Anime Reviews

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Anime Reviews

Mahouka Koukou no Rettousei: Raihousha-hen

Avatar: Ich&Anime#1
Eine kurze, unvollständige Review, um meine Gedanken behalten zu können. Ich schreibe nur über die ersten 8 Folgen, eine vollständige Review folgt.

Aussehen/Sound
Ich finde, dass der Anime gut aussieht. Mit der Musik kann ich mich nicht wirklich anfreunden, ich finde sie teilweise unpassend und zu auffällig.

Handlung
Generell macht es zwar sehr viel Spaß die Staffel zu schauen, dennoch habe ich das Gefühl, dass sie sich Inhaltlich stark von der ersten Unterscheidet.
Die erste Staffel ist noch sehr stark darauf eingegangen, wie stark Tatsuya doch eigentlich ist, was er besitzt, was er getan hat, was genau seine Fähigkeiten sind und wie er mit dem Militär kooperiert, fehlt vieles davon vollständige. Tatsuya ist zwar weiterhin sehr stark, dennoch steht dies nicht mehr so im Vordergrund wie in der ersten Staffel.
Auch hatte ich ein paar Verständnis Probleme. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich mich nicht mehr an viel aus der ersten Staffel erinnere, dennoch ergibt für mich vieles keinen Sinn, vor allem, was die USNA betrifft.
Ich finde es toll, dass im Anime auf Basis echter Physikalischer Gesetze erklärt und gedacht wird, dadurch wirkt der Anime realistischer. Manchmal ergeben die Ausgaben aber keinen wirklichen Sinn, was dem realistischen Effekt entgegen wirkt.

Charaktere
Bisher gibt es nur wenige neue Charaktere, die ich auch nicht wirklich einschätzen und beurteilen kann, da die Meisten bisher zu wenig auftraten. Von bisherigen Charakteren werden einige kleine Sachen aufgedeckt, allerdings erfährt man über die wenigsten etwas - viele Charaktere und deren Hintergrundgeschichten wurden schließlich schon in der ersten Staffel erklärt. Auch wird der Fokus stark von Tatsuya genommen, auch wenn er immer noch merklich der Hauptcharakter ist. Dennoch hatte ich gleichzeitig das Gefühl, dass viele ehemalig wichtige Charaktere in den Hintergrund rückten.
Zudem hatte ich teilweise das Gefühl, dass sich manche Charaktere dumm stellen. Sie verstehen teilweise die einfachsten Erklärungen nicht, teilweise verständlich, da manche durchaus schwammig waren, meistens handelt es sich bei den Sätzen aber um einfache Aussagen wie "das Schwarze loch störte die Barriere, weshalb die Magie zu uns gelangen konnte" - was soll daran so schwer zu verstehen sein?

Fazit
Ich mag die Staffel bisher, auch wenn ich das Gefühl habe, dass sie sich stark, eher in die negative Richtung, von der Ersten Unterscheidet. Vor meinem Finalen Review werde ich mir diese wohl besser auch noch einmal anschauen, damit ich das ach wirkjlich beurteilen kann.
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Great Pretender

Avatar: Ich&Anime#2
Great Pretender ist so ein Anime, bei dem es mir schwer fällt zu beurteilen, wie gut ich ihn fand. Denn auch wenn er zum richtigen Zeitpunkt wirklich überzeugen kann, erlaubt er sich teilweise so einige Fehler, die nicht hätten sein müssen.

Aussehen/Sound
Der Anime ist sowohl Visuell, auch akustisch sehr Modern gehalten. Er sticht mit diesem Style recht deutlich aus der Masse heraus, auch wenn er nicht einzigartig ist. Leider habe ich ein Problem mit der Synchro: Der Anime arbeitet mit Charakteren aus allen möglichen Ländern, die halt auch unterschiedliche Sprachen sprechen. Der Anime wirkt dadurch zwar authentischer, vor allem zum Schluss wurde das aber zum Problem: Viele Szenen waren komplett auf Chinesisch vertont und es gab noch nicht einmal Untertitel, es ging so weit das manche Folgen zu 50% unverständlich waren! Anfangs wurden für solche Szenen, die nicht wirklich oft vorkamen, noch Untertitel eingeblendet, was man zum Schluss aber vergeblich erwartet - obwohl solche Szenen hier keine Seltenheit mehr waren.

Handlung
Der Anime besteht, im Grunde, aus einigen kleineren Geschichten, in welchem jeweils ein Antagonist abgezogen wird. Die erste dieser Geschichten ist auch wirklich gut gelungen, dann schwächelt der Anime aber sehr schnell. Mich erinnerte der Anime total an Brechts epischen Theater - Brecht war ein bedeutender Autor, mit seinem epischen Theater wollte er seine kommunistisch geprägte Ideologie verbreiten. Das mich der Anime an einen berühmten und bedeutenden Autoren erinnert, ist nicht unbedingt ein Kompliment. Im Grunde hat seine Erzählart nur 2 Regeln: 1. Gibt es keine Regeln und 2. Der Inhalt soll leicht verständlich und sehr direkt sein, etwas, was ich an diesem Anime auch feststellen musste. Er ist so einfach gehalten, dass jede Handlung und jeder Plottwist nach den ersten Geschichten vorauszusehen war, zumindest grob. Der Anime hält sich konstant an bestimmte Strukturen und Regeln, zwar heißt es "never Change an running Sytem", aber hier wird es doch recht schnell langweilig, da dadurch halt leicht vorauszusehen ist, was bei den absurden Plänen passieren wird - und ich hatte eigentlich den Eindruck, dass es genau darum geht, den Zuschauer zu überraschen.
Ein weiterer Punkt, der mich sehr stark an Brecht erinnerte, ist der Fakt, dass ich nicht wirklich mitfiebern konnte. Brecht sagte selber einmal, dass er mit seinen Werken die Leser oder Zuschauern NICHT in eine andere Welt entführen und sie dadurch unterhalten wollte. Brechts Werke sind langweilig, voraussehbar und eintönig. Great Pretender verwirrte mich irgendwie. Das ich so verwirrt war lag wohl eher an den Charakteren als an der Handlung, aber spannend fand ich sie trotzdem nicht. Und dadurch, dass jede Geschichte sich irgendwie ähnelte, wurde er zumindest leicht eintönig.
Ein weiteres Problem ist Great Pretenders Struktur. Sie ist nicht nur sehr eintönig und dadurch voraussehbar,
bei jeder Geschichte wird z.B. die Geschichte eines der wichtigen Charaktere aufgedeckt, es kommt ein Charakter vor, der etwas damit zu tun hat, es gibt aufgrund des Charakters von Edamura, dem Protagonisten, irgendein Problem, dass dann aber doch kein Problem war...
ich glaube, ihr könnt diesen Punkt nachvollziehen. Das der Anime leicht voraussehbar ist erwähnte ich aber schon bereits, leider gibt es aber noch viel mehr in der Struktur, was diesen Eindruck befeuert. So ist sie, an vielen Stellen, "Strikt nach Lehrbuch", also so , wie man es einem Anfänger empfehlen würde. Eigentlich macht das einen Anime nicht schlechter - in diesem Fall aber schon, da es zum einen sehr offensichtlich so war und es zum anderen dadurch halt voraussehbarer wurde, was noch geschehen wird. Plottwists, um die es im Anime eigentlich geht, sind zufälliger nicht mehr so Überraschend wie sie es sein könnten, wenn man sie immer vorausahnen kann.

Charaktere
Vielleicht störe ich Manche mit Brecht, es tut mir leid, aber selbst die Charaktere erinnern mich an ihn! Sie sind maximal Stereotypisch und entwickeln sich kein Stück. Fehler werden immer wieder gemacht, der Anime wird wieder voraussehbarer. Charakter A ist mal wieder mit allen Wassern gewaschen und hat diesen Fehler mit bedacht? Mal wieder?! Charakter B tut mal wieder nur so, als wäre sie Tot?! SCHON WIEDER?!
Dazu kommt noch, dass ich die Antagonisten oft viel Sympatischer fand als die Protagonisten. Hört sich vielleicht komisch an, aber wieso wird aus der Abgefuchsten, Gewissenlosen Sklavenhändlerin plötzlich die nette Oma von Nebenan, die den Protagonisten wie einen Sohn behandelt, während seine Mitstreiter ihn, mal wieder, verarschen und hinters Licht führen? Spätestens im Finale tuen einem die Antagonisten fast so Leid, dass man am liebsten die Protagonisten Gruppe richtig hinters Licht führen wollte!

