund hat - und hätte daraus die richtigen Schlüsse gezogen. So versucht also ihre kleine Chocotan (ein reizendes "Cavalier King Charles"-Spaniel-Mädchen, wenn ich das recht sehe) sie zu trösten. Denn wie man gleich zu Beginn erfährt: seit einem gewissen Vorfall können sich die beiden in Menschensprache unterhalten!

Doch seit diesem schockierenden Erlebnis ist über Nacht dieses Band gerissen - und alles, was Nao zu hören bekommt, ist ein verzweifeltes, fiepsiges Bellen. Dennoch versucht Chocotan alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die beiden zusammenzubringen. (Obwohl dieser "Happy", also Yamatos Hund, sicher auch nur ein gefühlloses, zynisches Arschloch ist, ganz bestimmt!) - "Wird es ihr gelingen?" fragt die Kurzbeschreibung da in gespielter Ahnungslosigkeit. Und wir alle im Chor: "Na, aber hallo!"

Ja, das alles ist zuckersüß, herzbewegend und einfach knuffig in all der himmelblauen Harmlosigkeit. Und selbst wenn es nur die unbedeutende Umsetzung eines einzigen Manga-Kapitels sein sollte (diesen Eindruck hab ich jedenfalls) - Rie Kugimiya ist sich nicht zu schade, Chocotan ihre Quiekstimme zu verleihen.
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Onkyou Seimeitai Noiseman

Avatar: Asane
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#5
Dieses knallbunte Spektakel, das Studio 4°C hier Ende der neunziger Jahre auf die Beine gestellt hat, ist ein Werk, das von Rechts wegen eigentlich auf die große Kinoleinwand gehört.

Weitgehend computeranimiert, beeindruckt dieses knapp 15 Minuten lange Filmchen mit rasanten, schwindelerregenden Kamerafahrten durch eine Art Großstadtslum mit bizarr-romantischen Häuserschluchten in visuell berauschender Manier, worin es ein wenig an Tekkon Kinkreet, aber auch an Haruka erinnert.

In seiner Ausgestaltung der Umgebung, aber auch der Charaktere, scheint sich der Anime mehr an westlichen Vorbildern zu orientieren, und überraschenderweise vermag er es in all seiner Kürze nicht nur, eine kleine Geschichte samt Botschaft zu erzählen, sondern auch dem Zuschauer die Handvoll Charaktere näherzubringen, die zum Verständnis des Geschehens nötig sind.
Und eine Geschichte ist sehr wohl vorhanden. Allerdings muss man etwas genauer hinhören, was so gesprochen wird, und eventuell den Film ein zweites Mal anschauen. Von der Gruppe Jugendlicher, die da etwas punkig auf ihren Scootern durch die Gassen räubern und all diese armen Winzlinge einfangen, die nicht bei drei auf den Bäumen sind, ist es Reina, bei der als erstes der Groschen fällt. Was auch der Anime signalisiert, indem es da laut und deutlich *pling* macht.
Ein Teil der message findet sich aber auch im Text des Endings, das von der genialen Youko Kanno stammt - wie auch der Rest der fantastisch mitreißenden Filmmusik. In seiner spielerischen Schlichtheit erinnert dieses Ending auch etwas an das von Sousei no Aquarion, ebenfalls von der gleichen Komponistin.

Trotz der bedauernswerten Kürze wird man hier mit einer schönen, allegorischen Geschichte belohnt über ein gestörtes Gleichgewicht, das wieder ins Reine gebracht werden muss.
Post was last edited on 23.09.2020 um 06:33.
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Onara Gorou

Avatar: Asane
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#6
Auch in dieser kleine Serie pflegt Takashi Taniguchi seinen ganz speziellen Humor. Insbesondere seine sehr eigene Art, mit parodistischen Versatzstücken zu jonglieren. Damit kommt nicht jeder klar, man liebt es oder man hasst es. Dazwischen gibt es nur wenig. Und auch die Wertung verlagert sich dann weit weg von den sonst so üblichen Kriterien und nimmt sich mehr der Stilmittel an, die aus Prinzip gegen alle Regeln verstoßen, die man normalerweise an ernsthafte Animes anlegen kann. Daher wird auch in dieser Besprechung keine Rücksicht auf ästhetische Ansprüche genommen. Soviel mal vorweg.

Das, was Doggy Poo für Kinder ist, das ist Onara Gorou für Erwachsene.

Erwachsene Kindsköpfe, um genau zu sein. So zielführend und konzise, wie der sprechende Furz lehrreiche Inhalte auf den Punkt bringt, scheint er in diesen Dingen eine größere Expertise zu besitzen als so mancher Lehrer. Beispielsweise Lehrer, die auf dem Schuldach stehen und verzweifelt versuchen, eine Bande Jugendlicher in den Griff zu bekommen, die verzweifelt versuchen, sich aufmüpfig zu geben.

Die Screenshots mögen zwar einen ungefähren Begriff davon geben, wie irre daneben das alles ist, aber eigentlich ist es noch viel schlimmer. Man muss sich das so vorstellen, dass die Figuren (Charaktere kann man beim besten Willen nicht dazu sagen) z.B. im Halbprofil gruppiert sind und als Gruppe en bloc "animiert" werden, d.h. nicht animiert, sie werden, ähnlich wie im Kamishibai, auf dem Hintergrund rumgeschoben und nur der Mund ist dabei animert. Ach, was heißt schon animiert, er geht halt im Sekundentakt auf und zu. Das muss denn auch reichen.
Durch holzschnittartige, enorm grobe Tuscheschraffur wird so was ähnliches wie räumliche Tiefe erreicht, was auch völlig ausreicht. Denn alles, was darüber hinaus ginge, würde bedeuten, dass man sich auf einmal mit Niveau und künstlerischem Anspruch konfrontiert sieht. Und das künstlerische Konzept von Taniguchi gibt vor, sowas unter allen Umständen zu vermeiden!