Fazit
Das war jetzt sehr viel Kritik, aber davon hatte ich auch so viel. Der Anime hat durchaus seine Glanzmomente, aber zwischendurch war ich durchaus geneigt einfach abzuschalten, weil er langweilig und unlustig wurde. Ich mag ihn Zwar irgendwie, kann ihn aber, beim besten Willen nicht, besser als durchschnittlich bewerten - ich hatte Phasen in denen ich ihn pausieren musste, um mich auf mein Bett zu legen, an die Decke zu starren und mein Leben zu überdenken, wieso ich mir das antue. Das Finale war dann aber wieder Großartig, weshalb ich mit einem guten Gefühl aus dem Anime entlassen wurde und ihn lieber 3 anstelle von 2,5 Sterne gebe.
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Tasogare Otome x Amnesia

Avatar: Thomas P#3
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Nachdem ich die 1 Folge beendet hatte habe ich gedacht, das wird nichts.
Doch schon am Ende von folge 2 wahr ich restlos begeistert.
Und umso länger ich weiterschaute desto mehr verliebte ich mich in diesen Anime.

Ein bisschen Comedy hier und da, dann mit ein bisschen Horror und Mystery gewürzt, noch ein bisschen Dramatik drunter gerührt und mit einer Prise Romance on top serviert.
So entfaltete sich nach und nach ein Genre Mix allererster Güte vor meinen Augen den man nicht schöner hätte zeigen können. Die Geschichte ist gut geschrieben und entfaltet sich für mich in einem sehr angenehmen Tempo.

Ich bin zwar kein Experte habe aber an den Animationen absolut nichts auszusetzen.

Was die Charaktere angeht, muss ich leider sagen da wäre viel mehr drin gewesen, denn nicht nur das die 2 wichtigsten neben Charaktere, mehr oder weniger schon ab der Hälfte des Animes praktisch irrelevant für die Handlung sind, so habe auch alle anderen neben Charaktere nicht genug Story seitige Gewichtung, um sie relevant zu bereichern, doch wenn sich das sehr Negativ geklungen hat, mich hat das aber absolut nicht im geringsten gestört.
Ganz im Gegenteil fand ich es angenehm das sich die Geschichte auf die 2 Hauptakteure Fokussierte und man nicht unnötig von andern abgelegt wurde.
Nichtsdestotrotz ist es ein Manko, das ich ansprechen und werten muss, und deshalb kann ich hier auch nur 3 Punkte vergeben.

Doch Musik seitig kann ich nichts Negatives sagen, hier bekommt der Anime von mir die volle Punktezahl. (Kleine Randnotiz das Intro Rockt ja mal voll die Hütte🤘).

Abschließend kann ich nur sagen Ja der Anime hat durchaus seine Fehler, doch sind sie für mich alle verschmerzbar.
Und man bekommt einen der Besten Gerne mixe, die ich kenne, und eine Sehr schöne und runde Geschichte, die mit einem Wunderbahren Ende abgerundet wird. Und eine Bonusfolge gibt's noch obendrauf.

Ich kann diesen Anime nur jeden empfehlen der mit Mystery, Horror, Comedy, Drama, Romance Mixe was anfangen kann, doch alle anderen sollten einen Blick riskieren, den er ist ihn wert.
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Ninja Collection

Avatar: Slaughtertrip#4
Bei »Ninja Collection« sollte man am ehesten an »Yami Shibai« denken, damit man einen guten Eindruck davon bekommt, was einen hier erwartet. Die Laufzeit der voneinander unabhängigen Folgen beträgt bei beiden Animes keine fünf Minuten, und für die äußerliche Präsentation entschied man sich für eine Reihe von Quasi-Standbildern, die nur alle paar Sekunden abwechseln. Ganz minimalistische Bewegungen werden erzeugt, indem gewisse Körperteile leicht bewegt werden oder indem in das Bild hinein- oder hinausgezoomt wird. Auch werden Horrorgeschichten erzählt, nur mit dem Unterschied, dass man sich bei »Ninja Collection« einen ungewöhnlichen Aufhänger – eben die Ninja – einfallen lassen hat, um sich von generischen Horrorgeschichten abzuheben. Die Frage ist nur, ob die Geschichten auf diese Weise auch funktionieren. Zu Beginn wirkt das Konstrukt aus Monstern, Dämonen und Youkai, die von Ninja plattgemacht werden, nicht wirklich kohärent, da hier mehr auf Horror und Suspense gesetzt wird als auf Action – einem Genre, in welchem Ninja-Geschichten üblicherweise angesiedelt sind. Aber wie es so oft im Leben ist: Man gewöhnt sich dran.

Die Geschichten selbst sind sehr abwechslungsreich. Natürlich ist auch hier das berühmte »Monster of the Day« vorhanden, jedoch wartet jede Geschichte mit einem Plot twist oder einfach nur mit einer kleinen Überraschung auf, was angesichts der Tatsache, dass die Episoden so kurz sind, eine respektable Leistung ist. Denn »Ninja Collection« ≠ Monster taucht auf und Ninja murkst es ab. So flach sind die Geschichten nun auch wieder nicht. Viele dieser Twists und little surprises lassen sich zwar erahnen, aber mal ganz ehrlich: Wenn eine Geschichte nur drei Minuten lang ist (abzüglich Intro und Abspann), dann denke ich erst gar nicht darüber nach, welche Wendung diese nehmen könnte, sondern lasse mich gerne überraschen und von dem Schockeffekt gruseln.

Die Monster sind genauso abwechslungsreich. Die meisten davon sind Youkai, die ihre Opfer auf ganz unterschiedlichste Weise in den Wahnsinn treiben. Psychischer Terror ist hier dominanter als physischer. Ein paar der Monster haben nicht einmal eine feste Form, so z.B.

Spoiler aus den Episoden 1, 5 und 8

der Menschen in Zombie verwandelnde Rauch; die schwarze Flüssigkeit, die in kürzester Zeit das ganze Zimmer ihres Opfers eingedeckt hatte; oder der dunkle Schatten, der aufgrund seiner bösen Aura die Menschen um ihn herum beeinflusst.
Andere Schreckgestalten wiederum tauchen zuerst in Menschengestalt auf, wobei man sich nie sicher sein kann, wer von den Charakteren nun das Monster ist.

Ähnlich verhält es sich mit den Ninja. Diese tauchen an den verschiedensten Stellen innerhalb der Geschichten auf, und wer von den dort auftretenden Personen der Ninja ist, lässt sich zwar meistens, jedoch nicht immer eindeutig sagen. Auf dem Coverbild sind bereits vier dieser der Toukeshuu zugehörigen Ninja zu sehen. Die meisten von ihnen haben nur in einer Folge einen Auftritt, doch manchen dieser im Schatten agierenden Helden wurde die Ehre zuteil, gleich zweimal auf Monsterjagd gehen zu dürfen.

Wer auf rasante Kämpfe zwischen den Ninja und den übernatürlichen Wesen hofft, wird hier nicht glücklich werden. Das fällt schon alleine aufgrund der wenig vorhandenen Animationen schwer. Doch selbst bei einer gewöhnlichen Animation würde der Durst von Action-Fans nach spannend choreografierten Kunai- und Schwertkämpfen nicht gestillt werden, da die Beseitigung der Monster nur die Konklusion der Geschichten, bei denen eine gruslige Atmosphäre im Vordergrund steht, darstellt.

Bei »Ninja Collection« kann es leicht passieren, dass man etwas erwartet, was man nicht bekommt. Ninja stehen für viele wohl fast schon synonym für jede Menge Action und Kämpfe sowohl mit als auch ohne Waffen – und ebenjenes bekommt man hier nicht. Dieser Anime ist für Fans von kleinen Horrorgeschichten der etwas anderen Sorte.
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Great Pretender

Avatar: Warden#5
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Der Anime The Great Pretender stammt aus der Feder des jungen Ryôta Kosawa, welcher vor Great Pretender vor allem für J-Movies wie Always san-chôme no yûhi oder Parasyte bekannt war, denn weniger für Anime oder Mangaka. Doch wer denkt, dass Kosawas Unerfahrenheit mit Medium Anime eine Hürde darstellt, wird mit The Great Pretender eines Besseren belehrt.

Mit "The Great Pretender" setzte er Fuß im Bereich Anime und erschuf eine sehr erfrischende Abwechslung zu vielen anderen Animes, die die Industrie heutzutage fluten. Der Fakt, dass Kosawa viel, oder fast ausschließlich, Erfahrung mit realen Schauspielern hat, erzeugt im Anime lebendige, authentische Charaktere, deren Gestaltung und Dialoge glaubwürdig sind.

The Great Pretender zog einen Teil seiner Inspiration aus zeitlosen Klassikern wie Cowboy Bebop und Lupin. Wo mancheiner mahnend den Finger heben würde, denken andere, dass der Anime dennoch seinen ganz eigenen Stempel und zudem einen großen Wiedererkennungswert hat. Die Musik ist ohne jeden Zweifel von Bebop inspiriert; man hört Einflüsse aus dem Bereich Funk, Hip Hop und Jazz. Auch, wenn die Inspiration kaum abzustreiten ist, wird man die Serie dennoch als gesunde Abswechslung zur heutzutage üblichen Massenproduktion erkennen.


Kleine Spoiler nach der Zeile möglich:

Handlung/Sound/Animation: Folgt
Post was last edited on 18.11.2020 um 04:49.
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Human Lost

Avatar: Nova Lunaris#6
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Hat ein Leben ohne Tod überhaupt einen Sinn? Dies ist die zentrale Fragestellung im Film «Human Lost». Eine wie ich finde interessante und vor allem philosophische Frage. Auf die man nur schwerlich eine Antwort geben kann. Also ist es dem Werk gelungen, uns neue Blickweisen aufzuzeigen oder gar eine Lösung zu präsentieren?

In diesem Film finden wir uns in einer typischen cyberpunkangehauchten Stadt der Zukunft wieder. Durch die von S.H.E.L.L. entwickelte Nanotechnologie ist es den Menschen möglich, Alter jenseits der 120 Jahre zu erreichen. Außerdem gibt es keine Krankheiten mehr. Niemand kann eines unnatürlichen Todes sterben, selbst ein stehen gebliebenes Herz vermögen die Nanobots wieder zum Schlagen zu bringen. Allerdings ist seit kurzem eine neue Droge im Umlauf, die den, der sie einnimmt, vom System trennt und zu Monstern den sogenannten Lost mutieren lässt. In dieser Welt treffen wir auf die Freunde Yozo Oba und Takeichi, die im Armenviertel des S.H.E.L.L.-Systems leben. Die jungen Männer sind es leid, ihr Ende nicht frei wählen zu dürfen. Deswegen lehnen sie sich gegen das System auf und bekommen Unterstützung vom zwielichtigen Masao Horiki. Dieser gibt den beiden ein merkwürdiges Mittel und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
So interessant die Story beginnt, umso ernüchternder ist es, was am Ende dabei raus kommt. Das größte Problem stellt die Kürze des Films dar. Eine zwöflteilige Serie hätte besser zu der Handlung gepasst. So hatte man während des Schauens öfter Probleme mit der Entwicklung der Story und der Charaktere. In der kurzen Zeit wirkte, was einem dort gezeigt wurde unglaubwürdig.
Der melancholische bis depressive Held der Geschichte Yozo Oba, der nebenbei ein toller Maler ist, machte auf mich den Eindruck, als hätte er keine Ahnung, was er während des Films eigentlich anstellt. Er wechselt die Seiten so schnell, dass es einfach unglaubhaft ist. Begleitet wird er von der lebensfrohen Yoshiko Hiragi, deren Vertrauen in die Menschen und in das System unerschütterlich scheint. Genauso wie der Glaube an Yozo, den sie gerade erst kennengelernt hat. Auf der anderen Seite haben wir den mysteriösen Antagonisten in spe Masao Horiki, der versucht die Menschheit vom Joch S.H.E.L.L.’s zu befreien. Er ist der Meinung, dass das System zum Verlust der Menschlichkeit führt. Diese drei sind im Übrigen Übermenschen Applikanten genannt, die aus der Nanotechnologie hervorgingen und eine große Rolle für die Welt spielen.
Animationstechnisch haben wir es hier mit einem gut umgesetzten CGI-Film zu tun. Lediglich die Mimik der Charaktere wirkte bisweilen ein bisschen schräg. Leider war man auch bei den Mundbewegungen etwas knauserig. So stand der Mund manchmal einfach offen, während Worte heraus waberten. Die Kampfszenen waren wie von CGI gewohnt dynamisch und im Allgemeinen spannend umgesetzt. Das Design der Lost gefiel mir ausgesprochen gut. Die Kreaturen wirkten echt gruselig und hätten direkt einem Horrorfilm entsprungen sein können. Die Gestaltung der Applikanten in ihrer, ich nenne es jetzt mal, Lost-Form war ansprechend und hatten ebenfalls einen leichten Gruselfaktor inne. Im Fall der guten Yoshiko fühlte ich mich prompt an Dante’s Inferno im Kreis der Lust erinnert. Kenner können sich wohl denken, was ich meine.
Musikalisch setzt das Werk vor allem auf elektronische Musik, was mir persönlich gefallen hat und im Grunde auch zu einem Science-Fiction-Film passt. Nur in einem Fall fiel der Klang negativ auf. Jedes Mal wenn die Kipprotor-Wandelfugzeuge (gibt es im Deutschen echt kein kürzeres Wort?) durch die Lüfte flogen, gab es da so ein merkwürdiges Geräusch. Ich meine, die meisten haben, denke ich, schon mal einen Helikopter gehört. Hattet ihr den Eindruck, es würde klingen wie das Summen einer Fliege? Nein, ich auch nicht, aber genau das war hier der Fall. Da fragt man sich echt, was haben sich die Macher dabei gedacht. Vor allem weil der Film ansonsten keine klanglichen Fauxpas aufweist.

Fazit
Ein solider Science-Fiction-Film mit einer interessanten Prämisse, von dem man allerdings nicht zu viel erwarten sollte. Lediglich die Kampfszenen wissen zu überzeugen. Die Frage nach dem Sinn eines Lebens ohne Tod, wurde leider nicht wirklich behandelt. Hier hat jeder seinen Standpunkt und Diskussionen darüber finden nur marginal in Form von Kämpfen statt. Am Ende entscheidet man sich in «Human Lost» für keine der Seiten und verbleibt in einem Zustand der Unklarheit. Ich persönlich bin bei diesem Thema derselben Meinung wie der Antagonist Masao. Für mich verliert das Leben seinen Sinn, wenn es den Tod nicht mehr gibt. Denn die Angst vor dem Tod oder vor der Art und Weise, wie er uns holt, ist ein zentraler Teil unseres Daseins. Ich würde ein Leben ohne das Wissen, das es irgendwann zu Ende geht, langweilig finden. Gerade die Vergänglichkeit des Lebens macht es lebenswert. Zumindest dort bietet dieses Werk einen interessanten Ansatz, dem ich zu stimmen kann. Ein Mensch, der nicht sterben kann, ist kein Mensch mehr. In meinen Augen ist Unsterblichkeit etwas, das niemand anstreben sollte.
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Garakuta no Machi

Avatar: Asane
Editor
#7
Immer wieder gelingt es dem Studio 4°C, eine potentiell rasante Story in eine kleine, bilderbuchmäßige Geschichte zu transferieren - zum Leidwesen vieler Actionfans, wie man so auf einigen Anime-Sites lesen kann. Auch Junk Town, der Nachzügler unter den "Sweat Punch"-Kurzfilmen, ist ein solches Exemplar.

Und auch hier wird ein altbekannter Topos aufgegriffen, indem das Darwinsche "Fressen und gefressen werden" auf SciFi-Ebene abgehandelt wird. In einer ganz normalen Welt, die sich von unserer nur darin unterscheidet, dass (halb)-autonome Roboter potentiell lästige Arbeiten übernehmen, kommt es zu einem Ereignis, das wohl nicht eingeplant war, das man aber hat kommen sehen und daher für Fälle wie diesen vorgesorgt hat. Soll heißen: Roboter, die irgendwelche ungewünschten Auffälligkeiten zeigen oder keinen Besitzer haben, sind der Polizei zu melden. Diese werden daraufhin stillgelegt und gegebenenfalls verschrottet. Die Parallele zu Autos muss wohl nicht extra erwähnt werden …

Ein kleiner Junge, laut Abspann Kousuke, entdeckt in in einem Seitengässchen einen krabbenähnlichen kleinen Roboter und wird dabei Zeuge eines bizarren, mecha-kannibalischen Vorfalls. Gleichermaßen entsetzt wie fasziniert, freundet er sich mit dem kleinen Gesellen irgendwie an. Als Resultat seiner Fressorgien wächst der Roboter dabei modular in die Länge und zieht einen immer länger werdenden Rattenschwanz an Teilen hinter sich her. Allmählich erweist er sich jedoch als allgemeine Bedrohung, da er in der Lage ist, diese Module zu größeren Einheiten zu kombinieren und so, zum ausgewachsenen Mecha mutiert, auch technisch überlegene Gerätschaften anzugreifen.
Auf dem Schrottplatz läuft die Sache dann definitiv aus dem Ruder, und die Geschichte kratzt kurz an der Grenze zum großen Drama.

Weil diese Geschichte, allgemein betrachtet, jedoch eher einer Kinderlogik folgt, hat jeder noch so plumpe Robo die integrierte Fähigkeit, menschliche Sprache und Emotionen zu verstehen und zu begreifen; daher bringt denn auch Kousukes eindringliches Flehen und Bitten, sowie auf Seiten des Robos die Angst vor Strafe durch Verschrotten, letztlich die Wende zum Guten.

Dass hier jetzt kein Actiondrama stattfinden wird, zeigen schon die warmen, lichten Farben, in die die Stadt getaucht ist, wie auch das ruhige Pacing und der immer etwas hintergründige Humor des Animes. Stattdessen dominiert unaufgeregtes Slice of Life von Schulkindern, die sich mit den typischen Problemen ihres Alters rumschlagen müssen (Eltern sind doof!), was alles in allem doch auch etwas an Dennou Coil erinnert.