Ein wesentlicher Teil des Humors speist sich aus der skizzierten Darstellung des üblichen Alltagsversagens in Konfrontation mit einer perplexen Null-Reaktion. Wie man das vielleicht schon aus Great Teacher Onizuka kennt oder teilweise auch aus Nichijou. Und hier wie dort fühlt man sich, was die Gestalten angeht, gleich mal ein halbes Jahrhundert zurückversetzt. Speziell bei den Typen mit der ausladenden Schmalztolle.
Einen weiteren Teil des Humors bezieht dieses Werk aus der wunderbar arrangierten "kognitiven Dissonanz" zwischen dem in jeder Hinsicht unsagbar miesen Geschehen auf dem Bildschirm und der entspannenden, romantischen Schwerelosigkeit der Hintergrundmusik, wie sie speziell von dem kurzen Intro vorgegeben wird.

Dass eine völlig überdrehte live action Idol Group zum würdigen Beschluss dann die Sau rauslässt, setzt dem ganzen natürlich noch die Krone auf. Und selbstverständlich ist auch in diesem Fall der Text standesgemäß bescheuert.



Auf diese Art werden eine Reihe typischer Anime-Topoi auf die Schippe genommen (Mobbing, Liebesgeständnis, Onsen), aber das weitet sich recht schnell aus auf gewisse Genres und man erlebt z.B. eine zuckersüße Liebesgeschichte, einen turbulenten Tag in der Notaufnahme, eine Schulhorrorfolge und natürlich die obligatorische Abschlussfeier.

Wie gesagt, man mag es für ultimativ bescheuert halten oder für grenzgenial; auf welche Seite man sich letztlich schlägt, ist nicht unbedingt abzusehen.
Allerdings muss auch gesagt werden, dass dies hier eher die sedierte Form des Wahnsinns ist; wer's härter braucht und mehr so auf Speed ist, gibt sich natürlich "Otaku na English" oder gleich "Gesundheit mit dem kleinen Rotkäppchen".

Wer Tod und Teufel nicht scheut und/oder wer sich vor ahnungslosen Freunden mal so richtig ordentlich blamieren will, findet hier unter Umständen eine glänzende Gelegenheit dazu.
Post was last edited on 21.09.2020 um 20:39.
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Gekijouban Fate/Kaleid Liner Prisma Illya: Sekka no Chikai

Avatar: Ich&Anime#7
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Das, meine lieben Leser, war der schlechteste Fate Film, den ich je gesehen habe. Ich würde sogar so weit gehen, dass dieser Ableger allgemein der schlechteste Fate Ableger ist.

Aussehen/Sound
Der Film sieht zwar gut aus und hört sich gut an, kommt aber nicht wirklich an viele der Fate Teile dran. Das liegt nicht einmal daran, dass er schlecht aussieht, es liegt eher daran, dass es nicht wirklich Momente gibt, in denen er wirklich glänzen kann.

Handlung
Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass die Handlung absoluter Müll ist. Die Umsetzung ist es aber definitiv.
Er setzt die falschen Prioritäten. Er stellt sehr ausführlich, ca. 30 der 90 Minuten, dar, wer die Charaktere sind und warum sie in welcher Beziehung stehen. Zumindest bei den zwei Hauptcharakteren. Der Hauptteil, der danach folgt, ist absoluter Schmutz. Nicht nur, dass in ca. 20 Minuten alle Kämpfe abgefrühstückt werden, es fehlt auch sonst sämtlicher Charme, der sonst die Fate Serien ausmacht. Die Meisten Charaktere sterben nach 2 Minuten, erklärt wird schon mal recht nichts. Es gibt keinen Bezug auf irgendwelche Heldensagen, keine Interaktion zwischen den Charakteren. Immer nur ein sehr kurzer Schlagabtausch, den der Tod eines Random Charakters folgt, den man schon mal irgendwo in Fate sehen konnte. Es gibt auch keine Interaktion zwischen Heldengeistern und Menschen, ein weiterer Punkt, den Fate normalerweise ausmacht.
Das Finale ist ähnlich schrecklich und unbefriedigend.

Charaktere
Die Charaktere kann man in die Tonne treten. Die meisten sterben nach 2 Minuten und alle anderen, kurz gesagt, Shiro, Kirutsugu und auch Sakura hätte ich wahrscheinlich nicht verstehen können, wenn ich sie nicht schon aus anderen Fate Serien gekannt hätte. Der einzige neue Charakter, Shiros Schwester, ist zwar ganz interessant, aber absolut Stereotypisch / Flach und absolut kein Ersatz für alles Fehlende. Zu dem Fehlenden gehören vor allem auch die Interaktionen zwischen den Charakteren, der bunte Mix und somit die Sympatischen oder allgemein Charakterstarken Bösewichte. All das fehlt.

Fazit
Verdient dieser Film wirklich nur ein Stern? Vermutlich nicht? Ich meine, wir reden hier von Fate, allgemein der Name setzt einen bestimmten Qualitätsstandard voraus. Ein "normaler" Anime, der nicht den Namen Fate trägt, hätte wohl vielleicht noch 3 Sterne bekommen. Und auch wenn man vermutlich sagen kann, dass die Handlung oder die Animation bei manch anderen Fate Spin offs auch hinkt, die Charaktere sind sonst immer unglaublich gut gemacht, vielschichtig und oft auch nachvollziehbar, was hier aber absolut nicht der Fall ist. Vielleicht wäre es besser geworden, wenn nicht 1/3 der Zeit in die Einleitung geflossen wäre aber so weiß ich nur, dass ich mir meinen Abend versaut habe.
Post was last edited on 21.09.2020 um 14:47.
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Hoshizora Kiseki

Avatar: Asane
Editor
#8
Hast du das schon mal gefühlt? -
Die feuchte Luft am frühen Morgen, den frischen Wind in der kühlen Nacht,
die Schwüle des Sommers und die trockene Kälte des Winters,
Den Wind, der den Geruch des Grases trägt und den Duft des Weizens?