Pädagogische Zeigefinger sind dabei völlig abwesend, und allein die Musik mag unterstreichen, wie die Szene langsam ins Surreale driftet; eine heitere, minimalistische Unterfütterung, die im Verlauf der immer dreisteren Fressaktionen auch immer etwas an Intensität zulegt. Bis zu dem Punkt, an dem es nicht mehr ganz so geheuer zu sein scheint und sie dann gänzlich verstummt. Erst der Kampf auf dem Schrottplatz erweckt sie wieder zum Leben im parodistischen Gewand einer epischen battle music.

Parodistische Momente bietet natürlich auch der Anime selber, denn wer würde angesichts dieser Fressmaschine nicht an die Beißkatze aus Azumanga Daioh denken? Und der Ausklang der Geschichte, als der freche Roboter dem Jungen folgt wie ein Hund seinem Herrchen, zeigt den typischen kreativen Umgang mit Verboten, den auch Kinder beherrschen: Tu das, was verlangt wird, aber ohne auf das zu verzichten, was dir Spaß macht.

Junk Town - eine kleine, heitere Groteske.
Post was last edited on 17.11.2020 um 16:56.
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Lily to Kaeru to (Otouto)

Avatar: Asane
Editor
#8
Dieser kurze Film macht von Anfang an klar, dass er mehr sein will als nur die Paraphrase eines beliebten Märchentopos, mehr als nur ein pädagogisch wertvoller Beitrag fürs Kinderprogramm. Denn er setzt von vornherein und unübersehbar parodistische Akzente. Beziehungsweise unüberhörbar. Schon die Eingangssequenz bringt zu den üblichen Jahrmarktsattraktionen, die eher (absichtsvoll?) mittelmäßig animiert sind, eine betont anspruchslose, stereotype Rummelplatzmusik, die in ihrer stupenden Banalität deutlich ironische Züge trägt.

Indem die Anpruchslosigkeit hier zum Prinzip erhoben wird, ohne je den Eindruck zu erwecken, dies geschehe aus reinem Unvermögen, bietet sich die Möglichkeit, die Handlung und die einzelnen Story-Elemente immer mit einem gewissen Augenzwinkern zu präsentieren, immer auch mit einer leichten ironischen Brechung der anderweitig bewährten Methode "mehr Schein als Sein".

Diese Erzählhaltung findet ihren deutlichsten Ausdruck im Charakter von Lily, hinter deren Grundskeptizismus und ihrer sarkastischen Ader sich eine tiefe Sehnsucht nach Normalität erahnen lässt. All diese freundlichen Lügen, hinter denen sich die Erwachsenen verstecken, und die nichtssagende Unverbindlichkeit, mit der Lily abgespeist und ruhiggestellt werden soll, hat sie derart maßlos satt, dass sie in ihrer Überreaktion auf dem besten Wege ist, zu einem kleinen, zynischen Arschloch zu mutieren. (Dass dies wahrscheinlich nicht eintreten wird und sie, emotional gesehen, wieder Fuß fasst, auch das erzählt der Verlauf der Geschichte.)

Den Gegenpol dazu bildet wohl der Froschkönig, der in seinem unbekümmerten Laissez-faire einiges an humoristischem Kapital bietet, was im Zusammenspiel mit der Naivität und grenzwertigen Slapstickhaftigkeit des künftigen Bruders zu einigen schönen und witzigen Dialogszenen führt, ohne dass forciert irgendwelche lauwarmen Kalauer eingestreut werden müssten.

Aber am augenfälligsten zeigt sich die parodistische Absicht der Regie in der Präsentation der tierischen Bösewichte. Nicht nur, dass sie äußerst simplifiziert und kindgerecht stereotyp ausgearbeitet sind (speziell das Chamäleon), was doch sehr an Filme wie "Omae Umasou da na" erinnert, unterstreichen sie auch noch ihr Bösesein in (oberflächlich gesehen) ungemein schwachsinnigen Musical-Einlagen: eine schöne und zugleich hintersinnige Verbeugung in Richtung Disney.

Man sollte aber auch nicht übersehen, dass in all den spaßigen Einlagen und Storyverläufen auch im Grunde recht ernste Themen wie nebenbei angeschnitten werden. Diese Kontrastierung des heiteren Drumherums durch plötzlich auftretende traumähnliche Erinnerungsfetzen von Lily an etwas Früheres, Undeutliches unterstreicht die Absicht der Regie, neben der Comedy auch durchaus andere Seiten anzusprechen. Was im Grunde nichts anderes heißt, als dass sie ihre Charaktere ernst nimmt. Visuell findet das seinen Ausdruck beispielsweise darin, dass die Verschwommenheit von Lilys Erinnerungen sich auch in der bildlichen Realisation widerspiegelt: einer Art Aquarell oder Kreidezeichnung auf Pappe.

Da sich der Film jedoch hauptsächlich auf humoristischem Boden bewegt, sollte man so mancher dramatischen Wendung auch eine angemessene Portion Toleranz entgegenbringen. Sowohl bei der Charakterisierung der Gegenspieler wie natürlich auch auf Seiten einiger Aktionen, deren Realitätsgrad sich nur mit dem Stichwort Anime-Physik hinreichend präzise bezeichnen lässt.

Insgesamt gesehen ist dies ein kleiner, feiner Film für Kinder und Erwachsene. Kinder werden ihre Freude daran haben, weil sie nicht so unangenehm pädagogisch an die Hand genommen werden und weil der Humor trotz aller Doppelbödigkeit auch immer sehr kindgerecht ist; Erwachsene werden ihren Spaß damit haben, weil zusätzlich der Film einiges an ironischen Brechungen und parodistischem Potential bietet, und das auf ziemlich vielen Ebenen, beispielsweise auch der Genre-Parodie wie bei dieser Kameraeinstellung, die für sich schon nach Adventure schreit.
Beträchtlichen Anteil daran trägt natürlich auch die Filmmusik, die das ganze generische Sammelsurium an verschiedensten Topoi angemessen fett und kitschig überhöht.

Alles in allem eine nette Märchenparodie für Erwachsene - und gleichzeitig zielgruppenorientiert eine unterhaltsame und schön erzählte Geschichte über einige wichtige Dinge im Leben.
Post was last edited on 18.11.2020 um 17:28.
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Mairimashita! Iruma-kun

Avatar: Slaughtertrip#9
Der nächste Anime, in dem Demon Lords vorkommen. Ich sehe beim Zählen der Schafe zum Einschlafen schon Demon Lords anstelle der flauschigen Schäfchen vor meinem geistigen Auge. Bevor ich nun endgültig ein Trauma bekomme, fange ich lieber mit meiner Rezension an.

Der Plot ist anfangs genauso bekloppt wie meine Behauptung, ich würde Demon Lords beim Einschlafen sehen. Der sympathische Held der Geschichte, Iruma Suzuki, hat furchtbar egoistische und gierige Eltern, die ihn an einen Dämon verkauft haben. Was das Ganze noch schlimmer macht: Dämonen fressen Menschen! Wenn davon das Jugendamt Wind bekommen würde …
So, nun ist Iruma also gefressen worden und der Anime ist zu Ende. Nein, natürlich nicht. Iruma hat Glück, denn sein Käufer, der mächtige Sullivan, möchte ihn nicht essen, sondern großziehen. Genauso wie Kumagorou Saiki aus »Saiki Kusuo no Psi Nan« ist auch Sullivan ein übertrieben fürsorglicher und liebevoller Opa. Doch im Gegensatz zu Kumagorou zeigt er seine überschwängliche Liebe offen und ehrlich. Iruma kann sich also sicher fühlen und wird nicht gefressen. Doch was ist das!? – Oh nein, er wird auf eine Schule voller Dämonen, die Menschen fressen wollen, geschickt! Wenn davon das Jugendamt Wind bekommen würde …
Doch er hat wieder Glück. Sullivan ist der Direktor der Schule und hilft seinem Adoptivenkel in der einen oder anderen Situation aus. Zumindest versucht er das. Für Iruma beginnt ein Versteckspiel, bei dem er zu jeder Sekunde aufpassen muss, seine wahre Identität nicht preiszugeben, denn sonst – ihr wisst es sicher bereits – wird er gefressen.

Zu Beginn wird Irumas Versteckspiel mit einer immerwährenden Aura der Gefahr begleitet. Will man sich vorbildlich verhalten, muss man böse sein. Eine Wand einschlagen? Kein Problem. Und dieses Konzept funktioniert auch ganz hervorragend. Nach ungefähr ein Dutzend Folgen geht diese Aura aber leider verloren. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die reale Welt und die Unterwelt nicht allzu verschieden sind. Es gibt sogar Schulklubs – nur werden diese hier »Battler« genannt. So entwickelt sich die Schule von einem auf komödiantische Weise umgesetzten Ort der Furcht und Unsicherheit zu einem Schauplatz für Jugendliche mit spitzen Ohren. Aufgrund des besonders hellen und kräftigen Zeichenstils hätte man aber auch gleich darauf kommen können, dass der Anime nicht so böse ist, wie man vielleicht angenommen hat.

Ein weiterer Handlungsstrang beschäftigt sich mit den Dämonenrängen. Beginnt man sein Schulleben, bekommt man zuallererst einen Rang, wodurch eine Hierarchie unter den Schülern entsteht. Je nachdem wie motiviert man ist, kann man versuchen, die »Karriereleiter« hochzuklettern. Das oberste Ziel ist es, den noch vakanten Thron des Demon Lords zu besetzen. Dass Iruma bereits in der Einleitung der ersten Folge auf diesem Thron sitzend gezeigt wird, nimmt den Verlauf der Geschichte leider etwas vorweg.

Einen Pluspunkt bekommt der Anime von mir aufgrund der doch sehr unerwarteten Wendungen. Denkt man, man weiß, wie eine Szene ihren Abschluss findet, wird man im nächsten Moment von der kreativen Auflösung positiv überrascht.

Iruma ist wahnsinnig liebenswürdig. Für sein eigenes Wohl jedoch viel zu liebenswürdig. Er ist ein typischer »Ja-Sager«. Die Antwort auf die rhetorische Frage »Wie lautet das Zauberwort?« ist bei ihm im wahrsten Sinne des Wortes ein Zauberwort. Braucht jemand Hilfe (oder ist derjenige ein Faulpelz), ist nur ein kleines »Bitte« vonnöten, damit Iruma für ihn alle Hebel in Bewegung setzt und oft Kopf und Kragen riskiert. Dass er dabei noch nicht gestorben ist, verdankt er seiner Fähigkeit, Gefahren auszuweichen, welche er ironischerweise aufgrund der ständigen Konfrontationen mit diesen halsbrecherischen Aktionen erworben hatte.
Wie bei den meisten Komödien gibt es auch hier eine Schar von bizarren Gestalten, die alle ihre Macken haben. Eine davon möchte ich besonders hervorheben, da diese aufgrund ihrer lockeren Schrauben und ihrer fehlenden Tassen im Schrank alle anderen in den Schatten stellt: Valac Clara. Ich denke, mit ihr könnten die Zuseher am ehesten Probleme haben. Ihr hyperaktives Wesen überstrahlt alle anderen so sehr, dass sie fast schon aus einem anderen Anime stammen könnte. Sie kann oft sehr nervig sein, ist aber gleichzeitig für ein paar der lustigsten Gags der Serie verantwortlich. Normalerweise sagt man zu dieser Art von Charakter, dass man sie entweder hasst oder liebt. Bei Valac ist es aber eher so, dass man sie in einer Szene hasst und in einer anderen Szene liebt.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch Asmodeus Alice, der zu Beginn einen sehr arroganten Auftritt hatte. Asmodeus forderte Iruma heraus und zog dabei zu seiner Verwunderung den Kürzeren. Er ist jedoch auch ein sehr ehrenwertes Monster, weshalb er nach seiner Niederlage Irumas loyaler Hund Diener wurde.

Um Vergleiche mit westlichen Werken anzustellen: Geht der schwarze Humor am Anfang noch in Richtung »The Addams Family«, verliert dieser in den späteren Folgen jedoch an Biss und wird ein bisschen aufgehellt. Die Atmosphäre wird harmloser und freundlicher, wodurch man mehr an »The Munsters« erinnert wird. Die letzten Episoden sind sogar so schön kawaii, dass »Scooby Doo« im Vergleich dazu wie ein FSK-18-Horrorfilm wirkt. Schade, denn ich mag meinen Humor so schwarz wie die Seele eines Demon Lords.

So, und jetzt hau ich mich aufs Ohr.
Ein Demon Lord, zwei Demon Lords, drei Demon Lords …
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B Gata H Kei

Avatar: Yakiera#10
Wie immer kleine spoiler enthalten und es allein mein eindruck den ik schreibe .

Handlung:

naja grob gefasst Yamada möchte in der High School zeit 100 Männer beglücken den das ist ihr Traum doch kommt es anderst ( zum Glück finde ich ) . Den sie trifft gleich am Anfang einen Jungen Mann der total Unschein bar ist und auch nicht sonderlich gut ausschaut ( also nach ihrer Denkweise ) und verkuckt sich ihn ihn ( auf ersten blick in Love ) was sie aber bis dato noch nicht eingesteht. Somit setzt sie ihren Plan an . Takashi soll ihr erster von 100 werden mit den sie Sex haben will ,da sie denkt es wird ein Kinderspiel. Doch es kommt wie es Kommen musste ,den sie vergaß das sie Selber noch unerfahren ist und sie alles was sie tut Peinlich ist ,aber in Ihren Kopf alles so einfach Klingt ,was die Umsetzung total Kompliziert macht.

Ich muss dazu sagen das der Anime nur bis Chapter 6 vom Manga geht dh lest die restlichen 3 Bände aber sie Lohnen sich voll ( habe sie nach den Anime auch gelesen ) und es gibt ein Ende was für mich Persönlich Das Passende ist.

Eindruck:

Ich persönlich finde diesen Ecchi mega Angenehm zum Schauen er hat viele Witzige Situationen drin die wie im Manga gut rüber gebracht wurden. Auch kommt die Unbeholfenheit der Beiden Mega gut Rüber. Ich finde sogar der Anime ist weniger Ecchi mehr Romantische Komödie. Das macht ihn für mich mega Spass ihn anzusehen und mitzufiebern obs nun was wird mit den beiden oder ob sie an ihren 100 Kerle ins Bett plan bei behält. Auch die Zeichnungen sind recht gut gelungen und ich Persönlich finde die DT syncro mal Gelungen sie passt zumindestens zu den Charaktern.

Musik:

Naja um ehrlich zu sein kaum da aber wenn untermahlen sie die Aktuelle Stimmung gut.

Fazit:

Der Anime ist sehenswert und der Manga hat einen sehr guten Abschluß zu der Reihe . Leider wurde der Manga Kurz nach dem Anime beendet darum gibt es keine 2 Staffel aber ich Hätte mir gewünscht das eine OVA oder 2 den Schluss des Mangas auch als Anime festgehalten hätten aber leider kam der Anime nicht allzu gut an also zum vergleich anderer Ecchi Anime glaube nur 6,24 Punkte. Darum mein Abschluß Guter Anime mit einen Sauberen Manga Abschluß der einen Zufrieden Stellt. Sehenswert.
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Shimoneta to Iu Gainen ga Sonzai Shinai Taikutsu na Sekai

Avatar: Yakiera#11
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
  • Erotik
WIe immer hier eine Warnung Die Rezension enthält kleinere Spoiler und auch ist das mein Persönlicher Eindruck zu den Anime.

Handlung : Wie immer der Vermerk, der steht in den Kleinen Info kasten oben :P

Eindruck:

Shimoneta: A Boring World Where the Concept of Dirty Jokes Doesn’t Exist ist ein Ecchi der Besonderen Art. In den Sieht man recht wenig Nacktheit so wie in vielen anderen Ecchis sondern Glänzt dieser Anime eher mit Frohwohlen Wörtern.

Dennoch nimmt sich der Anime oft selber nicht Ernst und hat viele doch sehr witzige Momente die einen eher zum Schmunzeln bringen. Ich Persönlich fand den Anime sehr Unterhaltsam aber nicht weil ich diese " schmutzige " Worte Mag sondern weil ich es Mega finde wie sie in den Anime Rübergebracht werden. Vorallem finde ich die Aktionen von Anna recht lustig die eigentlich für Keuschheit Kämpft aber selber so Absön und " Geil " ist das sie es Garnicht mitbekommt was mit ihr Passiert.

Und es sogar für Normal hällt als Kampf ihre Lieber zu Tanukichi . Auch die Charakter sind doch sehr witzig gezeichnet worden und auch einige angespielten aktionen kommen sehr witzig rüber. Was nicht so meins ist sind die "fetische" die einige Haben aber das ist ja nur Persönliche Meinung :D

Zudem habe ich richtung ende des Anime das Gefühl das Ayame gefühle für Tanukichi entwickelt hat und es entweder merkt ( da sie ihn ja laufend in schutz nimmt ) oder es net merkt weil sie net weiß was liebe bedeutet ( obwohl sie es weiß ) ( aber das ist nur mein gefühl )

Musik :

Sie ist eher Minimal aber wenn sie da ist recht passend.

Abschluss:

Ich Persönlich mochte den Anime und ich hoffe das die Gerüchte Stimmen das es eine 2te Staffel geben wird da einer seite die recht Vertrauenswürdig ist meint das er sehr gut in Japan angenommen sei und auch der Manga recht beliebt sei.