[Kozue zu Ginga]


Das "Wunder des Sternenhimmels" ist eine kleine, feine ONA, still und bedächtig, trotz der Protagonistin Kozue, die charakterlich zwar von bescheidener, angenehm natürlicher Art ist, aber dennoch recht nachdrücklich ihre Meinung vertreten und unangenehm hartnäckig sein kann - und in dieser Eigenschaft den halben Anime vollplappert.

Im Zentrum dieses kleinen Animes steht ein Meteoritenbruchstück, das Kozue am Handgelenk trägt und mit dem eine Erinnerung an ein mysteriöses Ereignis und einen mysteriösen Jungen verbunden ist. Entsprechend bruchstückhaft werden die einzelnen Szenen von der Regie gereiht, in interessanten, abwechslungsreichen Schnitten dem Zuschauer vorgesetzt, damit er es sich nicht zu einfach macht, denn es wird nicht stur chronologisch erzählt, sondern immer wieder ein wenig gesprungen; - und Szenen werden gern auch aus der Distanz gefilmt, während die Personen reden, denn hier stehen vor allem die Charaktere im Mittelpunkt. Und das, was sie zu sagen haben. Denn dadurch gerät das Gesagte spürbar stärker in den Vordergrund und erhält die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers.

Solche Stilmittel sind es, die wesentlich zur Atmosphäre beitragen; aber nicht die großen Emotionen sind es, die hier ausgebreitet werden, sondern es ist die eher stille, innere Gefühlswelt von Kozue, die sich hier findet, gerade auch in den ausdrucksvollen Augenpartien.
Daher passt hier auch der liebevolle, etwas lakonische Humor, der keine konstruierten Pointen braucht. Was ja auch gar nicht zu Kozues Charakter passen würde.

Ihr Gegenstück ist der oben angesprochene mysteriöse Junge, der sich in der Obhut von einer Gruppe Wissenschaftler befindet - den animetypisch undurchsichtigen und unsympathischen Anzugträgern einer Organisation, von der man nicht weiß, welchen finsteren Machenschaften sie genau nachgehen.

Ginga*, so der Name des schweigsamen, fast schon apathischen Kerls, ist ausgewählt für eine Mission, die er zu erfüllen hat, und trägt daher eine Art Raumanzug, damit
seine Fähigkeit, mit anderen, außerirdischen Entitäten Kontakt aufzunehmen,
nicht beeinträchtigt wird. Dass diese radikale Isolation von allem, was das Leben fühlbar und lebenswert macht, Kozue gehörig gegen den Strich geht, ist kein großes Wunder. Und so kommt es unter dem nächtlichen Sternenhimmel zu etwas, was man fast schon als showdown bezeichnen könnte.

*Ginga ( 銀河 ) = Milchstraße; - in seiner ruhigen, schweigsamen und nachdenklichen Art ähnelt der Junge sicher nicht zufällig dem kleinen Prinzen, den man auf dem Cover von Kozues Englischwörterbuch ganz am Ende der ONA abgebildet sieht.

Hoshizora no Kiseki ist eine Geschichte über eine mysteriöse, schicksalhafte Begegnung, gefühlvoll, mit viel Enthusiasmus einer sympathischen Protagonistin und daher auch mit viel Text. Und schönen, schweifenden Bildern, die Raum lassen für das, was man da eigentlich sieht. Ein kleines Meisterstück aus der Mitte eines genialen Anime-Jahrzehnts.

Der Einschätzung von anderen Sites, dies sei ein Anime, den man locker mal so nebenbei schauen kann, möchte ich nicht folgen. Man muss durchaus konzentriert bei der Sache sein, wird dann aber mit einer kleinen, warmherzigen Geschichte belohnt, bei der es völlig unnötig ist zu hinterfragen, was genau es mit der backstory auf sich hat, speziell mit diesen leicht übernatürlichen Erscheinungen. Das, was man geboten kommt, reicht völlig aus, um den Kern der Geschichte zu erfassen.



[Edit: gekürzt und die jap. Übersetzung etwas freier formuliert]
Post was last edited on 22.09.2020 um 20:39.
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Gold Lightan

Avatar: Asane
Editor
#9
Auch wenn sich diese Serie an Kinder richtet, die in etwa in dem gleichen Alter sind wie unsere Protagonisten-Bande, kann es nicht anders formuliert werden: Billiger, unsäglich trashiger Murks! Möglichst meiden! Soviel vorweg als Fazit.

Handlung und Prämisse:
Bekanntermaßen leben wir in einer Welt mit drei Dimensionen. Abseits und unerkannt davon existiert jedoch noch eine Mecha-Dimension, die von unserer Welt aus nicht wahrgenommen werden kann, denn sie verhalten sich wie zwei Seiten einer Medaille.
Weil nun die Bösen der Mecha-Welt dort die Macht übernehmen wollten und dabei so einiges schief gegangen ist, kam es zu einer kurzfristigen Überschneidung der beiden Welten und die bösen Mechas sind vollrohr in den Pazifik gerauscht. Dort angekommen, errichten sie eine Art Hauptquartier und wollen nun ersatzweise die Herrschaft über die Menschenwelt erringen. In all dem Tohuwabohu ist irgendwie auch etwas abgestürzt, was wie ein Feuerzeug aussieht und das Hiro, unser Hero, am Flussufer findet.