Zudem wird auch da Geschrieben das laut Gerüchten die angeblich auch bestätigt sei schon dran gearbeitet wird und man mit 2021 rechnet aber es sind und bleiben erstmal nur Gerüchte. Aber mich Persönlich würde es freuen . Auch mit der DT syncro war ich zufrieden gab schlimmere besonderst bei Ecchis.
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Haiyore! Nyaruko-san

Avatar: Ich&Anime#12
Es gibt da dieses, inzwischen fast wieder totes, Meme. "confused confusing confusion" oder, auf deutsch, "verwirrende verwirrte Verwirrung", was meinen Eindruck von diesem Anime ziemlich gut beschreibt - ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll.

Aussehen/Sound
Der Anime macht weder vom Sound, noch vom Aussehen her, etwas her. Viel positives, aber auch nicht wirklich was negatives, gibts nicht zu erwähnen. Es gibt eine Melodie, die in den ersten paar Folgen recht häufig vorkommt, die ich persönlich echt gut finde. Auf jedem Fall ist sie sehr markant, sonst wäre sie mir gar nicht erst aufgefallen.
Ansonsten bleibt mir nur noch das Opening zu erwähnen, dass zwar einiges aus den ersten Folgen spoilert, ansonsten aber einen recht soliden Grundeindruck vom Anime vermittelt - als ich es das erste mal sah saß ich mit halb offenem Mund vor meinem Bildschirm und dachte mir nur "bitte WAS geht da gerade ab?".

Handlung
Von einer Handlung zu sprechen, wäre schon zu weit dahergeholt. Es gibt zwar so etwas wie Themen, die dann quasi die Handlung für ein paar Folgen sind, ansonsten lässt sich kein wirklicher Zusammenhang zwischen den Episoden feststellen. Allerdings gibt es einige Runninggags, die mit der Zeit sogar weiter ausgebaut werden. Da wären zum einen die Verwendung von Gabeln als Waffen, etwas, was anfangs erst ziemlich random wirkt, später aber fester Bestandteil einzelner Charaktere wird oder auch die vielen Anspielungen auf Anime oder andere bekannte Serien, ich entdeckte z.B. eine "Pokemon", eine "One Piece", aber auch eine "Back to the future" Anspielung.
Ansonsten gibt es nicht wirklich etwas zur Handlung zu sagen, da es keine gibt.
Daher verwende ich die Handlung jetzt auch mal für die Witze, denn die sind fast schon ein Thema für sich. Ich persönlich muss nämlich sagen, dass die meisten Witze echt nicht witzig waren. Vor allem die Runninggags stellen hierbei eine Ausnahme dar, aber wirklich zum lachen konnte der Anime mich nicht bringen. Dazu kommt noch, dass die Witze später immer stärker in eine "romantische" Richtung gehen, was dann problematisch wird, wenn der Anime tatsächlich versucht romantisch zu sein - ich bin zwar kein Fan von romance aber selbst ich habe es lächerlich gefunden, dass 2 Sekunden nach einem "erotischen" Angriff + Abwehr Liebesgeständnisse gemacht wurden und der Anime eine romantische Stimmung annahm - meinen sie das jetzt ernst oder nicht?
Ebenfalls verstehe ich nicht, wieso sich hier auf Lovecraft bezogen werden musste, außer Namen haben seine Geschichten und dieser Anime nichts gemeinsam, weshalb ich die Verwendung seines Namens für irreführende Werbung halte.

Charaktere
Anders, als ich es erwartet hatte und viele alteingesessene Anime Fans es wohl auch erwartet würden, bildet hier sich kein richtiger Harem um den Hauptcharakter. Es handelt sich dabei eher um eine echt merkwürdige Vierecksbeziehung (je nachdem, wem man mitzählt, auch 5-echsbeziehung), die ich gar nicht erst versuche zu erklären. Das ganze kann aber nicht wirklich dynamisch vermittelt werden und wirkt total unrealistisch (ja, ein Harem ist auch nicht realistisch, ABER ein Harem kann trotzdem einen halbwegs realistischen Eindruck erwecken, wenn der Anime es richtig macht) . Problematisch wird dies spätestens, wenn bedacht wird, dass ein Großteil der "Handlung" auf dieser Beziehungskatastrophe beruht, ähnlich wie die Witze - wodurch der Anime, meiner Meinung nach, unter anderem so verwirrend wirkt.
Somit kann man zwar sagen, dass hier versucht wurde vom Stereotypischen Harem wegzukommen, es aber wohl besser gewesen wäre, einfach dort zu bleiben, wo man wohl einen halbwegs realistischen Beziehungs-was-weiß-ich-was-das-ist hin bekommt.

Fazit
Während des Schreibens fällt mir tatsächlich immer stärker auf, wie stark dieser Anime doch To Love Ru ähnelt. Ich mag To Love Ru nicht. Da der hier besser ist und das Konzept des Alien "Harems" einigermaßen gelungen darstellt, kann man ihn wohl als ganz ok bezeichnen. Wirklich schlimm finde ich es tatsächlich nur, dass irreführende Werbung mit Lovecrafts Namen betrieben wurde - eine Sache, die To Love Ru gut macht.
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Gibiate

Avatar: Slaughtertrip#13
Ich hatte schon im Vorfeld gehört, dass dieser Anime nicht unbedingt die Crème de la Crème japanischer Animationskunst sein soll. Die Durchschnittsbewertung der User bestärkte diesen Eindruck. Letztendlich wurde dieser bestätigt, nachdem ich mir dieses Konglomerat aus allerlei Quatsch mit Soße selbst reingezogen hatte. Die 300 Minuten Lebenszeit bekomme ich zwar nicht zurück, aber ich kann mich wenigstens literarisch an diesem »Werk« rächen, indem ich eine Rezension schreibe, die sich ordentlich gesalzen hat.

Quatsch #1:
Die Handlung, welche dem Zuseher bereits ein erstes Indiz dafür gibt, dass dieser kein oscarreifes Meisterwerk zu erwarten hat: Ein Samurai, ein Ninja und ein Mönch werden aus einem random Grund in die Gegenwart geschickt, um gegen Monster, deren Existenz nicht weniger random ist, zu kämpfen. Und das ist erst der Anfang. Der Anime hat zwölf Folgen und versetzt daher den Zuseher regelmäßig in Erstaunen, Entsetzen und Fassungslosigkeit. Der französische Meisterkomödiant Louis de Funès hätte diese Bewusstseinszustände mit seinen Grimassenkünsten perfekt darstellen können.

Quatsch #2:
Die Charaktere

»I’m eighteen, and I didn’t graduate from high school. I’m going to create a vaccine and turn this world back to normal!«

Diese Sätze stammen vom Hauptcharakter dieses Firlefanz-Rodeos. Kann es sein, dass sie ein BISSCHEN zu optimistisch ist? Wie dem auch sei – ihr Name ist Kathleen Funada und sie (ja, sie! Und NICHT die Armee oder sonst irgendeine bewaffnete Streitmacht) kämpft an vorderster Front gegen die Gibia genannten Monster. Ausgerüstet mit zu viel Schminke möchte sie dem Treiben der Monster, die es sich zum Ziel genommen haben, verwirrt durch die Gegend zu trampeln, Einhalt gebieten. Sie ist ein richtiger Hingucker. Und das ist auch gut so, denn alles andere an diesem Anime ist ein Weggucker.
Dann gibt es noch den Klischee-Professor. ER ist wohl derjenige, der die Fähigkeit besitzt, das Heilmittel herzustellen, und NICHT das Mädchen. Diese möchte wahrscheinlich nur die Lorbeeren einheimsen. Darum wohl auch die dicke Schminkschicht. Damit sie gut aussieht, wenn sie sich der Welt als Heldin präsentiert.

Aktiv kämpfen jedoch die bereits erwähnten Krieger aus der Vergangenheit gegen die Gibia. Der Samurai Sensui Kanzaki ist ein richtiger Badass und stammt aus derselben Epoche wie sein Ninja-Kumpel Kenroku Sanada, der leider nicht so badassig ist. Um seine Badassigkeit aufzupimpen, hat Kathleen ihm die Haare blau gefärbt. – Style muss sein im Kampf auf Leben oder Tod. Zwei Hauptcharaktere mit derselben Haarfarbe hätten auch nur für zusätzlich Verwirrung gesorgt. Später schließt sich der Mönch Yukinojyo Onikura den beiden an und komplettiert das Trio infernal. Er sieht zwar noch ein Stückchen badassiger aus als Sensui, aber in Wirklichkeit ist er ein ganz Lieber. Er hatte noch nie was mit einer Frau, was das zentrale Thema seiner Existenz in diesem Anime ist. Vielleicht klappt’s ja mit einem weiblichen Gibia.