Umsetzung der Story:
Und weil Hiro ein taffer Kerl ist, Sohn eines Automechanikers und daher entsprechend experimentierfreudig mit leichten Tendenzen zum Großmaul, möchte er das Ding reparieren - was das Ding aber nicht so gut findet und daher zu sprechen beginnt. Kurz: es stellt sich als "Gold Lightan" vor, auf Mecha-Seite einer der Guten, der die finsteren Machenschaften der Bösen (in Gestalt von Obermotz "Ivalda" samt seiner drei idiotischen Untergebenen) unterbinden will.
Wir machen eine Kinderserie? Na gut, also weiter mit Plan B. ... wird man sich gedacht haben. Für den Anime bedeutet das, dass wirklich nur das animiert wird, was absolut nötig ist. Ansonsten behilft man sich mit viel Geballer und Explosionen, die praktischerweise bildfüllend alles andere überdecken, aber dafür bunt sind wie nur was. Loops und heftiges Szenenrecycling gehört fast schon zum guten Ton, Action wird häufig simuliert, indem Folien gegeneinander verschoben werden.
Entsprechend fällt auch die Realitätstreue aus: kaum eine Bewegung entspricht den physikalischen Gesetzmäßigkeiten unserer Welt, Darstellung von Geschwindigkeit ist eher Zufall und Beschleunigungen fallen von vornherein flach; die einzige realistische Szene, an die ich mich erinnern kann, betrifft einen Bagger, der Erdlöcher ausschaufelt.

Setting und Dramaturgie:
Wie diese beiden Stichpunkte zusammenpassen? Beides ist einigermaßen bizarr. Das Setting ist gewissermaßen international. Es soll zwar in Japan spielen (außer wenn es sich um Ausländer handelt. Denn die bösen Mechas operieren global), aber alles wirkt sehr westlich. Alle Tafeln und Schilder sind japanisch beschriftet, aber in lateinischen Buchstaben. Und auch das Drumherum ist sehr europäisch, angefangen bei Verkehrsmitteln, Häuser, Kirchen, bis hin zu Friedhöfen. Als ob die Intention gewesen wäre, mit dieser Produktion auf ein westliches Publikum abzuzielen, ähnlich wie in Heroman.

Der Vorgabe "Kinderanime" folgt auch die Dramaturgie. Das Muster ist vertraut:
Bösewicht taucht auf und hat schon irgendwas geböst. Als er zum 2. Mal zuschlagen will, sind Hiro-kun und Gold Lightan zur Stelle und besiegen den Bösewicht. Der Tag ist gerettet. Bis zum nächsten mal, wenn es wieder um den nächsten "fail of the day" geht. Aber zuvor muss sich Gold Lightan natürlich verwandeln, vom handlichen Feuerzeugformat in den schlagkräftigen Riesenmecha. Das zieht sich, denn jedesmal wird dazu das Opening in epischer Breite und voller Länge unterlegt (bei einer Handvoll Folgen auch das Ending), womit sich prächtig Zeit schinden lässt. (Also ähnlich wie beim Aufstieg zum Kampfplatz in Utena, nur eben ohne jeden Anflug von Parodie.)

Kleine Bemerkung am Rande: Da Gold Lightan im Kleinformat vorliegt und Hiro ihn meist mit dabei hat, hat Hiro-kun also noch etwas in der Hose, das sich wie von selbst großmachen kann.

Ein weiteres Merkmal für Kinderanime liegt im plötzlichen Abbruch dramatischer Zuspitzungen.
Wenn also die gar schröcklichen Ereignisse zu sehr den zarten Gemütern des kindlichen Publikums zusetzen könnten, nimmt das Geschehen flugs eine Wendung Richtung Comedy oder wenigstens hin zu entschärfenden slapstickhaften Einlagen.

Charaktere:
Nur der Vollständigkeit halber: sie sind erwartungsgemäß so ausgewählt, dass alle Charaktertypen abgedeckt werden, auch bei den Mechas übrigens, und natürlich überzeichnet sind bis zum Anschlag. Ein Charakter, der mir trotz alledem sympathisch war und den ich gerne öfters gesehen hätte, war Hiros kleine Schwester Ohina, die gleich auch mal das Zielpublikum der Lolis gekonnt und professionell bedient. Weiters ist dazu nichts zu sagen.

Der Rest vom Schützenfest:
Zeitgemäß nervig: die BGM. Wobei Opening und Ending dem Genre angemessen sind und gerade im Hinblick auf das Zielpublikum sich als würdige Vertreter erweisen.

Alsbald werden im Verlauf der Serie die Kampfsituationen kniffliger, und weil unser Mecha-Held nicht alleine agiert, sondern Teil einer kleinen wie hochspezialisierten Truppe ist, kommen so nach und nach die Kollegen von Gold Lightan ins Spiel - optisch übrigens ein Kreuzung aus Feuerzeug und Playmobil - wobei auch auf Seiten der Guten zu schmutzigen Tricks (Zeit anhalten) gegriffen wird, um den Bösen den Garaus zu machen. Auch eine Art von Gerechtigkeit, naja.
Das kann man nun deuten als Ausdruck von Teamwork, aber auch so, dass Gold Lightan doch eher als unflexibler Schwächling dasteht, jedenfalls nicht unbedingt der "muteki no Robo" als der er im Opening gefeiert wird.

Wer neugierig und leidensfähig genug ist, sich das ganze anzutun, aber nicht die gesamte Vorstellung marathonen will, kann sich getrost auf die Folgen 1-2, 25, 50-52 konzentrieren. Er wird weiters nichts verpassen.

Bis auf vielleicht eine ganz besonders dämliche und bizzare Folge, in der einer der bösen Mechas sich in einer Kirche verbirgt, und zwar in der Figur des Christus am Kreuz. Der im weiteren dazu übergeht, seine Widersacher nicht nur mit halb bis falsch verstandenen Bibelzitaten zu traktieren, sondern auch mit Heiligenscheinen gefährlich um sich zu schmeißen und anderen irren Aktionen. Am Ende verwandelt sich dann noch das Kreuzsymbol auf seiner Brust in ein Hakenkreuz. Getoppt wird das alles, indem am Ende Gott der Herr höchstpersönlich eingreift und dem Unfug ein Ende bereitet. Das alles ist so schauderhaft, dass man's fast schon wieder gesehen haben sollte.

So etwa ab der 2. Hälfte der Serie kann das Geheimnis nicht mehr verborgen werden, und Hiro muss seine Freunde über die Existenz der Lightans aufklären, was dazu führt, dass 1. alle sich ganz furchtbar lieb haben und 2. die Lightans einer retardierten Kindergartentruppe gleichen. Großes Thema war schon immer Teamwork, jetzt ist es noch größer. Zu dieser Erkenntnis kommen dann auch die Bösen. Sie haben verloren, weil ihnen der Teamgeist fehlt. Und dieses Detail halte ich für keinen Spoiler, denn wie anders hätte das auch enden sollen? Das hier ist eine Show für Kinder und kein "Evangelion"! Daher heißt es zum Schluss auch "saraba", denn ein bisschen Wehmut muss ja auch sein. Sonst wär's keine japanische Produktion.

Mehrwert:
Für Kinder: na, die üblichen Tugenden halt.
Für Erwachsene: eine erstaunliche Zahl an Referenzen und Zitaten, meist aus dem Bereich Action-Anime und SciFi-Literatur (irgendwo später im Anime ist u.a. auch ein klingonischer Bird of Prey zu sehen). Inklusive einiger netter Tropen. Wie beispielsweise bei Mecha-Chef Ivalda, der nach dem Vorbild anderer Bösewichte sich eine Schoßkatze hält. Eine Mecha-Katze natürlich. [Edit: sorry, ist wohl doch eher eine Ratte]
Was mir selbst in ganz besonderer Erinnerung geblieben ist, war eine Szene, wo Emi einige Nägel in einen Stahlträger hämmert. Aber an dieser Stelle hab ich längst nicht mehr mit der Hand ans Hirn gelangt, sondern bin apathisch zu Popcorn und Chips fressen übergegangen.

Empfehlung:
Um Himmels Willen!


[Edit: einige Formulierungen besser auf den Punkt gebracht]
Post was last edited on 22.09.2020 um 20:27.
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Fate/Grand Order: First Order

Avatar: Ich&Anime#10
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Fate Grand Order ist kein Spin Off von Fate, es ist eigentlich ganz viele Spin Offs in einem vereint. Das klappt mal mehr, mal weniger gut....

Aussehen/Sound
Wer andere Fate Spin Offs bzw. Serien bzw. Filme kennt, der erwartet viel von dem Aussehen bzw. der Animation. Alleine der Name "Fate" ruft in mir den Gedanken an wirklich geile Animationen und einen epischen Soundtrack hervor... was hier aber nur mittelmäßig gelungen ist. Die Animationen sehen nicht schlecht aus, in Vergleich zu anderen Serien sogar recht gut, aber im Vergleich zu anderen Fate Versionen bemerkt man schon ein paar Macken. Da wären z.B. einige Tippfehler, also wirklich einige, in den Untertiteln. Aber auch die Animation an sich wirkt teilweise recht Ideenlos, so haut Saber z.B. die ganze Zeit einfach mit dem gleichen Schlag zu... um das zu verstehen muss man wohl andere Fate Serien kennen. Möglichst einfach erklärt: Der Saber ist in den Fate Versionen immer ein ganz besonderer Charakter, er hat z.B. oft einen besonders krassen Schlag, welcher immer krass angeteasert und echt heftig animiert wird. Und hier führt er diesen Schlag einfach die ganze Zeit aus... ohne die starke Animation Versteht sich.
Auch der Soundtrack hat mich nicht umgehauen, aber er war ok.

Handlung
Einen Durchblick in Fate zu bewahren ist nicht die einfachste Disziplin. Wenn man einfach nur entspannt eine Anime Folge und eine Staffel nach der anderen schauen möchte, ist Fate der letzte Anime, den ich empfehlen würde. Doch dieses Spin Off toppt alle.
Der Anime hat nämlich mehrere Storys in seiner Story, ist dazu noch ein Spin off von anderen Fate Serien und kann daher ein bisschen Spoilern, erklärt aber mal mehr mal weniger. Ein ähnliches Durcheinander gibt es auch bei den "Staffeln" von Fate/Grand Order. Ich habe erst fälschlicherweise die Serie angefangen, die wohl Kapitel 7 der Story darstellt und war dementsprechend verwundert. Als ich dann nach recherchierte fand ich heraus, dass die Serie sich wohl mit dem 7. Kapitel befasst und dieses Jahr ein Film über das 6. erscheinen soll. (Was an sich schon merkwürdig ist, wieso kommt Kap. 7 vor dem 6. heraus?) Nach über einer Stunde Recherche stieß ich darauf, dass wohl auch das erste Kapitel und der Prolog, quasi eine Folge 0 der Serie, existieren... ziemlich verwirrend das Ganze.
Ähnliche Probleme hatte auch der Film. Die Story schien ziemlich zufällig und undurchdacht, was sich vor allem darin wiederspiegelte, dass Charaktere plötzlich andere Charaktereigenschaften hatten oder Dinge (nicht) wussten, die sie hätten wissen müssen bzw. nicht hätten wissen können.
Dazu kommt noch, dass der Film mehr Fragen aufwirft als er Beantwortet. Eigentlich beantwortet er gar nichts, er leitet nur die Charaktere ein und deutet dann Dinge an, die vielleicht zukünftig geschehen können. Im Zusammenhang und als Einleitung für alle Kapitel bzw. Grand Order "Staffeln" gesehen mag der Film gut funktionieren, aber nicht wirklich als eigener Film.