Da die Palette unterschiedlichster Charaktere aus Sicht des Produktionsteams wohl noch ausbaufähig war, hat man hier zusätzlich ein paar Yakuza ins Geschehen geschmissen. Und diese sind die wahren Helden des Animes. Nicht weil sie stark, intelligent oder gut geschrieben sind, sondern weil sie mich zum Lachen gebracht haben – ob von den Machern geplant oder nicht. Besonders hervorzuheben wäre hier ein Typ mit einem Bombenfetisch, der nicht imstande ist, etwas anderes zu kochen als Katsu-Curry. Dieser liefert sich ein hartes Duell um den Titel meines persönlichen »Mr. aniSearch 2020« mit dem Typ, der die Gibia mit seiner Angelrute fertigmacht; dicht gefolgt von dem Kerl, der dafür seinen selbstgebastelten Stecken benutzt. Wobei ich nicht weiß, ob man hier vollen Ernstes bei der Sache war – strahlen diese doch die Dümmlichkeit von Team Rocket aus »Pokémon« aus.

Quatsch #3:
Der Anime schafft es nicht, Spannung aufzubauen. Schon alleine deshalb, weil es keine Spannung, die man aufbauen könnte, gibt. Gute Serien streuen hie und da ein paar Mysterien, lösen diese nach und nach auf und streuen währenddessen neue Mysterien. Nicht so »Gibiate«, oh nein. Alles wird sofort verraten, wodurch der Anime sein ganzes Pulver verschießt – und davon hat er nicht viel. Gleich zu Beginn erfährt man alles über die Gibia: ihre Besonderheiten, welche Konsequenzen man zu befürchten hat, wenn man von diesen gestochen wird, und wodurch man weiß, dass man infiziert ist. Einzig und allein der Grund für ihr Auftauchen wird bis zur letzten Folge verheimlicht. Gute Entscheidung, dass dies zum Ende doch noch geklärt wird. Immerhin möchte man Plot holes vermeiden. Aber wo sollen denn auch Löcher entstehen? – Ist doch »Gibiate« selbst ein einziges Loch.

Quatsch #4:
Kennt ihr »Interview mit einem Vampir«? Wahrscheinlich. Habt ihr aber schon mal »Interview mit einem Samurai/Ninja/Mönch/Yakuza« gesehen? Nein? Dann seid ihr hier richtig. Zu Beginn fast jeder Folge werden die Haupt- und Nebencharaktere interviewt. Ähnlich wie bei der Handlung werden auch hier alle Informationen auf dem Silbertablett präsentiert, anstatt den Fans (lol … »Fans« …) die Möglichkeit zu geben, sich Schritt für Schritt mit den Charakteren anzufreunden. Ich habe noch nie eine derart plumpe Methode, dem Zuseher die Charaktere näherbringen zu wollen, gesehen.

Quatsch #5:
Monster-Slasher oder Historienserie? Weil die kurzen Interviews vielleicht doch zu wenige Informationen liefern, bekommt man in fast jeder Folge die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben der Heroen zu sehen. Szenen aus der Vergangenheit werden abwechselnd mit den Geschehnissen aus der Gegenwart gezeigt. Eine Verbindung zwischen beiden gibt es nicht, weshalb man das Gefühl bekommt, zwei verschiedene Animes zu sehen, die sich in ihrer Qualität gegenseitig unterbieten wollen. Dabei setzen die historischen Szenen auf gepflegte Langeweile, während die gegenwärtigen Szenen mit einem Limbotanz, bei dem die Niveaustange erschreckend knapp über dem Boden gelegt wurde, punkten wollen.

Quatsch #6:
Randomness und Deus ex machina. Die Truppe von der überschminkten, sich selbst überschätzenden Möchtegern-Wissenschaftlerin trifft anfangs wie gesagt auf den Samurai Sensui. Und was braucht ein Samurai? Ein Schwert! Und woher bekommt er es? Von einem Mitglied der Truppe, der »zufällig« eines in seiner Wohnung hat, und ganz »zufällig« befindet sich seine Wohnung direkt vor ihren Füßen, nachdem sie ziellos kreuz und quer durch die ganze Stadt gerast sind. Die legendären Waffen, mit denen Sensui und Kenroku ihre Gegner in der Vergangenheit niedergemetzelt hatten, befinden sich »zufällig« in einem Museum, welches sich ebenfalls »zufällig« in ihrer Nähe befindet. Weil Menschen von Natur aus neugierig sind, wollten Samurai-Sepp und Ninja-Niki erfahren, wie sich die Ereignisse aus ihrer Zeit entwickelt haben. Ein Glück für sie, dass Kathleens Mutter »zufällig« im Besitz eines Geschichtsbuches ist, in welchem die Antworten auf all ihre Fragen niedergeschrieben sind. Apropos Kathleens Mutter. Wie löst man das Problem, jemanden davon zu überzeugen, dass Sensui und Kenroku tatsächlich aus der Vergangenheit stammen, ohne so etwas wie handfeste Beweise dafür auf den Tisch legen zu müssen? Gar nicht. Kathleens Mutter hat »zufällig« einen psychischen Schaden, der sie daran hindert, Mensch von Gibia unterscheiden zu können, und deshalb ist sie auch zu doof, um Zeitreisen infrage zu stellen.

Quatsch #7:
Die Animationen. Das Lowlight aus produktionstechnischer Sicht ist das Highlight für die Lachmuskeln. Die Gibia sind größtenteils CGI-animiert, und zwar so schlecht, dass diese nicht zum Fürchten, sondern zum Auslachen aussehen. Um die Aufmerksamkeit der Zuseher zu gewinnen – falls diese den Anime nicht ohnehin schon nach fünf Minuten abgebrochen haben – und sie davon abzuhalten, vorm Bildschirm einzuschlafen, werden zwischendurch Szenen eingeschoben, die sowohl CGI-Monster als auch gezeichnete Monster beinhalten, oder Szenenwechsel, in denen die Gibia alternierend entweder computeranimiert oder gezeichnet sind.
In der dritten Folge wurde am oberen und unteren Rand des Bildschirms jeweils ein dicker, schwarzer Balken eingefügt, so als hätte man versucht, dem Anime ein cineastisches Gefühl zu verleihen. Das Cinemascope-Format weicht aber schon nach einer Minute dem gewöhnlichen 16:9-Format, so als hätten die Produzenten bereits nach diesen wenigen Sekunden selbst den Glauben an dem Anime verloren.
Bilder sagen mehr als tausend Worte, und GIFs sagen mehr als tausend Bilder. Ich möchte euch zwei Szenen präsentieren, die mich – jetzt mal ohne Flachs – zum Lachen gebracht haben:

Aus Episode 7. Der Fall eines Gibia. Oder wie ich es nenne: Der Lachanfall eines Slaughtertrip.


Aus Episode 10. Gibia werden überfahren. Bitte hier an das Geräusch umfallender Blechdosen denken.



Zur Abwechslung mal kein Quatsch:
Die Musik. Ich würde diese zwar nicht als Stärke, jedoch auch nicht als Schwäche bezeichnen. Zumindest etwas, das der Anime nicht gänzlich in den Sand gesetzt hat. Die BGM ist durchschnittlich, und das Opening ist ... speziell. Dieses passt hervorragend zum Anime. Einerseits schön rockig und upbeat, was zur Action passt, andererseits ist hier eine Shamisen das dominante Instrument, welches die historischen Ausrichtung des Animes gut einfängt. Ob das Lied gefällt, ist natürlich Geschmackssache, und es gibt definitiv Interpreten, welche die Verbindung von rockiger und traditioneller fernöstlicher Musik besser hinbekommen, aber der Anime kann sich glücklich schätzen, nicht komplett von mir massakriert zu werden, so wie der Anime einen genauso vernichtenden Anschlag auf die Gehirnzellen der Zuseher verübt.

Fazit:
Insgesamt ist der Anime hart an der Grenze. – An der Grenze zu was auch immer. Serviervorschlag: »Gibiate« sollte man am besten mit viiiiiiiiiiel Alkohol genießen. Und mit ein paar Freunden, damit man sich gemeinsam über dieses Mumpitz-Spektakel lustig machen kann.
Nüchterne Wertung: 1 ½ Sterne
Stockbetrunkene Wertung: 5 Sterne
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Gibiate

Avatar: Nova Lunaris#14
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Ihr fragt euch sicherlich, warum ich in einem Gecko-Kostüm im strömenden Regen auf einem Hochhaus stehe? Hat euch schon mal jemand gesagt, du wirst es vielleicht bereuen, wenn du es nicht tust? Ja natürlich! Ein jeder hat diese Worte schon einmal gehört von den Eltern, von den Freunden oder von der Person, die man am meisten liebte. Ich sage es euch, diese Worte sind nichts als eine Lüge. Diese Worte zerstörten mein Leben und diese Worte sind der Grund für dieses dämliche Geckokostüm, das ich in einer Tankstelle um die Ecke gefunden habe. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr dieses billige Ding juckt, aber deswegen seid ihr nicht hier. Ihr wollt meine Geschichte hören, nicht wahr?

Im Nachhinein ist man immer klüger, sagen die Leute doch. Bloß, was bringt es einem im Nachhinein klüger zu sein, wenn man seine Taten nicht ungeschehen machen kann. Wieder eine dieser nutzlosen Weisheiten. Aber genug davon, ihr wolltet schließlich wissen, warum ich dieses Kostüm trage.