Charaktere
Ich durchblicke die Charaktere nicht. Der Hauptcharakter z.B. sah und wirkte erst so wie ein typischer Emiya verschnitt, lässt dann aber eine "Freundin" Qualvoll sterben bzw. ließ sich ganz leicht aufhalten. Um die Charaktere wirklich beurteilen zu können müsste ich wohl die anderen "Staffeln" noch sehen....

Fazit
Fate grand/order allgemein ist wohl das verwirrendste Fate Spin Off, was schon echt eine Leistung ist. Gibt es überhaupt eine Anime Adaption der Kapitel 3 bis 5?
Der Film selber funktioniert gut als eine Einleitung, aber nicht wirklich als eigenständiger Film.

P.S: Wobei ich gehört habe, dass die Serie echt gut sein soll... also ist der Film, in meinen Augen, nur dazu da, dass ich die Serie verstehe.
Post was last edited on 18.09.2020 um 19:01.
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Hajimete no Gal

Avatar: Xivender#11
Also erst einmal: ganz so schlecht wie manche Kommentare das hier verlautbaren, ist dieser Anime meiner Meinung nach nicht.
Natürlich kommt es darauf an, was für Erwartungen Ihr an diesen habt!
Ich hatte keine große Erwartungen, wollte mich nur ein bisschen berieseln lassen.
Und das hat auch ganz gut funktioniert.

Ihr begleitet den typischen Szene-Waschlapen-Nullchecker, wie er langsam aber sicher einen Harem an Mädels aufbaut. Dabei ist Körpchengröße C die kleinste die im Anime vorkommt, enden tut es mit Größe I.

Typisches Setting ala Ausflug ans Meer mit Badeszenen und etwas Onsen darf natürlich auch nicht fehlen.
Ansonsten gibt es noch Titten, Titten und nochmals Titten.

Die Dialoge sind einfach, eine große Story ist nicht erkennbar, typisches Slice-Of-Life eben.

Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich die japanische unzensierte Fassung gesehen habe, keine Ahnung wie das bei der deutschen Fassung umgesetzt wurde oder es der Zensur zum Opfer gefallen ist.

Ich mag diese nervige Onee-San-Charaktere überhaupt nicht.
Hier haben wir zwar eine Schein-Onne-San bzw. eine Nene, aber diese ist auf einen erträglichen Level.

Was zum Teufel haben sich die Autoren bei dem Charakter Minoru KOBAYAKAWA gedacht oder was wollten Sie dem Zuschauer vermitteln.
Was der da ablässt bzw. was der für einen Fetisch hat, dass geht ja mal überhaupt nicht.
Mir verschlägt es da echt die Sprache!

Er steht auf kleine Kinder, je kleiner desto besser! Und das wird gefühlt auch in jeder zweiten Episode erwähnt oder eingebaut.

Diesen perversen hätten sie sich auch gänzlich sparen können, wie gesagt, was geht in diesen kranken Köpfen ab?

Fazit:
Bis auf den Perversen eine seichte Berieselung mit viel Titten und leichten Dialogen mit dem typischen Wachlappen als Protagonisten.
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Darling in the Franxx

Avatar: Ohmegar#12
Ich vergebe grundsätzlich nie 5 Sterne.

Kein Anime ist perfekt, kein Regisseur kann in seinem vorgegebenen Format- hier leider nur 24 Folgen- Verlag und Fangemeinde 100% glücklich machen. Kein Anime, wohlgemerkt als Originalwerk, ist nach dem ersten Versuch ein "Meisterstück".
Liebe Anisearchcommunity,
dennoch habe ich mich dazu entschlossen, mehr oder weniger im Affekt, meine ersten Gedanken überhaupt zu verfassen. Ich versuche meine Gefühle nur kurz zu verbalisieren.

Mit der Wertung des Inhalts, kann ich mich von vorne bis hinten, Kusanagi_ anschließen. ( Eine fantastische Rezension, würde mich mal gerne mit dir unterhalten ^^). Darum kann ich diesen Teil getrost überspringen ;).

Oh Darling
Angefangen als simple Empfehlung einer Bekannten- ich konnte mit Code Geass: Lelouch, entgegen allen Hypes nicht wirklich viel anfangen. Gurren Lagaan war seiner Zeit auch ganz ok. Den Mechawarn entgegen, hat mich Darling in the Franxx bereits nach wenigen Folgen total fasziniert. "Welch' interessante Mätopie". " Echt jetzt ?! Diese Position von Weibchen und Männlein in einem Roboter :D". "WOW Iota ( Zero Two ) ist ja gar keine Tsundere wie 95% der restlichen weiblichen Hauptcharacktere in Animes ". "Wie sich die japanische Kultur mit der unseren, der westlichen mischt- Ja der erste Kuss ist etwas besonderes aber mann muss nicht komplett ausflippen in Ohnmacht fallen, oder gar bis zum Ende des Anime auf die oft nicht vorhandene Kussszene warten! - und letzten Endes vollkommen harmoniert"." Auch ein: Ich liebe dich. War in jedem wohl erlesen Moment eine Wahre Wonne für Seele und Herz. Diese empirischen Eindrücke galten vor allem den Folgen: 12, 13, 17, 18 und auch 24 ...

Resultat
Liebe Community, ich fühle und verstehe euren Schmerz zum Ende des Animes vollkommen. Da schließt eine Prise "Your Name" im letzten "Monolog" auch keine Wunden.
Nichtsdestotrotz ist dieser Anime- Darling in the Franxx- in Sachen: Handlung ( auch mit dem Plottwist), Charakter- verhalten und entwicklung, Liebe ( Paarvogel, Vertrauen, Loyalität, etc.),den Appelle auf uns und unsere Umwelt zu achten, einzigartig und verdient, entgegen aller Negativen Punkte, durch seine Singularität 5 Sterne.
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Gokukoku no Brynhildr

Avatar: Yakiera#13
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Wie Einige Vorschreiber schon richtig erkannt haben ist der Anime leider etwas schlechter als man zuerst am Anfang erwartet. Den er fängt mega stark und Liebe voll an zur mitte hin wirkt er gehastet und zum ende Nur noch fix zum Abschluss bringen. Dennoch isser sehens wert. Auch der Storyausbau hätte etwas mehr liebe gebrauchen können den die Grundlage fand ich schon echt gut. auch das ne Kleine Liebes geschichte verwogen wurde war doch recht gut.

Doch Leider hat es nicht zu 100% gereicht. Aber wieso habe ich dennoch 5 volle Sterne geben ? Tja weil ich ein Mensch bin der Anime aus verschiedenen Gründen schaut aber vorallem um Spass zu haben und mich fesseln zu Lassen und das tat der Anime für mich jedenfall weil ich wollte dennoch wissen wie es weiter geht und ob alles gut wird ob sie sich doch Liebesgeständnisse machen oder ob Sie doch soweit alle Überleben werden. Bekommen sie alle es doch Hin das sie Länger wie ne Monat / woche Leben.

Und finden Murakami und Kuroneko zusammen ? bekommt sie Ihre Erinnerung wieder und das alles war mich Persönlich der grund warum 5 Sterne. Auch wenn viele das net verstehen würde ich schon gerne ne 2te Staffel sehen den ehrlich die Geschichte ist ja Eigendlich garnicht zu Ende ,denn es wäre ja gerade mal der Anfang von Allem.

Was mich auch zu den 5 ternen bewogen hat war Der aufbau der Charakter sie sind net einfach nur Plumpe Magier gewesen sondern Menschen die einfach Nur Leben und Lieben wollten und dafür aber nicht alles Machen würde um das Ziel zu erreichen sondern eher sich zu Opfern das wenigtens Eine von ihnen überlebt aber am wichtigten war allen Ryouta . Man hat von Folge 1 -13 die Charakter Entwicklung mit erlebt und es war authentisch.

Also schaut euch den Anime ruhig an und Urteilt einfach selber ob er euch gefällt oder nicht denn Jeder hat seine eigende Meinung und was andere für Bullshit halten könnte euch dennoch gefallen.
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Yuragi-sou no Yuuna-san

Avatar: Yakiera#14
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Zu aller erst es ist und bleibt ein ecci da gibs abzulut nix zu sagen.
Da ich kein freund bin ,als Rezension ausführlich und Detailreich zu beschreiben was story, musik, charakter und so weiter angeht, schreibe ich immer frei herraus meine eindrücke zum Anime die aber ausschließlich meine sind.

Zum Anime.
Es ist wie in vielen Ecci so das man viel Nackte Haut und Oberweite sieht. Um Bei den Details zu bleiben wurde da auch sehr viel dran gearbeitet das es " Natürlich " ausschaut. Es ist auch ein Harem Anime da sich viele Frauen sich um einen Mann versammeln und irgentwie alle was von ihn wollen. Nur in diesen Anime ist das so das sich Kogarashis ( der Hauptcharakter ) sich bei keiner richtig einlässt sondern eher totall überfordert alle abweißt.
Zudem teilt sich Kogarashis sich ein zimmer mit den von der Pension Namengebenden Poltergeist Yuna.
Dadurch kommt es oft zu sehr Ecci Typischen problemen zb das sich Yuna im schlaf immer zu Kogarashis wusselt und sie immer halb nackt neben ihn aufwacht was ihr immer extrem Peinlich ist und ihn mit ihren Polter Kräfte in den fluss wirft. Doch merkt man auch das sie mehr für Kogarashis Empfindet aber sie es nicht zulässt und Unterdrückt da Kogarashis sie friedlich erlösen möchte.
Zudem Kommen noch weitere Charakter hinzu die Kogarashis umgarnen wollen und sich mehr oder minder sich alle in Kogarashis verkucken ( verlieben ) also wieder Typisch Ecci Harem Anime.

Warum schreibe ich dennoch eine Rezension obwohl der Anime ja ne Stinknormaler Ecci Harem Anime ist.
Nun ich fand ihn Dennoch Intressant auch wenn er nix neues ist hat er das gewisse etwas was einen verleitet einfach weiter zu schauen . Und nein meine nicht die Nackte haut sondern das Wachsen der Charakter der in der Pension lebenden Mädchen und Kogarashis . Den auch durch die OVA merkt man sie untereinander wachsen und sich den Täglichen alltag stellen . Es ist schwer zu beschreiben. Man merkt vorallem den Konflikt zwischen Yuna und Kogarashis da sie anscheint ( nur ne Mutmaßung ) beide mehr von einander wollen dennoch der Zustand Yunas Geist form und deren Erlösung Heftig im Vordergrund steht.