Alles begann, als ich mich für das Projekt »Gibiate« meldete. Dieses Projekt sollte meine einmalige Chance werden. Meine Chance auf ein besseres Leben. Zuerst wollte ich ablehnen, aber meine Freundin überredete mich letztendlich dazu. So fand ich mich also in einem großen Konferenzraum wieder, wo man über das neue Großprojekt »Gibiate« lamentierte. So weit ich es damals verstand, ging es um die Story des Animes, diese sollte in der Gegenwart spielen. Allerdings eine postapokalyptische Gegenwart besiedelt mit Monstern und allerlei anderem Gekröse. Es sollte vorrangig darum gehen ein Heilmittel für diese Monsterkrankheit zu finden. Soweit kam ich mit, als dann jedoch die Worte Samurai und Zeitreise fielen, verlor ich den Faden. Wenn ich jetzt so daran denke, hätte ich wissen müssen, dass dies die letzte Möglichkeit war, um auszusteigen. Natürlich lagen mir die Worte meiner Freundin in den Ohren, wenn du das nicht tust, wirst du es vielleicht bereuen. Also zog ich es durch. Falls ihr euch jetzt fragt, was ich da machte, ich begann ein Praktikum in einem Animationsstudio.
Im ersten Teil des Praktikums sollte ich den Charakterdesignern über die Schulter schauen. Was soll ich sagen, ihre Arbeit war in Ordnung, aber auch nicht besonders herausragend. Leider waren die Charaktere ebenso langweilig wie ihr Konzept. Zu diesem Zeitpunkt habe ich doch wirklich noch geglaubt, dass alles gut werden würde. Dann geschah es, ich wurde zu den Monsterdesignern geschickt. Rückblickend fing dort mein Martyrium an. Denn dort begegnete ich dem, was die Produzenten stolz Gibia nannten. Das erste Gibia, das das Licht der Welt erblickte, war eine schändliche Vereinigung aus einem unschuldigen Gecko, einer verstorbenen Ameise und einem überfahrenen Skorpion. Ich weiß, dass klingt wie der Anfang eines schlechten Witzes, aber leider Gottes ist es keiner. Also ich dieses Geschöpf sah, wurde mit sofort klar, das es an seiner puren Existenz litt. Das schien die Designer allerdings nicht im geringsten zu stören. Ganz im Gegenteil sie erschufen eine Missgeburt nach der anderen. Mir stiegen die Tränen in die Augen, als ich mit ansehen musste, wie diese armen gequälten Wesen ihre ersten ungelenken Schritte machen mussten. Sie verfolgten mich sogar bis in meine Träume, wo sie mich anflehten, ihrer Existenz ein Ende zu machen. Aber ich tat nichts. Stattdessen fasste ich den Entschluss, das nur eine Sache half dieses Praktikum mit heilem Verstand zu überstehen. Ihr könnt es euch vielleicht denken. Alkohol! Von diesem Tage an hatte ich immer eine Thermosflasche Vodka-O bei mir. Tatsächlich half es mir, was ich aber nicht wusste, war die Tatsache, dass der Alkohol am Ende alles nur schlimmer machte. Natürlich ich ertrug es mühelos, wie die Kämpfe aus einer Reihe von Standbildern mit Speedlines zusammengeschustert wurden. Ich ertrug es auch, wie sich die Verantwortlichen auf die Schulter klopften, weil sie die teuren Actionszenen kostengünstig fertigbekommen haben. Ich ertrug es nicht nur, ich fing sogar an es zu genießen. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich meine alten Bobby-Cars aus dem Keller meiner Mutter holte. Warum fragt ihr euch? Damit wollten wir eine Verfolgungsjagd zwischen einem Bus und einem Kleintranporter nachstellen. Könnt ihr euch vorstellen, wie sich zwei Erwachsene auf einem Bobby-Car durch die Gegend schleppten. Klingt lustig nicht wahr? Das war es damals auch. Damals als die Welt noch in Ordnung war. Als Nächstes entsinne ich mich, wie wir im Soundstudio, die passenden Laute für die Gibia erstellten. Um die Wahrheit zu sagen, das ist keine besonders glorreiche Geschichte. Die Töne für die Gibia entstanden eher zufällig, als ich mich in einen Mülleimer übergab. Selbstverständlich hatte jemand das aufgenommen. Ein paar Tonfilter später voilà das perfekte Geräusch für die Gibiahorden. Mal abgesehen von der Sache mit dem Mülleimer, verstand ich mich blendend mit dem Tonmeister. Vielleicht lag es daran, dass er ebenfalls Alkohol bei sich hatte und ihm regelmäßig huldigte. Ich weiß noch, wie wir ein episches Orgelsolo in eine Szene eingebaut haben, bei der es überhaupt nicht passte. Auf die Genialität haben wir natürlich erst einmal Einen gekippt.
Dann erinnere ich mich an den Tag, als die Produzenten eine interessante Idee für einen Plottwist suchten. Es war bereits später Nachmittag, dementsprechend war meine Flasche ziemlich leer und ich ziemlich voll. Jedenfalls diskutierten die Herren hitzig über ein mögliches Thema für eine spannende Wendung. Gelangweilt ließ ich den Blick schweifen und entdeckte auf dem Schreibtisch eines Mitarbeiters die komplette Reihe von Alien. Was ich anschließend tat, werde ich wohl für mein restliches Leben zu tiefst bereuen. Ich murmelte beschwippst das Wort Alien, als ich versuchte den Titel der Filme zu lesen. Wie vom Donner gerührt drehte sich einer der Produzenten um und sah mich an als hätte er vor sich einen neugeborenen Messias. Falls euch nicht klar ist, was das bedeutete, dann sage ich es so. Zu der bunten Mischung aus Themen, wie Samurai, Apokalypse und Krankheit, gesellten sich nun auch noch Aliens. Und es war verflucht noch mal meine Schuld. Klar ich könnte das auf den Alkohol abschieben, aber sein wir mal ehrlich, das wäre ziemlich lahm.

Schließlich trat das ein, was unweigerlich irgendwann eintreten musste. Ich war nüchtern und das an dem Tag als der Anime seine Premiere hatte. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr gleichzeitig weinen und schreien wollt, aber ihr weder schreien noch weinen könnt, weil euch die Realität so dermaßen einen auf die Fresse haut, dass ihr einfach nur noch fassungslos da steht. Dieses Gefühl und noch viele andere überkamen mich, als mir bewusst wurde, was ich getan hatte. Ich hatte dem schlechtesten Anime aller Zeiten geholfen auf die Welt zu kommen. Ich hatte diesem Machwerk aus schlechter Story, schlechten Charakteren und Kreaturen, die so schlecht animiert wurden, dass das Wort schlecht dem gar nicht mehr gerecht wird, geholfen zu entstehen. Aber am schlimmsten war es, als im Abspann die Worte: »Besonderen Dank gilt unserem Praktikanten, der uns immer mit seinen kreativen Ideen überraschte!«, über den Bildschirm flackerten. Falls ihr glaubt, das war schon alles, dann kann ich euch nur sagen, wie naiv seid ihr eigentlich. Meine Familie verstieß mich, weil es ihr meine Beteiligung an diesem Werk peinlich war. Meine Freunde verließen mich aus demselben Grund. Und schließlich ging auch meine Freundin, weil sie es nicht mehr ertragen konnte. Erinnert ihr euch noch, was sie einmal gesagt hatte, wenn du das nicht tust, wirst du es vielleicht bereuen. Da wurde es mir klar, das Wort nicht, hatte ich mir in diesem Ratschlag nur eingebildet. In Wahrheit hieß es, du wirst es bereuen, wenn du das tust!

Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, was es damit zu tun hat, dass ich in einem juckenden Gecko-Kostüm auf dem Dach eines Hochhauses stehe? Ich tu das, um für meine Taten zu büßen. Das Kostüm trage ich, damit ich niemals vergesse, dass ich das arme Gibia nicht von seinen Leiden erlöst habe. Und auf dem Hochhausdach stehe ich, weil vor mir das Studio ist, das Gibiate produziert hat. Wie ihr euch vielleicht denken könnt, habe ich noch eine Rechnung mit denen offen. Es wird niemals wieder einen derart schlechten Anime produzieren. Es wird niemals wieder überhaupt etwas produzieren, dafür werde ich sorgen!

Dies sei eine Warnung an alle Animationsstudios!
Wann immer die Idee eines schlechten Animes in dem Gehirn eines Produzenten rumgeistert, werde ich da sein! Wann immer ein unschuldiges Monster aus schlechten Animationen erwächst, werde ich da sein! Wann immer die Dynamik durch sich in Speedlines badende Standbilder ersetzt wird, werde ich da sein!
Denn ich bin der Gecko der Vergeltung!
Ich bin Gibia-Man!
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