Im großen und Ganzen legt man im Anime mehr auf das Ecci Harem system und hat leider weniger Story Elemente die Kogarashis Geisterbann Kräfte zeigen die ich mir Persönlich mehr gewünscht hätte. Dennoch ist und bleibt der Anime sehenswert sofern man alles net so ernst nimmt. Macht euch selbst ne Bild vom Anime und Entscheidet selbst ob er euch gefällt oder nicht also mir Persönlich hat er gefallen und die gründe stehen ja im Text drin.
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Chihayafuru 3

Avatar: Kenji-SR#15
Diese Rezension bezieht sich auf alle 3 Staffeln

Wer zufällig irgendwann mal über mein Haikyuu-Review gestoßen ist und sich gefragt hat was dort mein Problem gewesen ist dem Anime eine höhere Bewertung zu geben, der braucht sich nur Chihayafuru anzuschauen.

Dieser Anime ist ein perfekte Blaupause, wie man dem etwas angestaubtem Sport-Ganbatte-Genre Leben einhaucht und selbst eine extreme Randsportart wie Karuta spannend und mit voller Energie gestaltet. Um ehrlich zu sein würde ich Haikyuu rückblickend noch einmal einen Stern abziehen, weil er im Vergleich zu Chihayafuru wirklich abstinkt. So gut ist dieser Anime.

Aber ich muss zugeben, dass es für mich zunächst schwer war rein zu kommen. Die ersten Episoden mit Chihaya, Taichi und Arata als Kinder haben sich gezogen und irgendwie war mir keines der Kinder so wirklich sympathisch. Chihaya war total überzeichnet und egoistisch, Taichi ein Ar... (und trotzdem immer noch am interessantesten) und Arata... Ich mochte diesen Brillenträger-Emotionsarm-Arrogant-Aussenseiter-Charakter überhaupt nicht. Das hatte zur Folge, dass ich die erste Hälfte der Staffel nur halbherzig verfolgt habe und glaubte, dass der Anime schlecht bis mittelmäßig enden wird. Aber wer durchhält bis zur Hälfte der ersten Staffel oder vielleicht bis zum letzten drittel hinein, der wird mit einem großartigen Ganbatte-Anime belohnt der es weiß zu unterhalten. Und das beste: Die zunächst anfänglichen vielleicht etwas langweiligeren Episoden beginnen mit fortlaufender Folgenanzahl immer wichtiger zu werden. Denn diese Ereignisse sind es, die zunächst die Charaktere antreiben, Sie aber auch vor ungeahnte menschliche Schwierigkeiten stellt und sie nachvollziehbar verändert. Ja, ihr habt richtig gelesen!!! Charakterentwicklung in einem Ganbatte mal richtig gemacht. Nicht dieser "besieg-mich-und-ich-ändere-meinen-Charakter-um-180-grad-Quatsch". Gegen Ende der 3ten Staffel sind unsere Hauptcharaktere deutlich anders als zu Beginn der ersten Staffel.

Allerdings hinkt für meinen Geschmack unsere namensgebende Heldin Chihaya ein wenig hinterher. Dies ist leider aber von den Machern bewusst so gehalten, da Chihaya diesen Airhead-Wesenszug besitzt. Ein Werkzeug das gerne benutzt wird, um Beziehungen etwas unrealistisch zu verzerren und Charakterentwicklung zu entschleunigen. Hier ist es aber nie bis zu dem Punkt, dass es nervig wurde. Dennoch fällt Sie ein wenig ab, da sie zu allem Überfluss im späteren Verlauf auch noch aus den Spielen genommen wurde um alte und neue Charaktere scheinen zu lassen und ich ab der dritten Staffel dann auch tatsächlich eher Interesse an den Spielen der anderen hatte als an ihren. Da haben die Macher einfach zu gute Arbeit bei den Nebencharakteren, Taichi und Arata gemacht und Chihaya bewusst oder unbewusst fast Überflüssig erscheinen lassen, was den Ganbatte-Teil anbelangt.

Trotzdem, ob Sie spielt oder nicht. Sie ist immer Zentrum des Geschehens und wirkt direkt oder indirekt auf so manches Spiel ein. Ob es bei Ihren Freunden ist, oder bei Ihren Gegnern. Und wenn wir schon bei Chihaya sind, so sollte ich auch Arata nennen, der mir anfänglich am wenigsten gefallen hat, aber gegen Ende immer Sympathischer wurde. Er kommt von seinem realitätsfernen verhalten ein wenig weg und erscheint irgendwann tatsächlich etwas menschlicher. Außerdem ist er mutiger als so manch anderer Anime-Charakter. Der beste Charakter allerdings ist für mich immer noch Taichi. Er sieht wie jemand aus, der in jeden Shoujo-Kitschroman hervorragend Platz finden würde und dennoch weist sein Charakter so viel mehr Facetten auf. Er ist derjenige der auf mich den Eindruck machte, als könnte er jederzeit der Antagonist der Serie werden. Jemand der einen ganz feinen Grat zwischen gut und böse wandert und jederzeit überschnappen könnte. Das aber (noch?) nicht tut weil er an seinen alten Freundschaften festhält, diese aber mit der Zeit immer fragiler werden durch das Thema Rivalität. Sowohl im Spiel als auch in der Liebe.

Sehr gut gemachter Anime. Für fünf Sterne hat es dennoch für mich nicht ganz gereicht. Denn egal wie gut Chihayafuru ist, so hat er leider trotzdem einige Anime-Eigenheiten die einen mit den Augen rollen lassen. Komische Zufälle von aufeinandertreffen von Charakteren, Verletzungen oder Krankheit die zu den ungünstigsten Zeitpunkten geschehen und andere Kleinigkeiten, die zwar ein Makel sind, aber im großen und ganzen nicht viel nehmen von der großartigen Unterhaltung die Chihayafuru bietet.
Post was last edited on 15.09.2020 um 12:19.
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